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Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf: Der Grundstein für das neue Haus ist gelegt

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Stockelsdorf. Der Bau eines neuen „Feuerwehrgerätehauses“ für die Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf dürfte wohl zu den Vorhaben, mit der längsten Vorlaufzeit in der Geschichte der Gemeinde Stockelsdorf zählen.

Am vergangenen Mittwochnachmittag war es dann doch endlich soweit. Rund 100 Gäste konnte Stockelsdorfs Bürgermeisterin Julia Samtleben auf der Baustelle am Bohnrader Weg zur Grundsteinlegung begrüßen. Unter ihnen auch Stockelsdorfs ehemalige Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann und Ex-Ordnungsamtchef Michael Henk, die sich schon während ihrer Amtszeiten lange mit dem Thema „Neubau Feuerwehrgerätehaus“ befasst hatten und es sich nicht nehmen ließen, diesen denkwürdigen Moment nun persönlich mitzuerleben.

Und so ging Stockelsdorfs aktuelle Verwaltungschefin auch gleich auf die lange Geschichte dieser Geschichte ein. Ihren Nachforschungen zufolge, sei das jetzige Feuerwehrhaus am Bäckergang 1954 errichtet und in den Jahren 1965, 1966, 1973, 1974, 1986 und 1996 erweitert worden.

„Zwischendurch hat es immer wieder Gespräche gegeben, dass ein neues Haus gebaut werden soll. 2006 wurde das dann konkret, 2009 hat man das Grundstück hier gefunden und 2011 beschlossen, dass hier ein Neubau entstehen soll“, sagte sie.

Die Fertigstellung sei damals für 2014 angepeilt worden. Umso mehr freue sie es, „dass wir im Jahr 2019 ja immerhin schon mit dem Bau beginnen konnten“, so Julia Samtleben. Die günstigen Witterungsverhältnisse hatten es zugelassen, dass mit den Tiefbau- und Gründungsarbeiten schon im letzten Jahr und damit vor dem eigentlichen Termin der Grundsteinlegung begonnen werden konnte.

Die Gesamtkosten für das schmucke Haus belaufen sich auf 3,7 Millionen Euro. „Auch wenn das hoch erscheint, bin ich froh , dass es bei diesen Kosten geblieben ist. Ich kenne Kollegen in anderen Bundesländern, da haben sich die Kosten von der Planung bis zur Grundsteinlegung nahezu verdoppelt. In einem Fall sogar von 5 Millionen auf 9,6 Millionen “, sagte sie. Eine Grundsteinlegung sei ein alter Brauch, um böse Geister zu vertreiben – in diesem Fall also das Feuer. In dem Zusammenhang erinnerte sie an die vielen hundert Stunden Arbeit, die in der Planung dieses Hauses steckten. „Auch ehrenamtliche Arbeit. Also das, was die Feuerwehr ausmacht. Ehrenamtliches Engagement und die Bereitschaft, immer der Gesellschaft zur Verfügung zu stehen – und das unbezahlt. Ich bin immer wieder froh, dass wir eine so gut funktionierende Feuerwehr in Stockelsdorf haben", beglücktwünschte sie die Truppe zu ihrem neuen Feuerwehrhaus und gab ihr den Wunsch mit auf den Weg, zu möglichst wenigen Einsätzen ausrücken zu müssen.

Im Namen der vielen Planer bedankte sich Architekt Burkhard Mentrup vom Architekturbüro agn Leusmann aus Hamburg anschließend für die Einladung zur Grundsteinlegung und stellte heraus, dass Grundsteinlegungen heute längst keine Selbstverständlichkeit mehr seien. Dabei handele es sich „um eine Bautradition, die eigentlich gepflegt werden sollte“, so der Architekt.

Gemeinsam mit Burkhard Mentrup, Wehrführer Roland Becker, Stefan Middeler, Architekt der Gemeindeverwaltung, dem Bauausschussvorsitzenden Jens Andermann und Bürgervorsteher Manfred Beckmann bestückte Julia Samtleben anschließend die Zeitkapseln unter anderem mit Tageszeitungen, einer aktuellen reporter-Ausgabe sowie als Glücksbringer Kleingeld, nahm die Maurerkelle entgegen und legte den Grundstein für das neue Haus.
Im Anschluss ging es im Konvoi weiter zum Bäckergang, wo die Feierlichkeiten im „alten“ Feuerwehrhaus fortgesetzt wurden.

Zahlen und Zeitplan:

Laut aktuellem Zeitplan sollen die Bauarbeiten bis Ende Dezember 2020 abgeschlossen werden. Die Übergabe an die Feuerwehr ist demnach voraussichtlich im Januar 2021 möglich.

Der Neubau umfasst eine Bruttogeschossfläche von rund 1.060 Quadratmeter. Neben dem Hauptbaukörper wird eine Fahrzeughalle mit fünf Stellplätzen errichtet, von denen einer für ein Katastrophenschutzfahrzeug des Kreises Ostholstein vorgesehen ist. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme betragen nach der Kostenrechnung 3.622.000 Euro brutto inklusive aller Nebenkosten.


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