

Die Heizkosten in Deutschland steigen - und werden weiter steigen. Neben höheren Energiepreisen verteuern staatliche Auflagen und CO2-Abgaben das Heizen mit Öl und Gas. Die Bundesregierung hat den CO2-Preis für eine Tonne Emissionen angehoben: von 25 Euro im Jahr 2021 über 55 Euro im Jahr 2025 bis zu 65 Euro im kommenden Jahr. Für Haushalte mit Öl- oder Gasheizung bedeutet das Mehrkosten - abhängig vom energetischen Zustand des Gebäudes und vom Heizverhalten. Die Verteuerung ist politisch gewollt. Sie soll Verbraucherinnen und Verbraucher motivieren, energieeffizienter zu wohnen und erneuerbare Energien zu nutzen. Ab 2028 soll ein europäisches Emissionshandelssystem den nationalen CO2-Preis ablösen. Vieles spricht dafür, dass fossiles Heizen weiter teurer wird. Viele Eigentümer unterschätzen den Energieverbrauch ihres Hauses. Besonders in älteren Bestandsgebäuden besteht Sanierungsbedarf, etwa bei Dämmung und Heiztechnik. Eine moderne Heizungsanlage kann den Verbrauch um bis zu 25 Prozent senken, eine gute Dämmung sogar um bis zu 35 Prozent.
Neue gesetzliche Vorgaben ab 2026
Wer rechtzeitig plant, kann Investitionen gezielt vorbereiten. Ab Mitte 2026 dürfen Heizungen, die ausschließlich mit Öl oder Gas betrieben werden, in Bestandsgebäuden nicht mehr neu eingebaut werden. Wird die komplette Dachhaut erneuert, muss künftig zusätzlich eine Photovoltaik- oder Solarthermieanlage installiert werden. Mindestens 30 Prozent der Dachfläche müssen genutzt werden. Parallel will der Staat Förderprogramme ausweiten und den Zugang über ein zentrales Online-Portal erleichtern.
So gelingt die Sanierung Schritt für Schritt
Eine Energieberatung hilft, den tatsächlichen Verbrauch zu ermitteln und Einsparpotenziale zu erkennen. Empfehlenswert ist ein individueller Sanierungsfahrplan, der Maßnahmen sinnvoll priorisiert. Fördermittel von BAFA und KfW können je nach Vorhaben 20 bis 40 Prozent der Kosten abdecken und die finanzielle Belastung senken. Auch die Finanzierung sollte frühzeitig geplant werden. Ein zinsgünstiges Modernisierungsdarlehen bietet Sicherheit und Flexibilität. Orientierung bietet der LBS-Modernisierungskostenrechner, mit dem sich Varianten und Budgets vergleichen lassen. Wer schrittweise saniert, kann Investitionen über mehrere Jahre verteilen und bleibt finanziell flexibel. (akz-o)







