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Neujahrsempfang in Bad Schwartau: „Eine Familie, die sich gemeinsam um das Wohl ihrer Stadt kümmert“

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Bad Schwartau. Viel Prominenz hatte sich am vergangenen Sonntag beim Neujahrsempfang der Stadt Bad Schwartau eingefunden. So konnten Stadtpräsidentin Wiebke Zweig und Bürgermeisterin Dr. Katrin Engeln unter anderem neben den Verwaltungschefs Sven Parteil-Böhnke (Timmendorfer Strand), Bettina Schäfer (Scharbeutz), Sven Radestock (Eutin), auch die Bürgervorsteher Manfred Beckmann (Stockelsdorf) und Anja Evers (Timmendorfer Strand), Kreispräsidentin Petra Kirner, Lübecks Stadtpräsident Henning Schumann und seinen langjährigen Amtsvorgänger Peter Sünnenwold sowie die Bundestags­abgeordneten Ingo Gädechens und Bettina Hagedorn in der Mensa der Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule begrüßen.
Für überaus unterhaltsame musikalische Abwechslung zwischen den Redepausen sorgte der junge Bad Schwartauer Musiker Gregor Maximilian Tippl.

Die Verleihung des Umweltpreises an den ehemaligen Förster Hans Rathje-Reimers fand in Abwesenheit des neuen Preisträgers statt (mehr dazu lesen Sie in unserer kommenden Ausgabe am 24. Januar).

In ihren einleitenden Worten stellte Wiebke Zweig das Ehrenamt und das gesellschaftliche Engagement in den Mittelpunkt. „Beides ist vielfältig und ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft und beides trägt dazu bei, dass Menschen zusammenkommen. Es ist ein Zeichen von Zusammenarbeit und Solidarität. Es umfasst fast alle Bereiche unserer Gesellschaft.“ Das Ehrenamt sei ein wichtiger Beitrag zur lebendigen Demokratie, so Wiebke Zweig.
„Es ermöglicht es uns, uns aktiv an der Gestaltung unserer Gesellschaft zu beteiligen. Ich danke im Namen der Stadt Bad Schwartau allen ehrenamtlich Tätigen. Ohne Ihr Engagement wäre unsere Gesellschaft ärmer und weniger lebendig. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft und zur Stärkung unserer Demokratie“, sagte die Stadtpräsidentin bevor sie das Wort an Bürgermeisterin Dr. Katrin Engeln übergab.

„Unsere Stadt ist ein Ort, der nicht nur durch seine Infrastruktur, seine Architektur und Landschaft geprägt ist, sondern vor allem durch die Menschen, die dort leben. Jeder von Ihnen trägt auf seine Art und Weise dazu bei, dass unsere Stadt so einzigartig und lebendig ist“, begann die Verwaltungschefin ihre Neujahrs­ansprache.

„Wir haben im letzten Jahr unsere Patenschaften mit den Städten Villemoisson-sur-Orge, Czaplinek, Bad Doberan und dem Aufklärungsbataillon 6 Holstein gepflegt. Wir haben unter anderem Gäste zum Schützenfest empfangen und zu unserem Städtepartnerschaftsfest ,30 Jahre Czapinek‘, bei dem sich viele Verbände und Vereine aktiv eingebracht haben; die Christuskirche, der Schützenverein, der Sozialverband, der VfL Bad Schwartau, der Umweltbeirat, der Bürgerverein, der Imkerverein, der Schachverein und viele mehr“, sprach sie allen Beteiligten ihren Dank aus und richtete in diesem Zusammenhang ihren Blick auf den Slo­gan „Bad Schwartau meine Stadt“. „,Meine Stadt‘ – diese Worte tragen eine besondere Bedeutung. Denn in unserer Gemeinschaft sind wir nicht nur Nachbarn, sondern eine Familie, die sich gemeinsam um das Wohl ihrer Stadt kümmert“, sagte sie.

„Es ist diese Verbundenheit, die uns stark macht. In diesen Zeiten des Wandels und der Unsicherheit können wir aufeinander zählen. Jede und jeder von uns trägt dazu bei, unsere Stadt zu dem zu machen, was sie ist. Gemeinsam schaffen wir eine lebendige, vielfältige und lebenswerte Umgebung.“
In ihrem Rück- und Ausblick ging sie auf die KiTa-Situation und die Schulen der Stadt ein. So sei 2023 die Digitalisierung aller Schulen abgeschlossen worden, die Baumaßnahmen am Gymnasium am Mühlenberg würden fortgeführt. In der städtischen KiTa sei eine weitere Gruppe eröffnet worden. In diesem Jahr sollen die Angebote des offenen Ganztags verbessert und weiter in alle Schulgebäude investiert werden. Die Grundschule Rensefeld bekommt einen neuen Sonnenschutz und einen neuen Schulhof. Für das Leibniz-Gymnasium und für die Grundschule Cleverbrück sind Anbauten geplant und die Sanierung des Jugendzentrums soll abgeschlossen werden. Die Kita Papenmoor der Lebenshilfe wird in ihren Neubau einziehen, wodurch zusätzlich KiTa Plätze in der Stadt entstehen.

„Wir werden weiterhin daran arbeiten, unsere Infrastruktur zu modernisieren. 2024 und in den Folgejahren werden wir die Straßenbeleuchtung in Bad Schwartau und die Brücken in der Kaltenhöfer Straße erneuern. Und wir werden uns auch 2024 mit aller Kraft dafür einsetzen, dass die Auswirkungen der europäischen Infrastruktur-Projekte 380kV und Hinterland-Anbindung auf Bad Schwartau so gering wie möglich ausfallen“, versprach Dr. Katrin Engeln.
Zur Situation der Geflüchteten sagte sie: „Wir sind stark gefordert. Wir werden die Unterkunft an der Pohnsdorfer Straße erweitern. Gemeinschaftsunterkünfte sind nicht unsere Vorstellung, aber wir sehen keine Alternative, kurzfristig zusätzlich 200 Menschen unterzubringen.“ Mit „hoffentlich großer Beteiligung“ solle ein Nutzungskonzept für das Amtsgericht erarbeitet werden.

Abschließend ging Bad Schwartaus Verwaltung auf die anstehenden Veranstaltungen wie die Kultursonntage und das Volks- und Schützenfest sowie auf sportliche Belange der Stadt ein. Für 2024 habe sich die Stadt um Bundes-Fördermittel beworben, um die Ludwig-Jahn Halle grundlegend zu sanieren. Das Jahnstadion werde hergestellt und der SV Olympia plane ein Fußball-Kleinfeld. „Gemeinsam sind wir stolz auf die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler, die mit unserer Stadt verbunden sind, egal, ob Sie in der Kreisklasse oder in der Bundesliga aktiv sind.“

Abschließend sagte Bad Schwartaus Bürgermeisterin: „Ich möchte mich bei Ihnen allen bedanken, für Ihre Unterstützung, Ihre Ideen und Ihr Engagement. Jede und jeder Einzelne von Ihnen trägt dazu bei, dass unsere Stadt zu dem wird, was sie ist. Lassen Sie uns gemeinsam in dieses neue Jahr starten.“ (SE)

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