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Mit neuester Technik: Verkehrsmessung in Stockelsdorf

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Klein aber fein: Die Technik an der Kreuzung Marienburgstraße/Ahrensböker Straße.

Klein aber fein: Die Technik an der Kreuzung Marienburgstraße/Ahrensböker Straße.

Foto: Gemeinde Stockelsdorf

Stockelsdorf. An der Kreuzung Ahrensböker Straße/Lohstraße und Marienburgstraße in Stockelsdorf wird seit diesem Monat der Verkehr gemessen. Kameras filmen den Verkehr und erkennen – dank innovativer Technologie – wie viele Pkw, Fahrradfahrer im Bild sind. Nur diese Information wird gespeichert, das Video wird nicht gespeichert. Die Technik für dieses Pilotprojekt wird von der „Roch Services GmbH“ kostenfrei bereitgestellt.

Das Projekt ist die Geschichte, wie aus einem „dummen Spruch“ eine innovative Verkehrsmessung wurde: Als Stockeldorfs Klimaschutzmanager Manuel van der Poel nach der Radverkehrszählung im Mai 2021 das dafür benötigte Gerät samt Zubehör für den Versand an den Verleiher vorbereitet, kam Burkhard Klopp am Büro vorbei. „Was ist das für 80er Jahre Technik?“, rief der für die Straßenbeleuchtung zuständige Kollege gut gelaunt.
Eins führte zum anderen. Ein paar Tage zuvor war ein Vertreter von der „Roch Services GmbH“ bei Burkhard Klopp gewesen und hatte in einem Nebensatz von einem neuen Geschäftsfeld erzählt: digitale und vollautomatische Verkehrsmessung mit „Swarm Analytics“.

 



Ein paar Telefonate später trafen sich alle Beteiligten, um über intelligente Verkehrszählung zu sprechen: Die Fachfirma aus Lübeck als europäischer Marktführer für das Prüfen von stehend verankerten Systemen (zum Beispiel Masten) ist seit Längerem für die Gemeindeverwaltung tätig. Deren Wissen im Bereich städtischer Infrastruktur ist ideal als Ausgangspunkt für den neuen Geschäftsbereich Verkehrszählung. „‚Swarm Analytics‘ soll im Projekt mit der Gemeinde Stockelsdorf dazu dienen, einzelne Verkehrsteilnehmer zu erkennen, zu klassifizieren und die Datensätze am Ende auszuwerten“, kommentiert Mathias Roch, geschäftsführender Gesellschafter der Roch Services GmbH, die Kooperation. Er hat sich diesem Pilotprojekt persönlich verschrieben und ist gespannt auf die ersten Ergebnisse. Daher auch das Angebot, diese Messung kostenfrei sozusagen „vor der eigenen Haustür“ umzusetzen.

Auch Manuel van der Pool freut sich auf die Auswertung: „Die Messung ist um ein vielfaches genauer und detaillierter als die mit der ,80er Jahre Technik‘. Die Zahlen werden in das Radverkehrskonzept einfließen, dass erstellt wird und sicher lassen sich auch für andere Bereiche neue Erkenntnisse gewinnen.“

 



Wichtig war allen Beteiligten von Anfang an, dass keine personenbezogenen Daten oder Bilder gespeichert beziehungsweise verarbeitet werden. Die Daten sind anonym. Sie zeigen zum Beispiel, wie viele Fahrräder die Kreuzung passieren, ob sie auf der Straße oder dem Fußweg weiterfahren und in welche Richtung sie fahren. Wer dabei auf dem Fahrrad sitzt, geht niemanden etwas an. Das wird nicht nur von allen Beteiligten versichert, sondern wurde extra von einer externen, auf Datenschutz spezialisierten Firma, geprüft.

 



Hintergrund:
Bei dem System „Swarm Analytics“ handelt es sich um „intelligente Kameras“, die unterschiedliche Verkehrsteilnehmer erkennen und zählen. Im Unterschied zur bisherigen Zählung durch Menschen ist es so, dass die Technologie die einzelnen Teilnehmer anonymisiert erfasst. Dazu bedient sich das System eines Algorithmus, der verschiedene Verkehrsteilnehmer zu verschiedenen Objekten klassifiziert. Das heißt beispielhaft, dass die Kamera nicht den einzelnen Menschen im Verkehr erfasst und speichert, sondern nur einen Fahrradfahrer und diesen in ein nicht weiter definiertes Objekt umwandelt. Damit übernehmen „Swarm Analytics“ die Verkehrszählung nicht nur automatisch, sondern auch datenschutzkonform. „Swarm Analytics“ findet bereits Anwendung in den Bereichen Tourismus, Einzelhandel oder anderen Verkehrsprojekten. Zugrunde liegt jedem Anwendungsbereich, dass die intelligenten Kameras es ermöglichen, genaue Aussagen über das Bewegungsverhalten der vorher definierten Objekte zu treffen.


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