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Der Kreis sagt DANKE

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Eutin. (tj) 28 Familienhelferinnen und 14 Patinnen sowie alle 10 Koordinatorinnen der sieben Familienzentren mit den Frühen Hilfen im Kreisgebiet folgten der Einladung des Kreises zum Treffen der Familienpat:innen und Familienhelfer:innen der Familienzentren in Ostholstein in die Orangerie im Schlossgarten des Eutiner Schlosses. „Mit diesem Treffen möchte wir Ihnen allen, liebe ehrenamtliche Helferinnen wie Koordinatorinnen, unseren Dank für die tolle, im vergangenen Jahr geleistete Unterstützung in den Familienzentren und in den von Ihnen betreuten Familien aussprechen. Gleichzeitig möchten wir Ihnen heute aber auch die Gelegenheit geben, sich näher kennenzulernen und Ideen, Tipps und Erfahrungen auszutauschen, die Ihre beeindruckenden und fürsorglichen Hilfsangebote vielleicht bereichern können“, begrüßte Simone Tackenberg, Leiterin des Fachbereiches Soziales, Jugend, Bildung und Sport, die zahlreich erschienenen Gäste. „Ihre Arbeit ist enorm wichtig für die vielen Familien, die gerade in diesen schwierigen Zeiten Unterstützung suchen und bei Ihnen kompetente und engagierte Hilfe finden.“ Martina Wackernagel, die für die Förderung der Familienzentren mit den Frühen Hilfen verantwortliche sozialpädagogische Mitarbeiterin beim Kreis Ostholstein, ergänzt: „ Wie unverzichtbar und hilfreich Ihre Arbeit ist, aber auch benötigt wird, zeigt sich schon daran, dass die Familienhelfer:innen im gesamten Kreisgebiet 2021 trotz Corona über 150 zeitlich begrenzte Einsätze hatten, Patinnen und Paten, die in der Regel länger in den Familien bleiben als die Familienhelfer:innen, halfen in rund 20 Familien. Die Anerkennung gelte aber nicht nur den ehrenamtlichen Helfer:innen, sondern auch den hauptamtlichen Koordinatorinnen, die die Ehrenamtlichen fürsorglich betreuten und für sie und deren Anliegen immer ein offenes Ohr hätten. Nach der Begrüßung fanden sich alle zu einer Kennlernaktion draußen vor der Orangerie ein. Unter der Leitung von Wackernagel konnten sich die Teilnehmerinnen über besondere Momente in ihrer Arbeit austauschen. „Wenn ich in die Familie komme und mir die Kinder freudestrahlend entgegenlaufen, das sind solche Momente,“ bekräftigten einige Teilnehmerinnen. Bei einer anschließenden Kaffeerunde, einer Führung durch den Küchengarten und weiterer Teile des Schlossparks sowie einem gemeinsamen Imbiss zum Ausklang des Treffens konnten neue Kontakte geknüpft und Gespräche vertieft werden. Alle Teilnehmerinnen zeigten sich begeistert von diesem großen Treffen und den ausgetauschten Erfahrungen und waren sich einig, dass ein solches gemeinsames Treffen gerne jedes Jahr durchgeführt werden sollte. Was machen ehrenamtliche Helferinnen der Frühen Hilfen? Wenn Babys geboren werden, kommt auf junge Eltern viel Neues zu. Immer wieder unsicher im Umgang mit dem eigenen Kind zu sein, gehört zum Elternsein dazu. Wenn die Unsicherheiten zunehmen oder Eltern die Kraft ausgeht, kann es zu herausfordernden Situationen in Familien kommen. „Es ist ein großer Schritt für Eltern zu erkennen, dass ihre Anstrengungen manchmal nicht reichen, und ein noch größerer Schritt ist es dann, Hilfe zu suchen,“ so Martina Wackernagel. Die Koordinatorinnen der Familienzentren mit den Frühen Hilfen sind für hilfesuchende Eltern die erste Anlaufstelle. Gemeinsam mit den Eltern finden sie heraus, welches Angebot passt. Die Bandbreite der Angebote ist dabei groß und reicht von Vorträgen und Beratungen über Babytreffs bis hin zu Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderpflegerinnen, die für eine bestimmte Zeit im Umgang mit Säuglingen helfen und sogar ins Haus kommen. Gibt es Unterstützungsbedarf bei der Erziehung oder der Organisation des Alltags, sind es die Familienhelferinnen und Familienhelfer, die ins Haus kommen und - meist zeitbegrenzte - Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Wie genau die Hilfe dann im Einzelnen aussehen soll, wird gemeinsam mit den Eltern besprochen. Familienpatinnen und Familienpaten dagegen schenken ihre Zeit den Familien auch über längere Zeiträume und übernehmen dabei so manches Mal die Rolle von „Ersatzgroßeltern“. Sie haben ein offenes Ohr für die Alltagssorgen von Eltern und unterstützen schon mal tatkräftig in dem sie im Alltag entlasten, in dem sie mit den Kindern auf den Spielplatz gehen, vorlesen oder schon mal größeren Geschwistern bei den Hausaufgaben helfen. Wie werde ich Familienhelfer:in oder Familienpat:in? „Gerade jetzt, in der Zeit nach den starken Corona-Einschränkungen, ist die Zahl der Familien mit Unterstützungsbedarf in den Familienzentren stark angestiegen, so dass ehrenamtliche Familienhelfer:innen und besonders Familienpat:innen gesucht werden, auch Männer sind hier herzlich willkommen! Wer neugierig geworden ist und Freude an diesen Tätigkeiten hat und Eltern behutsam in ihrer Erziehungsaufgabe unterstützen möchte, kann sich sehr gern im Familienzentrum in der Nähe melden. Die jeweiligen Koordinatorinnen stellen dann gern die verschiedenen Möglichkeiten für ein Ehrenamt vor, und auch wie man auf so eine Aufgabe vorbereitet wird,“ so Wackernagel. Die Kontaktdaten der Familienzentren sind auf der Internetseite www.familienzentren-ostholstein.dezu finden.


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