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Kirchengemeinde Timmendorfer Strand: Pastor Karsten Wolkenhauer wurde verabschiedet

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Der Verabschiedungs-Gottesdienst von Pastor Karsten Wolkenhauer wurde kurzfristig nach draußen vor die Waldkirche verlegt.

Der Verabschiedungs-Gottesdienst von Pastor Karsten Wolkenhauer wurde kurzfristig nach draußen vor die Waldkirche verlegt.

Foto: hfr

Timmendorfer Strand. Am Reformationstag, dem 31. Oktober, wurde Pastor Karsten Wolkenhauer aus der Waldkirche in Timmendorfer Strand feierlich verabschiedet. So viele Besucher hatten sich angekündigt, dass die Kirchengemeinde den Gottesdienst kurzfristig nach draußen vor die Waldkirche verlegte. Der Mut wurde mit warmer Herbstsonne belohnt.

Bei der Entpflichtung des Pastors sagte Propst Barz: „Ja, es habe Streit gegeben, und das sei etwas ganz Normales, auch in Kirchengemeinden. Schon Paulus hätte in seiner Gemeinde in Korinth mit Streit zu tun gehabt. Wichtig sei, das nicht aus dem Auge zu verlieren, worum es geht: Um Christus selbst.“ Er dankte dem Pastor für die vielen neuen Ideen und Initiativen, für seine starken Predigten und, dass er in der Coronazeit und trotz eigener Corona-Erkrankung immer das Wohl der ganzen Kirchengemeinde fest im Blick gehabt habe.

Der Pastor hielt seine Abschieds­predigt über letzte Worte, letzte Worte von Jesus an seine Jüngerinnen und Jünger, bei Matthäus. Die „Komm-Struktur“ der Kirche sei endgültig vorbei, es würde keinesfalls ausreichen, einfach nur die Tür aufzumachen und zu warten, dass jemand kommt. Auch, wenn das Angebot noch so wertvoll und gut sei. Kirche müsse rausgehen, hingehen zu anderen, an deren Orte und in deren Sprache mit ihnen sprechen. Sonst würden die Menschen nur Hokuspokus verstehen, wie zur Zeit Luthers. Dass die Botschaft der Kirche verständlich gemacht wurde, das sei wirklich ein Grund zum Feiern am Reformationstag, sie müsse immer wieder neu verständlich gemacht werden.

Timmendorfer Strands Bürgervorsteherin Anja Evers sagte im Verabschiedungs-Gottesdienst in ihrem Grußwort: „Heute wird die Wertschätzung, die Sie, lieber Herr Pastor Wolkenhauer, sich im Laufe des Wirkens in unserer Gemeinde für ihre Bürgerinnen und Bürger erworben haben, noch einmal in beeindruckender Weise deutlich. Das zeigt die große Anzahl der Menschen, die Sie heute verabschieden und Ihnen gute Wünsche mit auf den Weg geben.“

Evers sagte weiter: „Sie haben Ihre ganze Kraft und Ihren Einsatz für die Menschen in unserem Gemeindewesen eingesetzt und dabei über den seelsorgerischen Auftrag Ihrer Kirche hinaus gewirkt. Sie haben Steine aus dem Weg geräumt, wo Ihnen das notwendig erschien und möglich war. Sie – und wir alle – haben die Erfahrung machen dürfen, dass sich häufig mehr bewegen und bewirken lässt, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Nächstenliebe im ursprünglichen Sinn war und ist die Leitidee für Ihr Handeln. Damit haben sie nicht selten auch ansteckend gewirkt. Davon zeugen die zahlreichen Initiativen zur Linderung von materieller und seelischer Not, die auf Ihren Anstoß und Ihre motivierende Begleitung zurückgehen. Für viele Menschen waren Sie mehr als ein Hoffnungsträger in auswegloser Situation.“

Das Wirken von Pastor Wolkenhauer hat Spuren in der Gemeinde hinterlassen, so Anja Evers. „Spuren, die sichtbar und spürbar sind und denen Menschen auch weiterhin in Ihrem Sinne folgen werden.“ Dafür hat sich die Bürgervorsteherin im Namen der Gemeinde Timmendorfer Strand, auch im Namen von Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke und den Bürgerinnen und Bürgern, sowie auch ganz persönlich bei Pastor Karsten Wolkenhauer bedankt.

„Wir wünschen Ihnen eine gute und erfüllende Zeit an Ihrem neuen Wirkungsort. Uns wünschen wir, dass Sie die Zeit in unserer Gemeinde und Ihre Begegnungen mit den Menschen hier in guter Erinnerung behalten,“ so Anja Evers zum Ende ihrer Rede.

Das Kirchenlied zum Abschluss setze einen frohen, versöhnlichen und programmatischen Ton: „Nun aufwärts froh den Blick gewandet, und vorwärts fest den Schritt.“ Zukünftig wird Pastor Wolkenhauer in Ratzeburg arbeiten.


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