Reporter Eutin
Rick und Conny Somers aus den USA suchen ihre Wurzeln
Ostholstein (t). Begeistert hält Richard Somers die Kopie eines Bildes der Bergmühle, die zu Gut Löhrstorf gehörte, in Händen. Er steht jetzt auf der Erhöhung, wo einst die Mühle ihren Platz hatte. Von hier hat man einen weiten Blick über das Land und spürt den kräftigen Wind, der benötigt wurde, um die Mühlenflügel anzutreiben.
Da, wo die Mühle stand, ist jetzt ein Schuppen zu sehen. Allerdings existiert noch das alte Wohnhaus des Müllers und seiner Mühlenarbeiter. An der Stirnseite des Hauses steht die Jahreszahl 1842. Sicher hat es hier aber auch davor bereits ein Gebäude gegeben, das für den Mühlenbetrieb genutzt wurde.
Hier begann die Geschichte von Richard Somers‘ Vorfahren. Ernst August Friedrich Stellmann wurde am 14. März 1767 in der Nähe von Neukirchen geboren. 1796 war er Müllergeselle auf der Segalendorffer Mühle, 1799 arbeitete er als Bergmüller auf der Löhrstorfer Bergmühle. Dort wurde am 30. Dezember 1811 sein Sohn Ernst August Stellmann geboren. 1836 starb Ernst August Friedrich Stellmann als Müller auf der Harmsdorfer Mühle. Sein Sohn Ernst August Stellmann wurde dann Mühlenpächter auf der Harmsdorfer Mühle, bis er von Ostholstein nach Schwansen an der Schlei ging, um dort als Parzellist zu arbeiten. Am 25. November 1887 wurde er in Sieseby in Schwansen bestattet, wo es heute noch eine Grabstelle der Familie Stellmann gibt.
Sein Sohn Wilhelm Friedrich – später William – Stellmann, der 1843 in Harmsdorf geboren wurde, emigrierte 1865 von Schwansen aus in die USA. Er starb 1918 in Manhattan und war der Großvater von Richard Somers.
Richard Somers hat erst nach langer Suche seine Vorfahren gefunden. Zum Geburtstag vor einigen Jahren hat seine Frau Conny ihm die genealogische Erforschung seiner Familie geschenkt. Allerdings stellte die mit der Forschung beauftragte Genealogin relativ schnell fest, das sämtliche Suchen nach den Vorfahren des Vaters von Richard Somers ins Leere liefen. Ein DNA-Test führte zunächst zu keinem Ergebnis. Acht Monate später meldete sich jedoch Bill aus einem anderen Bundesstaat in den USA und teilte Richard Somers mit, dass er aufgrund der DNA-Ergebnisse höchstwahrscheinlich mit ihm relativ eng verwandt sei. Die Genealogin nahm den Faden wieder auf und führte mit beiden intensive Gespräche, die zum Ergebnis führten, dass Richard und Bill Cousins sind.
Es stellte sich heraus, dass der 1904 geborene Vater von Richard Somers im Alter von 15 Jahren seinen Wohnort in New York ohne Kenntnis seiner Familie verließ. Vermutlich ist er als blinder Passagier auf einem Güterzug mitgefahren und hat dort 40 Stunden auf dem Dach eines Zuges nach Texas zugebracht.
In der neuen Heimat angekommen brach der Vater von Richard Somers weitere Brücken ab. Er änderte seinen Namen, der ursprünglich Stellmann war, in Somers. Was ihn dazu bewegt hat, hat sein Sohn bis heute noch nicht herausgefunden.
Durch den Kontakt zu seinem Cousin Bill, der wiederum Kontakt zu einem anderen Verwandten in Hamburg hatte, eröffnete sich für Richard Somer plötzlich eine verloren geglaubte Familie, die Richard Somers näher erforschen wollte.
Richard Somers nahm Kontakt zum Verein Schleswig-Holsteinische Familienforschung e.V. auf, um mehr über seine schleswig-holsteinischen Vorfahren zu erfahren. Dr. Klaus Kohrt, Vorsitzender des Vereins, hat den Stammbaum der Familie Stellmann erforscht und dokumentiert sowie das Besuchsprogramm für Schwansen vorbereitet. Für Ostholstein hat Carsten Ingwertsen-Martensen, Stellvertretender Vorsitzender, diese Aufgabe übernommen.
Der Verein Schleswig-Holsteinische Familienforschung e.V. ist seit 1948 ein kompetenter Partner für die Familienforschung in Schleswig-Holstein. Neben Auskünften, Beratung und Hilfe zur Selbsthilfe bei Fragen zur Familienforschung steht die Kooperation und der Informationsaustausch mit befreundeten Vereinen und Arbeitsgruppen und -kreisen im Vordergrund.
Für Richard Somers und auch für seine Frau Conny war es ein überwältigendes Erlebnis, die Orte seiner Vorfahren mit eigenen Augen zu sehen. Natürlich haben sich die Örtlichkeiten verändert – die Mühlen und Wohngebäude existieren zum großen Teil nicht mehr. Dennoch spürten beide die Geschichte von Richard Somers und waren darüber sehr glücklich.
