Reporter Timmendorf

Am 3. Mai: Gedenken an die Cap Arcona-Thielbek-Tragödie

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Der Ehrenfriedhof in Haffkrug.

Der Ehrenfriedhof in Haffkrug.

Foto: Helmut Kurth/Arbeitskreis 27. Januar Eutin

Haffkrug/Sierksdorf. Die Corona-Pandemie gefährdet nicht nur unser Leben, sondern verlangt vieles weitere von uns ab, bis zum möglichen Verlust der eigenen Existenz. Doch trotz der Schwere dieser globalen Krise hat sich unser freiheitlich demokratisches Gesellschaftssystem durch tiefgreifende Regelungen zum Schutz von Menschenleben und gleichzeitiger Abfederung sozialer ökonomischer und sozialer Härten, als handlungsfähig erwiesen. Auch die hiermit verbundenen notwendigen Debatten sind auf ein breites Verständnis gestoßen. Rechtspopulistische Bewegungen konnten glücklicherweise aus dieser Pandemie kein Kapital schlagen. Ein Indiz dafür, dass sich unser offenes Gesellschaftssystem auch bei Katastrophen dieses Ausmaßes bewährt. Dies kann im Kontext unserer historischen Vergangenheit nicht deutlich genug hervorgehoben werden, als Nazischergen, wenige Stunden vor Beendigung des Krieges in Schleswig Holstein fast 7000 Menschen in den Tod schickten. Menschen aus 24 Nationen, denen die Nazis jede Würde geraubt hatte, tätowiert mit einer Nummer auf den Armen. Die Mehrzahl der Opfer konnte nie identifiziert werden, sodass die Grabstellen auf dem Ehrenfriedhof in Haffkrug nur auf die Zahl der Opfer hinweisen.

Auch unser demokratisches System unterliegt, wie wir jetzt erfahren müssen, starken Belastungen und steht vor komplexen Herausforderungen. Um so bedeutsamer betrachtet der Arbeitskreis 27. Januar Eutin den Besuch der Gedenkstätten, der auch als Bekenntnis zur Demokratie und Unantastbarkeit der Würde des Menschen betrachtet werden soll und nie den Blick gegenüber demokratiefeindlichen und totalitären Entwicklungen anderer Staaten verschließt.

Der Besuch soll ein stilles Gedenken sein, das am Sierksdorfer Ehrenmal (vom Seehof 100 Meter Richtung Steilküste), einer gelochten Stahlstele, die an die Zahl der ermordeten KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter erinnern soll. Daneben gewährt die Stele im oberen Teil durch einen Fensterrahmen einen Blick auf die Ostsee mit einem Pfeil, der zeigen soll, wo die beiden Schiffe Cap Arcona und Thielbeck am 3. Mai 1945 in der Neustädter Bucht sanken. Die erste Angriffswelle an diesem sonnigen Tag wurde um 14.30 Uhr gestartet. Die Wassertemperatur betrug 8 Grad Celsius.

Anschließend empfiehlt der Arbeitskreis den Besuch des Ehrenmals in Haffkrug-Neukoppel mit einem Windlicht, das neben eine der 1128 Grabnummern aufgestellt werden sollte.
Der Arbeitskreis 27. Januar Eutin hofft auf einen erfüllten Tag und steht gerne für weitere Fragen (Telefon 04521-763236 oder 01520-3608698) zur Verfügung.

Helmut Kurth,
Arbeitskreis 27. Januar Eutin


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