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Marode Bahnhofstraßen-Brücke: Ab Ende Oktober nur noch einspurig befahrbar

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Noch ist die alte Brücke in der Bahnhofstraße, die über die B 76 führt, in beiden Richtungen befahrbar, aber ab dem 26. Oktober wird die marode Brücke aus Sicherheitsgründen nur noch einspurig befahrbar sein und dafür eine Ampelanlage installiert.

Noch ist die alte Brücke in der Bahnhofstraße, die über die B 76 führt, in beiden Richtungen befahrbar, aber ab dem 26. Oktober wird die marode Brücke aus Sicherheitsgründen nur noch einspurig befahrbar sein und dafür eine Ampelanlage installiert.

Foto: René Kleinschmidt

Tdf. Strand. Eigentlich sollte die in die Jahre gekommene Brücke in der Bahnhofstraße, die in Timmendorfer Strand über die B 76 führt, bereits im vergangenen Herbst einem Neubau weichen. Da aber ein Grundstückseigentümer nahe der Brücke die Zustimmung verweigerte, für die Bauarbeiten notwendiges Areal auf seinem Grundstück zur Verfügung zu stellen, wurde bisher nichts aus dem Bauvorhaben. Dafür wurde im vergangenen Jahr der Abriss und Neubau der B 76-Brücke über die L 181 vorgezogen. Der Baubeginn war hier eigentlich für diesen Herbst terminiert. Ende August konnte die neue Brücke schließlich für den Verkehr freigegeben werden („der reporter“ berichtete).
Doch wie geht es mit der maroden Bahnhofstraßen-Brücke weiter? „Mit den betroffenen Anwohner*innen laufen Verhandlungen unter Einbeziehung der Gemeinde Timmendorfer Strand. Der LBV.SH hat die Bauvorbereitung für den Ersatzneubau des Bauwerks weitgehend vorbereitet. Der weitere Fortschritt steht in Abhängigkeit der Grunderwerbsverhandlungen,“ berichtet die Pressestelle des zuständigen Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr (LBV.SH) Anfang Oktober auf Nachfrage.
Um keinen Verkehrsteilnehmer zu gefährden, werden jetzt vorsorglich einige Sicherheitsmaßnahmen erforderlich, wie der Landesbetrieb auf Nachfrage mitteilt: „Zunächst wird eine temporäre Sicherungsmaßnahme vorgenommen, um die Verkehrssicherheit der Brücke vorerst zu gewährleisten. Dabei werden ab Montag, dem 26. Oktober, die Kragarme auf beiden Seiten der Brücke zurückgebaut.“ Bisher verlaufen die Gehwege auf den sogenannten Kragarmen. „Die verbleibende Fahrbahnfläche wird daher neu aufgeteilt. Es wird eine einstreifige Verkehrsführung für den Fahrzeugverkehr geben. Außerdem wird ein einseitiger Gehweg eingerichtet. Auf beiden Seiten der Brücke wird eine Ampelregelung errichtet, um die Einstreifigkeit zu regeln und die Fußgängerquerung zu ermöglichen.“
Somit ist die marode Brücke ab 26. Oktober von beiden Seiten nur noch einspurig befahrbar. Wann der Abriss und der Baubeginn für den anschließenden Neubau erfolgen kann, ist bisher noch nicht bekannt.
Aber auch der im August fertiggestellte Neubau der B 76-Brücke über die L 181 (Lübecker Straße) ist weiterhin Thema in der Bevölkerung sowie in der Politik und Verwaltung der Gemeinde Timmendorfer Strand. So berichtete die stellvertretende Bürgermeisterin Melanie Puschaddel-Freitag in der September-Sitzung der Gemeindevertretung, dass hinsichtlich der „unglücklichen“ Erhöhung der neuen Brücke, im Volksmund inzwischen auch „Buckel“ und „Sprungschanze“ genannt, Gespräche mit dem Landesbetrieb geführt werden sollen, wie dieser „Buckel“ auf der Brücke besänftigt werden kann. Die neue Brücke wurde nämlich extra etwas höher gelegt, damit eine problemlose Durchfahrt für Lkw, die unter der Brücke auf der L 181 fahren, gewährleistet ist. Das alte Bauwerk war für einige Lastkraftwagen zu niedrig gebaut.
Zu dem Anliegen aus der Bevölkerung und der Gemeindeverwaltung antwortet der LBV.SH dem „reporter“ wie folgt: „Der ,Buckel’ ist den örtlichen Gegebenheiten im Bestand geschuldet. Die Einhaltung der lichten Durchfahrtshöhe der L 181 sowie die notwendige Konstruktionshöhe des Bauwerks haben zu einer Erhöhung der Gradiente der B 76 geführt (Gradiente = Steigung eines Verkehrsweges, Anm. d. Red.), die innerhalb der Strecke bis zu den nächsten Grundstückszufahrten beziehungsweise dem Beginn der Rampen der Anschlussstelle angepasst wurde. Eine Verbesserung der Situation wäre in Zukunft im Zusammenhang einer Fahrbahnsanierung möglich. Da der Zustand der B 76 noch vergleichsweise gut ist, ist diese zeitlich noch nicht absehbar.“


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