Viele lokale Expertinnen und Experten gaben Informationen zu den besuchten Orten und zur Regionalgeschichte, sodass das Ehepaar Somers mit vielen intensiven Eindrücken wieder in Richtung Texas zurückreisen konnte.
Da, wo die Mühle stand, ist jetzt ein Schuppen zu sehen. Allerdings existiert noch das alte Wohnhaus des Müllers und seiner Mühlenarbeiter. An der Stirnseite des Hauses steht die Jahreszahl 1842. Sicher hat es hier aber auch davor bereits ein Gebäude gegeben, das für den Mühlenbetrieb genutzt wurde.
Hier begann die Geschichte von Richard Somers‘ Vorfahren. Ernst August Friedrich Stellmann wurde am 14. März 1767 in der Nähe von Neukirchen geboren. 1796 war er Müllergeselle auf der Segalendorffer Mühle, 1799 arbeitete er als Bergmüller auf der Löhrstorfer Bergmühle. Dort wurde am 30. Dezember 1811 sein Sohn Ernst August Stellmann geboren. 1836 starb Ernst August Friedrich Stellmann als Müller auf der Harmsdorfer Mühle. Sein Sohn Ernst August Stellmann wurde dann Mühlenpächter auf der Harmsdorfer Mühle, bis er von Ostholstein nach Schwansen an der Schlei ging, um dort als Parzellist zu arbeiten. Am 25. November 1887 wurde er in Sieseby in Schwansen bestattet, wo es heute noch eine Grabstelle der Familie Stellmann gibt.
Sein Sohn Wilhelm Friedrich – später William – Stellmann, der 1843 in Harmsdorf geboren wurde, emigrierte 1865 von Schwansen aus in die USA. Er starb 1918 in Manhattan und war der Großvater von Richard Somers.
Richard Somers hat erst nach langer Suche seine Vorfahren gefunden. Zum Geburtstag vor einigen Jahren hat seine Frau Conny ihm die genealogische Erforschung seiner Familie geschenkt. Allerdings stellte die mit der Forschung beauftragte Genealogin relativ schnell fest, das sämtliche Suchen nach den Vorfahren des Vaters von Richard Somers ins Leere liefen. Ein DNA-Test führte zunächst zu keinem Ergebnis. Acht Monate später meldete sich jedoch Bill aus einem anderen Bundesstaat in den USA und teilte Richard Somers mit, dass er aufgrund der DNA-Ergebnisse höchstwahrscheinlich mit ihm relativ eng verwandt sei. Die Genealogin nahm den Faden wieder auf und führte mit beiden intensive Gespräche, die zum Ergebnis führten, dass Richard und Bill Cousins sind.
Es stellte sich heraus, dass der 1904 geborene Vater von Richard Somers im Alter von 15 Jahren seinen Wohnort in New York ohne Kenntnis seiner Familie verließ. Vermutlich ist er als blinder Passagier auf einem Güterzug mitgefahren und hat dort 40 Stunden auf dem Dach eines Zuges nach Texas zugebracht.
In der neuen Heimat angekommen brach der Vater von Richard Somers weitere Brücken ab. Er änderte seinen Namen, der ursprünglich Stellmann war, in Somers. Was ihn dazu bewegt hat, hat sein Sohn bis heute noch nicht herausgefunden.
Durch den Kontakt zu seinem Cousin Bill, der wiederum Kontakt zu einem anderen Verwandten in Hamburg hatte, eröffnete sich für Richard Somer plötzlich eine verloren geglaubte Familie, die Richard Somers näher erforschen wollte.
Richard Somers nahm Kontakt zum Verein Schleswig-Holsteinische Familienforschung e.V. auf, um mehr über seine schleswig-holsteinischen Vorfahren zu erfahren. Dr. Klaus Kohrt, Vorsitzender des Vereins, hat den Stammbaum der Familie Stellmann erforscht und dokumentiert sowie das Besuchsprogramm für Schwansen vorbereitet. Für Ostholstein hat Carsten Ingwertsen-Martensen, Stellvertretender Vorsitzender, diese Aufgabe übernommen.
Der Verein Schleswig-Holsteinische Familienforschung e.V. ist seit 1948 ein kompetenter Partner für die Familienforschung in Schleswig-Holstein. Neben Auskünften, Beratung und Hilfe zur Selbsthilfe bei Fragen zur Familienforschung steht die Kooperation und der Informationsaustausch mit befreundeten Vereinen und Arbeitsgruppen und -kreisen im Vordergrund.
Für Richard Somers und auch für seine Frau Conny war es ein überwältigendes Erlebnis, die Orte seiner Vorfahren mit eigenen Augen zu sehen. Natürlich haben sich die Örtlichkeiten verändert – die Mühlen und Wohngebäude existieren zum großen Teil nicht mehr. Dennoch spürten beide die Geschichte von Richard Somers und waren darüber sehr glücklich.
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