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Polizeidienststelle Ratekau unter neuer Leitung

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Hauptkommissar Kai-Oliver Barß ist neuer Leiter der Polizeidienststelle in Ratekau.

Hauptkommissar Kai-Oliver Barß ist neuer Leiter der Polizeidienststelle in Ratekau.

Foto: Stefan Setje-Eilers

Ratekau. Die Polizeidienststelle Ratekau steht unter neuer Leitung. Seit dem 1. November hat Kai-Oliver Barß hier das Kommando. Der 54-jährige Hauptkommissar löst Björn Bödeker ab, der die Dienststelle im März 2017 übernommen hatte, und nach entsprechender Weiterbildung nun eine höhere berufliche Polizeilaufbahn anstrebt.

Geboren wurde Kai-Oliver Barß in Kiel. Aufgewachsen ist er in Neustadt in Holstein. Nach dem Schulabschluss hat er seine Polizeiausbildung 1984 in Eutin begonnen und war über zehn Jahre bei der Autobahnpolizei Bad Oldesloe tätig. „Kein ungefährlicher Job. Da fährt jeden Tag das Risiko mit“, sagt er. Letztlich auch der Grund, warum der Polizeibeamte sich entschied, in den Streifendienst zu wechseln und später eine Weiterbildung für den gehobenen Dienst zu absolvieren. Zuletzt war Kai-Oliver Barß bei der Flughafenpolizei in Lübeck-Blankensee tätig.

Seine Motivation, die Dienstelle in Ratekau zu leiten? „Ich wollte gerne noch einmal Verantwortung übernehmen“, berichtet er und fügt hinzu, dass ihm das auch einer von ihm angestrebten weiteren Beförderung durchaus ein Stück näher bringen könnte.

Er habe nicht lange überlegen müssen, als er davon erfuhr, dass der Posten in Ratekau frei wird. „Polizeiintern genießt die Dienstelle einen sehr guten Ruf“, verrät der neue Polizeichef. Und dieser Ruf habe sich für ihn schon nach kurzer Zeit bestätigt. „Wir haben hier eine sehr gute Mischung aus Jung und Alt. Eine absolut homogene Mannschaft. Motivieren musst Du hier niemanden“, lobt er das Arbeitsklima und betont, dass „Führen von oben herab ohnehin nicht Seins“ sei.

Auch, das was in der heutigen Zeit vielfach gefordert wird, ist in Ratekau längst gegeben: Parität. Vier Frauen und vier Männer verrichten hier ihren Dienst und sorgen in den Ortschaften für die Sicherheit der über 15.000 Einwohner der Großgemeinde.

Für Kai-Oliver Barß hat der Wechsel nach Ratekau noch einen weiteren Vorteil. „Endlich kann ich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren“, schmunzelt er und verschweigt dabei auch den Elektromotor seines Zweirades nicht. In fester Partnerschaft wohnt der dreifache Vater in der Gemeinde Scharbeutz. Seine Hobbys sind der eigene Garten, sein jüngstes Kind, Reisen mit dem Wohnmobil und „wie es sich für jemanden gehört, der an der Ostsseeküste groß geworden ist“, Wassersport und ganz besonders Kitesurfen.

Mit dem Wechsel nach Ratekau schließt sich für ihn ein Kreis. Schon einmal hat er für einige Zeit seinen Dienst an der Bäderstraße verrichtet. „Das war 1988. Zwar an selber Stelle wie heute, damals aber noch in dem alten Backsteinhaus, das seinerzeit Polizeidienststelle war.“

Vordringlichstes Thema, das er schon nach kurzer Zeit in Ratekau als Problem ausgemacht hat und angehen will, sei aktuell Gewalt an Schulen, vor allem an der Cesar-Klein-Schule. „Dabei handelt es sich nicht um die ganze Schule, sondern um Gruppen. Hier werden wir zukünftig noch enger mit der Schule und der Gemeinde als Schulträger zusammenarbeiten“, verspricht der „Neue“.

Ein persönliches Ziel liegt Kai-Oliver Barß besonders am Herzen. „Ich möchte, dass wir eine extrem bürgernahe Dienstelle sind. Immer ansprechbar. Keiner soll denken: ,Wenn ich da hingehe, und mein Anliegen vortrage, störe ich ja nur‘. Im Gegenteil, wir wollen offen sein. Denn schließlich brauchen wir ja auch Informationen, was um uns herum passiert. Das funktioniert nur im Zusammenspiel von Bevölkerung und Polizei.“


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