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Neujahrsempfang in Bad Schwartau: „Gemeinsam unsere Stadt noch besser machen“

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Bad Schwartau. Mit zweijähriger Unterbrechung fand jetzt in Bad Schwartau wieder ein Neujahrsempfang statt. Dabei konnte Stadtpräsidentin Wiebke Zweig, die am vergangenen Sonntagmorgen die Begrüßungsrede vornahm, zahlreiche prominente Gäste willkommen heißen.

Zu ihnen zählten unter anderem Kreispräsident Harald Werner, Lübecks Stadtpräsident Klaus Puschaddel mit Ehefrau, die SPD-Landtagsabgeordnete Redmann, Sven Partheil-Böhnke, Bürgermeister aus Timmendorfer Strand, Ratekaus Verwaltungschef Thomas Keller mit Ehefrau, Stockelsdorf Bürgervorsteher Manfred Beckmann, Altbürgermeister Gerd Schuberth sowie eine Delegation aus der französischen Partnerstadt Villemoisson-sur-Orge. Und naürlich ließen es sich auch viele Einwohner, Ehrenamtler und Geschäftsleute der Stadt nicht nehmen, den Neujahrsempfang zu besuchen.

Entsprechend begann Wiebke Zweig ihre Rede in der vollbesetzten Mensa der Elisabeth Selbert Gemeinschaftsschule: „Wir freuen uns ungemein über die äußerst große Resonanz heute.“ Und die war tatsächlich so groß, dass wieder einige Stühle nachträglich dazugestellt werden mussten.

„Es mangelt uns definitiv nicht an Herausforderungen in Zeiten einer Pandemie und eines Krieges in Europa“, sagte die Stadtpräsidentin. Als sie das letzte Mal hier beim Neujahrsempfang gestanden habe, sei alles „normal“ gewesen. Sie habe über das abgelaufene Jahr berichtet, der Begriff „Zeitenwende“ sei noch kein Thema gewesen.

 



„Doch dann kam Corona. Das gesellschaftliche Leben stand still. Die Unsicherheit, die wir alle vorher nicht kannten, nahm eine große Rolle ein. Das gesellschaftliche Miteinander veränderte sich.“ Die Neujahrsansprache vor Ort sei ausge­blieben, erfolgte stattdessen online. Die Hoffnung, dass es 2021 besser werden würde, erfüllte sich nicht. Im Gegenteil. Bad Schwartau habe zudem noch die Folgen des Klimawandels mit Stark­regen im Frühjahr 2001 zu spüren bekommen.

„Dann kam der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine. Die Folgen sind für alle von uns spürbar. Sei es beim Bezahlen der alltäglichen Dinge. Aber auch spürbar in unserem Stadtbild. Ein einschneidendes Erlebnis für mich war die Begrüßung der ersten Flüchlinge im Rathaus und die Sammelaktion der ,Salzoase‘ für die Ukraine.“ Diesbezüglich dankte sie auch dem städtischen Baubetriebshof, dem Ordnungsamt und allen anderen, die „ehrenamtlich Großartiges geleistet haben“.

Im Namen der Stadt Bad Schwartau möchte ich mich auch bei allen Spendern von Herzen bedanken. Viele aus Bad Schwartau, dem Kreis Ostholstein und Lübeck haben uns mit Geld oder Bereitstellung von Lkw unterstützt, um die Hilftransporte in die Ukraine zu organisieren“, lobte Wiebke Zweig. Sie dankte ebenso den ehrenamtlichen Helfern, die die Flüchtlingsunterkunft in Bad Schwartau eingerichtet und den Einwohnern der Stadt, die Wohnraum zur Verfügung gestellt haben.

 



„Das, was postpandemie bedingt ehrenamtlich geleistet worden ist, ist unbezahlbar. Das Netzwerk, das wir haben – auf das wir stolz sein können – hat absolut funktioniert. Wir haben in Bad Schwartau über 100 Vereine und Verbände. Wir haben unterschiedlichste Ehrenamtler, auf die man sich immer verlassen kann. Vielen, vielen Dank dafür!“

Bad Schwartaus Bürgermeisterin Katrin Engeln blickte anschließend zunächst auf das abgelaufene Jahr zurück: „Nach den Sommerferien konnte der Unterricht des Gymnasiums am Mühlenberg im neuen Schulgebäude starten und es folgte ein Tag der offenen Tür. Ebenso konnte der Anbau des städtischen Kindergartens „Wirbelwind“ eröffnet werden.“ Auch die Fassade des Amtsgerichtes sei erneuert worden und die Digitalisierung der Schulen der Stadt sei weiter vorangeschritten.

„Unsere Feuerwehren hatten über 400 Einsätze. Insbesondere im letzten Februar durch das Sturmtief als auch der Kurpark unter Wasser stand. Aber wir konnten wieder gemeinsam feiern“, erinnerte sie unter anderem an das Schützenfest, das Schulfest am GaM, das Stadtfest und das Brunnenfest.
Auch sie dankte den ehrenamtlich Tätigen der Stadt. „Viele leisten ganz selbstverständlich Nachbarschaftshilfe. Sie alle machen unsere Stadt liebens- und lebenswerter. Ihnen allen vielen Dank für Ihren Einsatz.“

 



Das Jahr 2022 sei das Jahr gewesen, in dem sie gewählt worden sei. Und daher sei dieses Jahr und dieser Neujahrsempfang für sie persönlich etwas Besonderes.

Schließlich ging sie auf die Ehrenkette der Stadt ein, die – vom Gemeinnützigen Bürgerverein überreicht - erstmals vor 36 Jahren vom damaligen Amtsinhaber Rainer Bart getragen wurde. „Ich bin sehr stolz, dass ich sie heute das erste Mal tragen darf.“ Mit ihren einzelnen Gliedern betrachte sie diese Kette auch als Symbol für Zusammenhalt und Kommunikation. Jedes einzelne Glied zähle, betonte Bad Schwartaus Verwaltungschefin. „Denn auch das kommende Jahr wird uns vor viele Herausforderungen stellen. Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass wir alle miteinander reden, um gute Lösungen zu finden.“

 



Themen im Rathaus seien aktuell ein möglicher Blackout, man werde sich in diesem Jahr außerdem intensiv mit der 380 kV-Leitung, der Hinterlandanbindung der Fehmarnbeltquerung und der systematischen Erfassung der städtischen Infrastruktur beschäftigen. Und: „Wir werden in die Schulen investieren. Die Tafel und die Feuerwehr Groß Parin benötigen neue Unterkünfte, die Fußballer einen Spielort. Und ich hoffe, dass die Maßnahmen zum Städtebauprogramm abgeschlossen und beschlossen werden.“ Darüber hinaus wies sie auf gesellschaftliche Veranstaltungen und Zusammenkünfte hin, wie „Schwof im Kurpark“, die in 2023 stattfinden sollen.

„Ich freue mich, dass wir gemeinsam die Herausforderungen meistern werden. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und hoffe, dass wir gemeinsam unsere Stadt noch besser machen.“


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