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DLRG-Rettungsschwimmer bereiten Saison vor

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Die Rettungsschwimmer der DLRG bereiten sich bereits auf die kommende Saiosn vor.

Die Rettungsschwimmer der DLRG bereiten sich bereits auf die kommende Saiosn vor.

Foto: Moritz Krebs/DLRG Haffkrug-Scharbeutz e.V.

Scharbeutz. Die Wassertemperaturen sind noch in einem Bereich, in dem nicht damit zu rechnen ist, dass sich viele Badegäste an die Strände der Lübecker Bucht begeben. Für die Verantwortlichen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind die Vorbereitungen für die kommende Saison aber schon im vollen Gange.

Die Gliederung DLRG Haffkrug-Scharbeutz e.V. organisiert, in Zusammenarbeit mit der Stabstelle des DLRG-Bundesverbandes, die Arbeit der Rettungsschwimmer an den Stränden von Niendorf/Ostsee, Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Haffkrug und Sierksdorf sowie den Badeanstalten Klingberg und Offendorf im Landesinneren.

Ab dem 15. Mai werden die Rettungsschwimmer wieder täglich für die Sicherheit der Badegäste und Strandbesucher sorgen. Bis zu 500 Einsatzkräfte werden dazu bis Mitte September nacheinander aus dem gesamten Bundesgebiet anreisen, um hier ihren ehrenamtlichen Dienst zu versehen. Eine große logistische Herausforderung, die durch Corona alles andere als einfacher geworden ist. Das geht von der Unterbringung der Einsatzkräfte, die nicht mehr in Mehrbettzimmern untergebracht werden können, bis zur Versorgung mit ausreichend Schutzmasken.

Auch die Verpflegung ist ein wichtiges Thema. Da die Rettungsschwimmer nicht mehr selbst wechselweise zum Beispiel das Frühstück zubereiten dürfen, muss dies extra gestelltes Personal übernehmen. Dies bedeutet neben der Organisation auch einen großen finanziellen Mehraufwand. „Zum Glück können wir hierbei jetzt auf Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr zurückgreifen. Auch wenn wir mit einem noch spitzeren Stift rechnen müssen“, so DLRG-Abschnittsleiter Peter Franz. „In 2020 mussten wir noch sehr auf Sicht fahren und improvisieren“.

Der zweite Vorsitzende Christian Buhk ergänzt schmunzelnd: „Als Rettungsschwimmer sind wir das Reagieren auf besondere Lagen aber gewohnt“. Auch sei die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen in den Gemeinden sehr zielorientiert und an der Sache, so dass viele Punkte unbürokratisch geklärt werden konnten. „Wir freuen uns, dass unsere wichtige Arbeit zunehmend stärker anerkannt und geschätzt wird“, ergänzt Christian Buhk.

Die besonderen Umstände haben aber nicht nur in der Organisation des Wasserrettungsdienstes ihre Herausforderungen, sondern auch in der alltäglichen Arbeit am Strand. Der erste Vorsitzende Christoph Niemann erklärt: „Abstände bei der medizinischen Versorgung einzuhalten, ist nicht einfach bis schwierig. Beim schwimmerischen Einsatz ist zum Beispeil eine Maske gar nicht zu verwenden“.

Trotzdem hatten die Wasserretter in der zurückliegenden Saison viel zu tun: Insgesamt wurden in der Lübecker Bucht 48.170 Wachstunden geleistet. Dabei leisteten die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer unter anderem rund 500 Mal erste Hilfe bei kleineren Verletzungen und hatten 50 Einsätze mit schweren, zum Teil lebensbedrohenden, Situationen für die Patienten. Aus dem Wasser wurden 21 Personen aus direkter Lebensgefahr gerettet, dazu kommen weitere schwimmerische Einsätze, präventive Maßnahmen und unter anderem auch technische Hilfeleistungen.

„Diese Zahlen zeigen die Wichtigkeit einer gut organisierten Wasserrettung“, so Christoph Niemann. „Eine Sache taucht dabei in der Statistik noch nicht einmal auf,“ ergänzt Christian Buhk, „die unzähligen kleinen Hilfen wie das Suchen vermisster Kinder oder Eltern. Auch sind unsere Rettungsschwimmer eine der Anlaufstellen für Fragen aller Art. Das geht über Tipps zur Badesicherheit, bis zur Fischbrötchenempfehlung“.

Auch wenn so recht noch keiner abschätzen kann, unter welchen Bedingungen die diesjährige Saison verlaufen wird, die Rettungsschwimmer der DLRG stehen bereit und freuen sich über jede Unterstützung und konkret über Spenden für ihre wichtige Arbeit. Kontaktaufnahme und weitere Informationen per E-Mail an info@haffkrug-scharbeutz.dlrg.de.

Spendenkonto: Sparkasse Holstein / IBAN: DE09 2135 2240 0011 0050 30 / BIC: NOLADE21HOL.


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