Marco Gruemmer

Einbruchschutz beginnt an der eigenen Haustür

Beratungsgespräch zu Einbruchschutz und Sicherungstechnik. (Foto: Polizeiliche Kriminalprävention)

Beratungsgespräch zu Einbruchschutz und Sicherungstechnik. (Foto: Polizeiliche Kriminalprävention)

Bild: Polizeiliche Kriminalprävention

Mit der Umstellung auf die Winterzeit am Sonntag, dem 25. Oktober, rückt auch das Thema Einbruchschutz in den Mittelpunkt. Unter dem Motto „Eine Stunde mehr für Sicherheit“ macht die Polizei am bundesweiten Tag des Einbruchschutzes darauf aufmerksam, wie sich Wohnungen und Häuser besser vor ungebetenen Gästen schützen lassen.

Wie wichtig vorbeugende Maßnahmen sind, zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik. Im Jahr 2025 wurden bundesweit 82.920 Wohnungseinbrüche einschließlich der Einbruchsversuche registriert. Im Vorjahr waren es 78.436 Fälle. Damit sind die Zahlen erneut gestiegen, liegen allerdings weiterhin unter dem Niveau von 2019 mit damals 87.145 Fällen. Die Aufklärungsquote betrug 2025 lediglich 14,1 Prozent.

Ein Einbruch bedeutet für Betroffene häufig weit mehr als den Verlust von Wertgegenständen. Besonders die Verletzung der Privatsphäre und das beeinträchtigte Sicherheitsgefühl können langfristige Folgen haben. Umso wichtiger ist es, mögliche Schwachstellen am eigenen Zuhause frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen.

Mechanische Sicherungen erschweren Einbrüche

Dass vorbeugende Maßnahmen wirken können, zeigt der hohe Anteil gescheiterter Einbruchsversuche. Im Jahr 2025 blieben 44,9 Prozent aller registrierten Wohnungseinbrüche im Versuchsstadium stecken. Nach Angaben der Polizei tragen dazu unter anderem geeignete Sicherungstechniken bei.

Besonders wichtig ist die mechanische Sicherung von Fenstern und Türen. Einbruchhemmende Beschläge, stabile Schlösser und zusätzliche Sicherungen können das gewaltsame Eindringen erheblich erschweren. Auch aufmerksame Nachbarn und das richtige Verhalten im Alltag leisten einen Beitrag zur Sicherheit.

Neben Wohnungen und Wohnhäusern geraten auch Keller, Dachböden und gemeinschaftlich genutzte Räume ins Visier von Dieben. Im Jahr 2025 registrierte die Polizei bundesweit 92.870 entsprechende Diebstähle. Besonders hochwertige Fahrräder und Elektroräder gehören dabei zu den begehrten Beutestücken.

Kostenlose Beratung durch die Polizei

Rund um den Tag des Einbruchschutzes informieren Polizei, Fachbetriebe und Versicherungen über geeignete Schutzmaßnahmen. Wer sein Zuhause sicherer machen möchte, kann sich außerdem an eine kriminalpolizeiliche Beratungsstelle wenden. Dort erhalten Interessierte eine kostenlose und neutrale Beratung zu sinnvollen Sicherungsmöglichkeiten.

Sollte es dennoch zu einem Einbruch kommen, empfiehlt die Polizei, umgehend den Notruf 110 zu wählen und am Tatort möglichst nichts zu verändern. Spuren sollten nicht beseitigt und entwendete Gegenstände für die Schadensmeldung dokumentiert werden. Auch die Versicherung sollte zeitnah informiert werden. (red/mg)


UNTERNEHMEN DER REGION

Meistgelesen