Reporter Eutin

Hans-Peter und Annette Flindt gestalteten die diesjährige Ältermannübergabe sehr persönlich

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Oldenburg. (eb). Am zurückliegenden Sonnabend freuten sich „Tweet Öllst“ Hans-Peter Flindt und seine Ehefrau Annette über eine große Gästeschar, die ihrer Einladung zur Ämterübergabe in der Oldenburger St. Johannis Toten- und Schützengilde von 1192 e.V. in die Räume des Bildungs- und Kulturzentrums in der Göhler Straße 56 gerne gefolgt waren. Mit dabei waren auch ihre beiden Söhne, was der im Gildejahr traditionell bedeutsamen Zusammenkunft auch eine familiäre Note verlieh. Pünktlich um 19.00 Uhr wies Major Fred Asmußen allen Gästen die Plätze an der festlich gestalteten Tischrunde im hübsch geschmückten Raum an und „Tweet Öllst“ Hans-Peter Flindt übernahm abermals die Begrüßung der Gäste, zu denen erstmalig auch Oldenburgs neuer Bürgermeister Jörg Saba zählte. Dessen Amtsvorgänger Martin Voigt dankte Ältermann Flindt für sein stetes Wirken zugunsten der altehrwürdigen Gilde und für seine Unterstützung bezüglich der Renovierung der Gildestuben. Dankesworte richtete Hans-Peter Flindt auch an Pastor Andreas Gruben für die Ausgestaltung der Gildegottesdienste zu den Gildefesten sowie an Oldenburgs Ehrenbürger Günter Reinhold für dessen langjähriges Wirken in der Gilde und stets großes Engagement für die Gilde. Als Verbindungsglied zum Truppenübungsplatz Putlos, der alljährlich Schauplatz des Büchseneinschießens ist, begrüßte der Tweet Öllst Gildebruder Jens Junkersdorf. Weiterhin bedankte er sich bei Gildebruder Peter Jacobsen für seinen Einsatz beim Verein zur Förderung des Brauchtums des Vogelschießens in Oldenburg in Holstein e. V. (BraVo e.V.) und auch Gildebruder Jan-Birger Rößler erhielt Lob für seinen steten Einsatz zum Wohle der Gilde, nämlich die Förderung alten Brauchtums durch die Vermittlung der Plattdeutschen Sprache in seinen zahlreichen Kursen. Ein herzliches Willkommen richtete Hans-Peter Flindt auch an Gilderevisor Hans Musehold, Gildebote Ole Landt, Adjutant Remo Sauer, die Bier- und Weinschaffer sowie seine Zeltgemeinschaft „Dat gamle Telt“ und den Gildevorstand mit Majestät Willi Wiese, der zunächst einmal „hochleben“ durfte. Im Verlauf der Veranstaltung genossen alle Anwesenden bei ausgezeichnetem Essen und aufmerksamer Bewirtung Gemeinsamkeit bei anregendem Gedankenaustausch und erhielten von Gildeschreiber Walfried Denker eine Zusammenfassung der Gildeaktivitäten des zurückliegenden Gildejahres. Dass dabei auch mit den Finanzen seitens des Vorstands verantwortungsvoll umgegangen wurde, bestätigte Revisor Hans Musehold und ein reibungsloser Ämterwechsel komplettierte den Abend. So wurde Hans-Peter Flindt von Ottmar Smets in das Amt des 1. Ältermanns eingeführt, Hans-Peter Flindt reichte seine Ältermannutensilien an Uwe Friedrich Wolters weiter und als „dritt Öllst“ freut sich Karsten Prokoph auf seine diesjährigen Aufgaben. Mit einem „weinenden und einem lachenden“ Auge verabschiedete sich an diesem Abend auch Major Fred Asmußen aus seinem Amt. Nach 3 Jahren Dienstzeit, die er mit einem riesigen Lob für großartige Unterstützung durch Adjutant Remo Sauer abschloss, reichte er seinen Säbel an seinen Amtsnachfolger Bernd Schultz weiter. Und auch Hans-Jürgen Löschky, neuer 3. Kapitän, freute sich über den Kapitänssäbel aus den Händen des scheidenden Kapitäns Reimer Rohde. Grund zur Freude hatte auch Ottmar Smets, der für seine Verdienste als ehemaliger 1. Ältermann seitens der Stadt von Bürgervorsteherin Susanne Knees und Bürgermeister Jörg Saba mit einem silbernen Löffel geehrt wurde. Und was erwartet die St. Johannis Toten- und Schützengilde von 1192 e.V. in diesem Jahr? Zunächst einmal möchte Hans-Peter Flindt als 1. Ältermann sein Handeln für die Gilde nach der Beliebung ausrichten, dabei aber nicht in der Tradition verharren. „Es gibt keinen Stillstand und wir wollen Frohsinn sowie die Gemeinschaft pflegen“, freute sich der Ierst Öllst auf das laufende Gildejahr, für das selbstverständlich schon alle Vorbereitungen auf Hochtouren ausgerichtet sind. Viel Wert soll weiterhin auf ein ordentliches Erscheinungsbild gelegt werden. Hierzu gilt auf die Anzugsordnung zu achten, sich also stets in langer Hose und mit roter Rose am Anzug in der Öffentlichkeit zu zeigen. Und auch der 1. Gildeausflug ist schon geplant: Auf Einladung geht es für alle Interessierten Gildebrüder im Juni zum 800. Gildefest nach Bad Bevensen.


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