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Weltkindertag: ‚Gewalt ist mehr, als du denkst’

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Foto: hfr

Kiel. (hfr) Das Bewusstsein, dass auch psychische Gewalt an Kindern und Jugendlichen massive Langzeitfolgen bewirken kann, ist in unserer Gesellschaft noch viel zu wenig ausgeprägt. „Wer sein Kind beschämt, kritisiert oder demütigt, der übt Gewalt aus. Das Recht auf gewaltfreie Erziehung beinhaltet nicht nur den Verzicht auf körperliche Bestrafungen, sondern auch auf seelische Verletzungen. Das ist vielen Menschen gar nicht bewusst“, ordnet Irene Johns, Landesvorsitzende des Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein, ein.
Aminata Touré, Ministerin für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung, hat die Schirmherrschaft der Kampagne für Schleswig-Holstein übernommen – und priorisiert damit dieses sensible Thema. „Wir wollen ein deutliches und öffentliches Zeichen gegen psychische Gewalt an Kindern setzen – weil auch Worte Gewalt sein können, weil sie mächtig sind und nachhaltig wirken“, erklärt die Ministerin zum Start der Kampagne eindrücklich. Staatssekretär Johannes Albig stellt gemeinsam mit Irene Johns und Oliver Stolz, dem Präsidenten des Sparkassen- und Giroverbandes Schleswig-Holstein, die eingängigen wie eindrucksvollen Kampagnenmotive vor. „Es ist der richtige Zeitpunkt, um dieses wichtige Thema anzugehen und den Leidensdruck, den psychische Gewalt erzeugen kann, endlich einmal deutlich zu machen“, ist der Staatssekretär überzeugt.
Die Sparkassen sind ein langjähriger starker Ko-
operationspartner des Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein. „Es ist gut, Sie als Verband bei dieser Kampagne im Schulterschluss an unserer Seite zu wissen“, so Irene Johns, „weil wir gemeinsam mehr bewegen können.“ Die Sparkassen in Schleswig-Holstein starten mit der Verbreitung der Kampagnenmotive über ihre eigenen Kanäle und Netzwerke landesweit: in den Filialen vor Ort, über ihre Internetfilialen und über Social Media. „Wir freuen uns, damit zur Sichtbarkeit der Kampagne beitragen zu können“, erklärt Oliver Stolz, Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein. „Die Bedürfnisse von Kindern sind von uns allen zu achten: in Bezug auf ihre Entwicklung, ihre Förderung, ihren Schutz und auch ihre Mitbestimmung; deswegen sind wir seit vielen Jahren Partner und Förderer des Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein“, so Stolz.
Und Irene Johns verdeutlicht noch einmal das Ziel dieser Kampagne: „Sie soll sichtbar machen, was viel zu oft im Verborgenen bleibt und schwere seelische Verletzungen für Kinder mit sich bringen kann. Unser Ziel ist es, für dieses Thema zu sensibilisieren und zum Nachdenken darüber anzuregen, mit welcher inneren Haltung Kindern begegnet wird. Dabei können Kinder sich am wenigsten wehren“, so die Landesvorsitzende.
Die Kampagne wird durch Printplakate und Share-Pics für Social Media landesweit sichtbar; gemeinsam mit Kooperationspartnern nutzt der Kinderschutzbund verschiedene Kanäle, um dieses sensible Thema weitestmöglich zu streuen. Der Kinderschutzbund stellt die Kampagnenmotive als Druckvorlagen für Plakate (DIN A1-DIN A4) sowie die Share-Pics in einem Downloadcenter auf seiner Homepage zur Verfügung: www.kinderschutzbund-sh.de


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