Reporter Timmendorf

Neuer Bebauungsplan mit negativer Folgewirkung für Klein Timmendorf

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Timmendorfer Strand. Die Wählergemeinschaft „BürgerBündnis Neue Perspektive“ (BBNP) in Timmendorfer Strand möchte die Bürger*innen der Gemeinde - und insbesondere die Bürger*innen aus Klein Timmendorf – ermuntern, beim weiteren Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans 40 weiterhin aufmerksam zu bleiben und die weitere Entwicklung kritisch zu begleiten. In einer aktuellen Pressemitteilung von BBNP heißt es „Wie bereits in einem Artikel in den Lübecker Nachrichten vor einigen Tagen von Anwohnern angemerkt, wird diese B-Plan-Änderung massive Auswirkungen auf den früheren Ortsteil Klein Timmendorf haben.“

Das betroffene Gebiet der geplanten Änderung erstreckt sich über die Kreuzung B76/Hauptstraße bei Firma Brandenburg über den Vogelsang bis zur L180, der Verbindungsstrecke von Timmendorfer Strand und Hemmelsdorf. Diese Änderung sieht in dem Gebiet ein sogenanntes „Urbanes Gebiet“ vor, bei dem es sich planungsrechtlich um ein Baugebiet handelt, das dem Wohnen sowie der Unterbringung von Gewerbebetrieben dienen soll.

Grundsätzlich gibt es gegen diese B-Plan-Änderung aus Sicht der BBNP auch keine Einwendungen, zumal alteingesessene Betriebe wie Brandenburg und Auto Schneider schon seit vielen Jahrzehnten in diesem Gebiet ihren Sitz haben und in ihrem Bestand abgesichert werden müssen. „Allerdings wird das eigentliche Ziel der B-Plan-Änderung, nämlich die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, kaum erreicht. Durch die bereits geplanten Bauvorhaben von Investoren in dem Gebiet ist bereits eine weitere massive Bebauung erkennbar - die wichtigen Themen einer Mindestanzahl von Stellplätzen auf den privaten Grundstücken, eine ausreichend dimensionierte Oberflächenentwässerung und die Herstellung verkehrssicherer Fußwege werden im Rahmen des Planverfahrens aber nicht in dem erforderlichen Umfang gewürdigt,“ so der Vorsitzende Michael Strümpell und sein Stellvertreter Nils Hopp.

„Vielmehr ist durch die geplanten Wohnbauten im Vogelsang und dem geplanten Supermarkt an der L180 der Verkehrsinfarkt vorprogrammiert. Ein sicherer fußläufiger Weg zum Supermarkt am Vogelsang ist kaum umsetzbar. Viele Fahrzeuge werden auf die öffentlichen Parkplätze in den bestehenden Wohngebieten in Klein Timmendorf ausweichen oder den Verkehr in den wichtigen Durchgangsstraßen behindern, mit den entsprechenden Folgen von steigender Unruhe sowie Lärm- und anderen Emissionen.“
Weiter heißt es: „Die öffentlichen Regenwasserleitungen sind bereits heute überlastet und werden die Wassermassen der zusätzlich versiegelten Flächen bei großen Regen­ereignissen nicht aufnehmen können mit der Folge unvermeidbarer Sach- und Personenschäden in der Zukunft. Darüber hinaus plant Firma Brandenburg eine Brückenverbindung über die Hauptstraße, um das bestehende Fabrikgebäude und einen Neubau auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu verbinden. Diese Form der Bebauung in diesem Gebiet lehnen wir strikt ab. Es ist davon auszugehen, dass sich der Charakter und die ursprünglichen Strukturen von Klein Timmendorf in den nächsten Jahren durch diese Einwirkungen stark verändern werden.

Wir sprechen uns ausdrücklich nicht gegen eine moderate Wohnbebauung aus und möchten insbesondere auch die Existenz der bestehenden Gewerbebetriebe nicht gefährden. Wir haben uns jedoch in den entsprechenden Gremien der Gemeinde dafür eingesetzt, das gesamte Gebiet unter Berücksichtigung aller weiteren geplanten weiträumigen Veränderungen zu entwickeln und nicht nur auf einzelne Projekte abzustellen, die im Sinne der Investoren zügig realisiert werden sollen. Insbesondere sollte die zugehörige Infrastruktur entsprechend zukunftsorientiert nach den Bedürfnissen und dem Verkehrsaufkommen gestaltet werden.“


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