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Radtouren zum Radwegekonzept

Oldenburg. (tw) In diesem Jahr haben die GRÜNEN zu Rad-Erkundungstouren in Oldenburg i.H. an drei Samstagen eingeladen. Zweck dieser parteiübergreifenden Touren war die Feststellung kritischer Radwegebereiche, die einer Überarbeitung bedürfen und schließlich in dem neu zu erarbeitenden Radwegekonzept der Stadt Oldenburg i.H. Berücksichtigung finden sollen. Hierzu versammelten sich Radfahrgruppen an drei Samstagen im August und September jeweils um 10.00 Uhr auf dem Marktplatz in Oldenburg i.H. und fuhren den nordwestlichen, östlichen und südlichen Teil Oldenburgs per Fahrrad ab. Begleitet wurden die Interessenten an unterschiedlichen Samstagen von den Fahrradwege-Spezialisten Jan Karthäuser und Thomas Lange, die beide im ADFC organisiert sind und von Olaf Winkelmann. Unter Leitung von Marlies Kripke radelte die Truppe am 27.8.22 den nordwestlichen Teil Oldenburgs ab. An diesem Tag wurden die Verkehrsachsen (Burgtorstraße), Oberflächenstrukturen (Eingang Wasserquell) und Kennzeichnung von Fahrradwegen (Heiligenhafener Chaussee) unter die Lupe genommen. Für wichtig befunden wurde die Dringlichkeit einer Geschwindigkeitsreduktionen auf 30 km/h an besonders kritischen Verkehrsbereichen. Ein Beispiel hierfür ist der obere Teil der Burgtorstraße, an dem die gegenüberliegenden Häuserreihen sehr nah aneinander stehen und wenig Platz für Fußgänger, Fahrradfahrer und Autos ist. Am 3.9.22 hatten Sabine und Joachim Stratmann den Hut auf und bereiteten eine interessante Tour durch den Osten der Stadt vor. Im Focus dieser Tour standen insbesondere die zum großen Teil ungenügenden Breiten von reinen Fahrradwegen und von kombinierten Gehweg- und Radwegen (Strandstraße), aber auch die manchmal nicht ganz nachzuvollziehenden Vorfahrtsregeln für Radfahrer (Liliencronstraße, Schuhstraße/Hospitalstraße). Während der letzten Tour führten uns Tom Hartmann und Lissy Petersen am 10.9.22 durch den Süden der Stadt. Einen längeren Teil hielt sich die Gruppe an diesem Tage an der Unterführung der Holsteiner Straße - Richtung Bruch auf. Hier könnte ein Spiegel, der die uneinsehbaren Bereiche sichtbar machen würde, gute Dienste leisten. Interessante Gedanken kreisten an diesem Tage auch um die Innenstadt (kleine Schmützstraße), die in Oldenburg eine von Schülern stark frequentierte Achse bildet und keinen Fahrradweg aufweist. Bei einer Verkehrsberuhigung im Rahmen des Stadtentwicklungskonzeptes würde sich diese Straße als reine Fahrradstraße anbieten. Es bleibt festzustellen, dass das Interesse der Bevölkerung an einer Verbesserung des Radwegenetzes außerordentlich groß war. In diesem Beteiligungsformat wurden Probleme kritisch aus Sicht des Fahrradfahrers analysiert, diskutiert und dokumentiert. Im Rahmen dieses Berichtes konnten natürlich nicht alle Konfliktzonen angesprochen werden. Ausführliche Protokolle der einzelnen Radtouren liegen der GRÜNEN OV-Vorsitzenden, Silja Hasselmann, vor und wurden dem Bauamtsleiter, Herrn Gabriel, übergeben. Eine sofortige Behebung aller Missstände im Radwegenetz Oldenburgs wird in naher Zukunft sicherlich nur partiell möglich sein, trotzdem wird die Erstellung eines Radwegekonzeptes im Rahmen des Städtebauförderprogrammes ein erster wichtiger Schritt sein, um unsere Radwegesituation langfristig zu verbessern.


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