Reporter Eutin

Der „Schandfleck“ verschwindet

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Heikendorf (kud). Zehn Jahre lang verwandelte sich das „Haus am Meer“ in Heikendorf nach und nach in ein „Dornröschengrundstück“. Spaziergänger standen nicht selten entsetzt vor der zunehmend verfallenden Bauruine. Jetzt gibt es endlich einen neuen Plan für diesen Platz in erster Reihe. 15 neue Ferienwohnungen werden entstehen und ein Bistro mit Außenterrasse.
Eine gute Nachricht für alle, die ihren Urlaub direkt vor den Toren Kiels planen, gleichzeitig aber Ruhe suchen und den ungetrübten Blick auf die Förde. Bürgermeister Tade Peetz: „ Wir als Gemeinde sind außerordentlich erfreut darüber, dass damit ein wenig erfreuliches Kapitel der städtebaulichen Entwicklung beendet werden kann.“ Die Aspekte Sport, Spiel, Erholung habe sich die Gemeinde für die Nutzung als Hauptziel vorgenommen. „Das erreichen wir mit diesem Konzept. Vermutlich bereits im Dezember soll mit dem Abriss begonnen werden. Danach gehen wir je nach Wetterverhältnissen im Winter von einer etwa einjährigen Bauzeit aus und hoffen, dass dieses attraktive Angebot dann ab Beginn der Saison 2012 allen Erholungssuchenden zur Verfügung stehen wird.“ Aber auch auf einen zweiten Gewinn spekuliert die Gemeinde. Peetz: „Der Investor hat signalisiert, dass er auch bereit wäre, den seit 20 Jahren brachliegenden Anleger Altheikendorf wieder zu revitalisieren.“ Das werde aber von den Kosten für eine solche Maßnahme abhängen. Denn vor dem Anleger erschweren riesige Steine bei Niedrigwasser die Zufahrt. Einen touristischen Nutzen hätte nicht nur die Gemeinde von einer Wiederbelebung des Anliegers. Peetz: „Ausflügler könnten schon hier aussteigen und den Fördewanderweg entlang der Förde erkunden. Aber auch die Feriengäste hätten so eine sehr komfortable Möglichkeit, das Auto einmal stehen zu lassen und statt dessen mit dem Fördedampfer nach Kiel oder Laboe fahren.“

18 Monate ist Tade Peetz nun neuer ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Heikendorf. Im Hauptberuf ist er Lehrer mit reduzierter Stundenzahl. Außerdem beeinflusst er als Mitglied des Kreistages die Geschicke der Region. „Das ist sehr viel Arbeit. Es gibt Wochen, in denen ich keinen Abend Zuhause bin. Aber es macht mir sehr viel Spaß, Dinge zu bewegen. Um eine Gemeinde wie Heikendorf mit viel Leben zu erfüllen, gilt es für die Kommunalpolitiker im Gemeinderat, die bunte Vielfalt an Vereinen und Verbänden, nach allen Kräften zu unterstützen, denn sie prägen das soziale Leben im Ort.“ Die örtlichen Institutionen in das Geschehen einzubinden, das sehe er als eine seiner wichtigsten Aufgaben. Deshalb ist er gern auf „Besuchstour“. „Nur in Gesprächen mit den Vereinen und Verbänden erfahre ich, welche Bedüfnisse sie haben, wo der Schuh drückt und was wir als Gemeinde unterstützend für deren Arbeit unternehmen können.“ Dass dabei die Familie immer mal wieder etwas zu kurz kommt, bleibt nicht aus. Aber: „Ich kann nun mal nicht anders.“

Auf dem Bürgermeisterschreibtisch lauern in sorgsam gestapelten Ordnern die nächsten Projekte, die in Angriff genommen werden müssen, um den Ort weiterzuentwickeln. Da ist der Fördewanderweg vom Adler bis zum Anleger Möltenort. Chic soll es werden, das Stück Weg, das derzeit noch das Stiefkind des Gesamtweges ist, trotz seiner hervorragenden Lage. Mit dem Umbau soll am Ende der Saison 2020 begonnen werden. Da ist als Dauerbrenner die Fortentwicklung des Innerortsbereiches. Seit Jahren plant die Gemeinde, das Stück vom Schulredder bis zum Schmiedeplatz neu zu beleben. Peetz: „Wir möchten diesen Bereich durch die Ansiedlung attraktiver Einzelhandelsgeschäfte zu einer einladenen Flaniermeile zu machen.“ Als Ankerpunkte sollen zwei Supermärkte dienen. Die Planungen, so Peetz, schreiten gut voran.

Etwas abseits dieser Thematik, aber ebenso wichtig: ein neues Feuerwehrgerätehaus in Neuheikendorf. Peetz: „Wir suchen gerade noch einen passenden Standort. Dann muss es dringend losgehen. Das jetzige Haus entspricht in mehreren Punkten nicht mehr den Anforderungen.“


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