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Erinnerungen an den Berlin Marathon vor 30 Jahren!

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Otto Rosenke und Uwe Ettrich

Otto Rosenke und Uwe Ettrich

Oldenburg. (or) Historisch war er allemal, der Marathonlauf am 30. September 1990. Erstmals seit über 45 Jahren führte der Berlin-Marathon durch beide Teile der Stadt. Bei diesem besonderen Sportereignis waren auch 2 Oldenburger Freizeitsportler dabei: Wir nämlich, Uwe Ettrich und Otto Rosenke. Wie kommt man eigentlich dazu, an einem derart strapaziösen Lauf über 42,195 km teilzunehmen?
Viele Jahre sind wir regelmäßig Strecken zwischen 5 und 10 km im Oldenburger Bruch gelaufen. Nachdem in 1989 ein Bekannter von uns erfolgreich am Hamburg Marathon teilgenommen hatte, packte auch uns das Lauffieber. Das Training wurde sofort auf 3 Läufe pro Woche gesteigert und die Laufstrecke von Monat zu Monat verlängert. Am 17.09.1990 war die Generalprobe: ein 3,5 Stundenlauf! Es hat geklappt. Sehr erschöpft, aber hochzufrieden stand nun fest: Berlin, wir kommen.
Bereits am Freitagnachmittag begann unser Marathon-Abenteuer. Wir reisten mit einem Wohnmobil an. Direkt vor dem Messezentrum am Funkturm fanden wir einen sehr guten Parkplatz. Nachdem wir die Startunterlagen empfangen hatten, besuchten wir die Marathon Messe. Das Angebot an Laufschuhen und anderen Sportartikeln ließ die Herzen höher schlagen. Am Samstagmorgen nahmen wir an dem Frühstückslauf teil, der vom Schloss Charlottenburg bis zum Olympiastadion führte. Dort gab es für die rund 13000 Teilnehmer ein reichhaltiges Frühstück. Am Nachmittag besuchten wir die „Pasta-Party“ im Sommergarten des Messegeländes. Bei herrlichem Sonnenschein gab es ein vorzügliches Nudelgericht - gesponsert von einer italienischen Nudelfirma - und reichlich viel Malzbier. Durch das Rahmenprogramm mit Musik und aktuellen Berichten rund um den Marathon führte der ARD-Sportreporter Rubenbauer. Ein ökumenischer Gottesdienst in der überfüllten Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche beendete sehr stimmungsvoll den Marathon-Vortag. Am Sonntag war es dann endlich soweit. Der Regierende Bürgermeister Walter Momper gab um 9.00 Uhr den Startschuss zum Berlin Marathon 1990. Gut 25000 Läufer setzten sich auf der „Straße des 17. Juni“ in Bewegung. Nachdem bald die Siegessäule umlaufen war, kam es nach 3,2 km zu einem denkwürdigen Augenblick. Wir durchliefen das Brandenburger Tor, nationales Symbol der jahrzehntelangen Teilung und jetzt der Einheit. Nach ca. 8 km Ost-Berlin (Unter den Linden, Karl-Marx-Allee, Alexanderplatz, Potsdamer Platz usw.) erreichten wir wieder den Westteil der Stadt. Bei einigen Erfrischungsständen kamen wir leider zu spät, die Bananen und Getränke waren bereits vergriffen. Nach ca. 2 Stunden machten sich erste Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Dazu hörten wir von radiohörenden Zuschauern die Nachricht, dass der Sieger bereits im Ziel sei. Oh, oh, der war schon im Ziel und wir beide? Gut 20 km lagen noch vor uns. Rund 1 Million Zuschauer, die diesen denkwürdigen Marathonlauf begleiteten, unterstützten uns mit Musik und ständigen Anfeuerungsrufen. Nach gut 4 Stunden hatten wir endlich den Kurfürstendamm, die 2 km lange Zielgerade, erreicht. Plötzlich Anfeuerungsrufe für uns beide. Horst und Erika Schramke aus Oldenburg unterstützten uns lautstark. Ein tolles Erlebnis so kurz vor dem Ziel. Das gab uns noch einmal etwas Kraft. Wir erreichten nach rund 4,5 Stunden das langersehnte Ziel. Geschafft! Der erste und einzige Marathonlauf unseres Lebens. Stolz nahmen wir die verdiente Erinnerungsmedaille in Empfang und machten uns dann auf den Weg zu unserem Wohnmobil. Hier stand erstmal Erholung auf dem Programm. Wohlbehalten und in bester Stimmung sind wir am Montagnachmittag in Oldenburg angekommen. Der „Berlin Marathon 1990“ war für uns ein voller Erfolg.


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