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Tafel Bad Schwartau und Nachbarschaftshilfe: 210 Haushalte mit Lebensmitteln beliefert

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Für Rentner Frank Müller aus Bad Schwartau ist Helfen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe selbstverständlich. Sechs Lebensmittelpakete hat er ehrenamtlich am Mittwoch im Stadtgebiet ausgeliefert. Koordinatorin Sigrid Wassermeyer freut sich über die große Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung.

Für Rentner Frank Müller aus Bad Schwartau ist Helfen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe selbstverständlich. Sechs Lebensmittelpakete hat er ehrenamtlich am Mittwoch im Stadtgebiet ausgeliefert. Koordinatorin Sigrid Wassermeyer freut sich über die große Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung.

Foto: Stefan Setje-Eilers

Bad Schwartau. Groß war in der zweiten Märzhälfte die Resonanz auf den Aufruf der Stadt Bad Schwartau zur Nachbarschaftshilfe, um Risikogruppen möglichst aus der Öffentlichkeit rauszuhalten und vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Rund 40 Freiwillige meldeten sich in der Koordinierungsstelle und boten ihre Hilfe an. „Das waren sogar mehr als diejenigen, die bei uns nach Hilfe nachgefragt hatten“, schildert Sigrid Wassermeyer, bei der die Fäden im Jugendzentrum „Alte 12“ zusammenliefen.

Szenenwechsel: Nachdem auch die Tafel Bad Schwartau ihre Türen schließen musste, setzte in der Region eine hohe Spendenbereitschaft ein. Unter anderem ermöglichte eine Großspende der Friedrich Bluhme und Else Jebsen-Stiftung aus Lübeck, dass die Tafel 210 Haushalte mit Lebensmittel-Paketen versorgen konnte.

Bei der Verteilung machten die Tafel und die Schwartauer Nachbarschaftshilfe schließlich gemeinsame Sache.

Sigrid Wassermeyer: „Ich habe ganz einfach alle Freiwilligen aus der Liste angeschrieben und angefragt, ob sie sich vorstellen könnten, die Auslieferung zu übernehmen.“
Konnten sie! In der vergangenen Woche wurden die haltbaren Lebensmittel an drei Tagen an die Tafelkunden ausgeliefert. „Am Wochenende zuvor haben wir die Boxen hier in den Räumlichkeiten der Tafel zusammengestellt. Extrawünsche konnten da natürlich nicht berücksichtig werden. Alle hatten den gleichen Inhalt“, erklärt Wolfgang Dunker, Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt Bad Schwartau, die Trägerin der Tafel ist.

Einer der freiwilligen Boten, die die ­Kis­ten zu den Kunden gebracht haben, ist Frank Müller, Rentner aus Bad Schwartau. Sechs gepackte Boxen haben er und Sigrid Wassermeyer aus der Tafel-Unterkunft in sein Auto getragen. „Ich habe von der Nachbarschaftshilfe gehört und fand das sehr sinnvoll, da es für mich selbstverständich ist zu helfen, wenn ich helfen kann“, erklärt er und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Außerdem ist in meinem Garten schon alles in Ordnung.“

Durch die drei Ausliefertage mit jeweils 70 Paketen habe man flächendeckend helfen können, erläutert Monika Vechtel aus der Führungsetage der Bad Schwartauer Tafel. „Jeder unserer Kunden ist von uns beliefert worden“, freut sie sich über die gelungene Aktion.

An der Nachbarschaftshilfe möchte Sigrid Wassermeyer daher auch gerne festhalten: „Ich könnte mir das gut als Projekt der Jugendarbeit vorstellen. Zunächst einmal auf ein Jahr befristet, um zu sehen, wie es angenommen wird.“

Tafel wieder geöffnet

Seit Wochenbeginn ist die Corona-Zwangspause der Schwartauer Tafel beendet und die Ausgabestelle öffnet wieder montags, mittwochs und freitags jeweils ab 13.30 Uhr ihre Türen. Allerdings unter Auflagen: So erhalten die Besucher der Tafel eine Kundenkarte für ihren Ausgabetag, mit einem festgelegten Zeitkorridor versehen.

Sie werden nur einzeln im 5-Minuten-Takt und ausschließlich mit Mund- und Nasenschutz hereingelassen. Die Lebensmittel sind abholbereit gepackt. Es wird darum gebeten, 1 oder 2 Euro passend bereitzuhalten.

Im Vorhof sind Sicherheitsabstände markiert. Die Kunden betreten über den bisherigen Haupteingang das Gelände und verlassen es über den ausgewiesenen Rückweg – Mitarbeiter der Tafel sorgen dabei im Außenbereich für die nötige Einhaltung der Sicherheit.
Privat-Pkw dürfen vorerst auf dem Vorhof der Tafel nicht abgestellt werden.


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