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„Ur-Zwerge“ für das Stadtmuseum in Bad Schwartau

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Bad Schwartau. Rolf Kirsten, Erschaffer des Bad Schwartauer Zwergenwalds, und Klaus Nentwig, erster Vorsitzender des Gemeinnützigen Bürgervereins, überreichten der Leiterin des Museums der Stadt Bad Schwartau, Judith Ohrtmann, vor Kurzem drei besondere Zwergenfiguren. Es handelt sich hierbei um die allerersten Wichtel, die „Zwergenvater“ Rolf Kirsten im Jahr 1986 anfertigte.

„Diese drei Zwerge liegen mir besonders am Herzen”, betont Rolf Kirsten und er sei froh, sie für die Nachwelt in guten Händen zu wissen. Judith Ohrtmann ist begeistert über den Neuzugang: „Seit über 30 Jahren ist der Zwergenwald eine beliebte Weihnachtstradition in Bad Schwartau. Dass das städtische Museum nun diese drei Ur-Zwerge in seine Sammlung aufnehmen darf, ist eine große Freude.”

Klaus Nentwig, Rolf Kirsten und Judith Ohrtmann freuen sich schon auf die Zeit, wenn das Museum der Stadt Bad Schwartau mit frischem Konzept für Besucher geöffnet wird. Klaus Nentwig: „Der Gemeinnützige Bürgerverein hat das Museum schon immer unterstützt. Wir sehen der hoffentlich bald erfolgenden Wiedereröffnung im ehemaligen Amtsgerichtsgebäude als Teil eines kulturellen Zentrums daher mit großer Erwartung entgegen“. Judith Ohrtmann verspricht: „Die Zwerge erhalten dann einen Ehrenplatz“.

Die Idee des Zwergenwalds kam Rolf Kisten im Jahr 1986, als Bad Schwartau noch keinen Weihnachtsmarkt hatte. Zunächst fertigte er ein etwa 100 Zentimeter breites und 50 Zentimeter tiefes Häuschen mit den drei besagten Zwergen an – eine Zwergenbäckerei.

Rolf Kirsten erinnert sich: „Dieses ,Test-Muster-Zwergenhaus‘ stellte ich in der Vorweihnachtszeit in das Schaufenster unseres damaligen Geschenkartikelgeschäfts in der Markttwiete. Die Kinder entdeckten es sofort und drückten sich die Nasen an der Schaufensterscheibe platt. Da wusste ich: die Richtung stimmt.“

Schon damals hatte Rolf Kirsten eine Technik eingebaut, die die Zwerge in Bewegung setzte. Zudem hatten sie bereits die heutige Größe. Was sie jedoch von den späteren Zwergen unterscheidet: sie haben gemalte Augen und keine Glasaugen.

Mit Unterstützung der „Aktivgruppe für Handel und Gewerbe“ sowie weiteren Sponsoren begann Rolf Kirsten dann mit der Arbeit an weiteren Häusern. Damit der Zwergenwald von Anfang an seinem Namen gerecht wurde, baute er gleich sieben Häuser als Grundstock, die in der Adventszeit 1987 neben dem Kaufhaus Matzen aufgestellt wurden. „Der Bad Schwartauer Schausteller Rolf Niehuesbernd stellte einen Bratwurststand mit Glühwein-Ausschank daneben. Das war der Beginn des Bad Schwartauer Weihnachtsmarktes“, erinnert sich Rolf Kirsten.

2018 übergab der „Zwergenvater“ sein Werk in die Obhut des Gemeinnützigen Bürgervereins Bad Schwartau. Während sich der Verein um den Erhalt und den jährlichen Auf- und Abbau des Zwergenwaldes kümmert, trägt die Stadt Bad Schwartau die Kosten für die Einlagerung sowie den Auf- und Abbau.
Heute, 37 Jahre nach dem Bau des ersten Zwergenhauses mit den drei Ur-Zwergen, gilt der Bad Schwartauer Zwergenwald mit insgesamt rund 200 Zwergen und 33 Häuschen in der Bad Schwartauer Innenstadt (plus Zwergenwald-Dependance im LUV-Shopping Center) als größter Zwergenwald Deutschlands.

Für die Instandhaltung und Pflege des Zwergenwalds sucht der Gemeinnützige Bürgerverein noch Freiwillige aus der Region Bad Schwartau, die Spaß am kreativen Werkeln in geselliger Runde haben. Interessierte melden sich telefonisch unter 0176/52451601 oder per E-Mail an info@buergerverein-bad-schwartau.de. (SE)

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