Gesche Muchow

Gut vorbereitet in die Selbstständigkeit

Bild: HFR

Wer ein Unternehmen gründet, wird nicht jede Entwicklung vorhersehen können. Erfahrungen sammeln, Entscheidungen überdenken und Pläne anpassen gehören zur Selbstständigkeit dazu. Einige Schwierigkeiten lassen sich mit einer guten Vorbereitung jedoch zumindest reduzieren.

Ein häufiger Knackpunkt ist die Kalkulation. Preise sollten nicht nur Material und die unmittelbar geleistete Arbeitszeit abdecken. Auch Miete, Fahrzeuge, Versicherungen, Verwaltung, Steuern und Zeiten ohne direkten Kundenauftrag müssen finanziert werden.

Ebenso wichtig ist die Liquidität. Ein Unternehmen kann volle Auftragsbücher haben und trotzdem in Schwierigkeiten geraten, wenn Rechnungen zu spät bezahlt werden und gleichzeitig eigene Zahlungen fällig sind. Finanzielle Reserven können deshalb gerade in der Anfangsphase wichtig sein.

Auch der Wunsch, möglichst jeden Auftrag anzunehmen, kann zum Problem werden. Wer dauerhaft mehr verspricht, als zeitlich zu schaffen ist, riskiert lange Wartezeiten und unzufriedene Kunden. Wachstum sollte deshalb mit den vorhandenen Kapazitäten Schritt halten.

Ein weiterer Punkt ist die Sichtbarkeit. Wer neu am Markt ist, muss zunächst bekannt werden. Kundengewinnung und Werbung sollten deshalb nicht erst dann beginnen, wenn Aufträge fehlen.

Trotz aller Planung wird es bei einer Gründung Überraschungen geben. Entscheidend ist deshalb nicht, von Beginn an alles richtig zu machen. Wer seine Zahlen kennt, auf Veränderungen reagiert und sich bei wichtigen Fragen fachliche Unterstützung holt, kann viele typische Stolpersteine frühzeitig erkennen. (red)


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