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Bilingualer Unterricht in der „Schule am Meer“: Spielerische Vermittlung der englischen Sprache

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Travemünde. Mit Beginn des Schuljahres 2022/2023 wird an der Travemünder Schule am Meer bilingualer Unterricht (Englisch) angeboten. Seitdem verstärkt das Team der Schule Myghin Rhodes als sogenannte Native-Speaker. Myghin Rhodes ist mit der englischen Sprache aufgewachsen und vermittelt nun Schülerinnen und Schülern im Unterricht sowie in der Ganztagsbetreuung spielerisch die englische Sprache. „Am Spaß und der Freude der Kinder am Angebot wird schon jetzt der große Mehrwert des Projektes deutlich“, berichtet Schulleiterin Gesine Weinhold. Dass in der Schule am Meer ein Schwerpunkt die kindgerechte Vermittlung der englischen Sprache gelegt werden konnte, ist Ergebnis der sehr guten Zusammenarbeit zwischen der Bilingualen Erziehung in Lübeck gGmbH, der Schule am Meer und dem Kinderschutzbund Kreisverband Ostholstein e.V.“

„Die Bilinguale Erziehung in Lübeck gGmbH stellt neben ihrem fachlichen Know-how die Mittel zur Finanzierung der Personalkosten für 20 Wochenstunden für zwei Jahre zur Verfügung. Ziel ist es, das Angebot der kindgerechten Vermittlung der Englischen Sprache an der Schule am Meer langfristig fest im Alltag zu etablieren und in die Regelförderung zu überführen“, teilt Wolfgang Werner, Geschäftsführer der Bilingualen Erziehung gGmbH, mit.

 



„Bereits vor zehn Jahren kam bereits von Seiten einiger Betriebe der Wunsch auf, internationale Schulen zu verwirklichen,“ berichtet Werner. „Es ist inzwischen unter anderen erwiesen, dass Schüler einer bilingualen Schule meist aufmerksamer sind, als andere Schüler.“

Mit der Projektdurchführung wurde die Schule am Meer in Kooperation mit dem Kinderschutzbund Kreisverband Ostholstein e.V. als Träger des offenen Ganztags betraut. Der Kinderschutzbund Kreisverband Ostholstein ist ein eigenständiger Träger der öffentlichen Jugendhilfe und trägt gerne zu einem Ausbau von bilingualen Angeboten (Englisch/Deutsch) in der Offenen Ganztagsschule (OGS) bei.

 



„Diese zusätzlich zum laufenden Ganztagsbetrieb tätige Muttersprachlerin übernimmt in enger Abstimmung mit der Schulleitung Unterrichtsbegleitungen und widmet sich darüber hinaus grundsätzlich allen Aufgaben, die in der Ganztagsbetreuung üblich sind,“ erklärt der Fachbereichsleiter des Kinderschutzbundes, Matthias Thoms, und ergänzt: „Insbesondere durch die Begleitung bei allen Aktivitäten des Offenen Ganztags wie Mittagessen, Freispiel oder Gruppenaktivitäten, bei denen die englische Sprache in diesen Alltagssituationen begleitend einfließt, werden die Kinder zum Sprechen ermutigt und erleben die Sprache.“

Der Geschäftsführer des Kinderschutzbund Ostholstein, Henning Reimann, zeigt sich sehr erfreut über die schnelle und unbürokratische Umsetzung und dankte bei der Unterzeichung der Kooperationsvereinbarung allen Beteiligten.

 



Für die Hausaufgabenbetreuung, Aufsicht bei den Mahlzeiten und bei zusätzlichen Projekten ist geplant, als zweite Arbeitssprache Englisch einzuführen. Ebenso sollen folgende Aktivitäten englischsprachig angeboten werden: lockere Spielangebote für Kleingruppen, besonders im Außenbereich mit Anleitungen und Hinweisen sowie Lese- und Vorleseangebote für Kleingruppen.

Durch die intensive Kooperation zwischen der Schule am Meer, der Bilingualen Erziehung in Lübeck gGmbH und dem Kinderschutzbund Kreisverband Ostholstein e.V. wird die Schule bei der Implementierung von bilingualen Angeboten und in der Erprobungsphase unterstützt sowie organisatorisch und finanziell entlastet. Für die Schülerinnen und Schüler wird das Lernangebot der Schule auf natürliche und kindgerechte Weise deutlich ausgeweitet.

 



In Schleswig-Holstein gibt es derzeit übrigens zwölf Schulen mit bilingualer Erziehung, davon fünf in der Hansestadt Lübeck. Die Bilinguale Erziehung in Lübeck gGmbH sucht auch immer wieder Muttersprachler, die Zeit und Lust haben, ihre Sprache spielerisch zu lehren. (rk)


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