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Wobau OH errichtet 24 Mietwohnungen: Schlüsselübergabe in Stockelsdorf

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Stockelsdorf/Ostholstein. Mit Baubeginn im März letzten Jahres hat die Wohnungsbaugesellschaft Ostholstein mbH (Wobau OH) in Stockelsdorf einen Neubau von 24 Mietwohnungen in zwei Häusern errichtet.

„Wir haben hier für knapp 5,4 Millionen Euro 24 Wohnungen errichtet auf über 1.700 Quadratmeter Wohnfläche. 20 Prozent davon öffentlich gefördert“, sagte Fabian Weist, Geschäftsführer der Wobau-OH bei der symbolischen Schlüsselübergabe für die erste Wohnung an Mieterin Waltraud Hirsche.

Neben Ostholsteins Landrat Reinhard Sager als Aufsichtsratsvorsitzender der Wobau, und Stockelsdorfs Bürgermeisterin Julia Samtleben nahmen unter anderem auch Ratekaus Bürgermeister Thomas Keller als weiteres Aufsichtsratsmitglied, Joachim Walmeroth von der Sparkasse Ostholstein sowie Kreispräsident Harald Werner an der Übergabe der öffentlich geförderten Wohnung teil.

„Gegen Wohnungsknappheit gibt es drei Rezepte“, begann Landrat Reinhard Sager seine Rede: „Erstens: Bauen, zweitens: Bauen und drittens: Bauen. Bei allen politischen Debatten sollte man das nicht vergessen! Und das versetzt uns auch in die Lage, zu fordern von der Politik, nicht über weitere Gesetzesverschärfungen das Bauen immer teurer zu machen – nicht mal mit einer kommunal getragenen, sozialverantwortlichen Wohnungsbaugesellschaft ist das zu schaffen.“

Der Chef der Kreisverwaltung lobte das stets „gute Händchen“ von Geschäftsführer Fabian Weist bei derartigen Maßnahmen und berichtete, dass sich die Wobau OH mit ihrem Wohnungsbestand nunmehr der 2000er-Marke nähere. „Selbst besser situierte Kreise zwischen Hamburg und Lübeck fragen uns, wie wir das gemacht haben“, so Reinhard Sager, der die Antwort darauf gleich mitlieferte: Die Wobau OH sei schon 1938 gegründet worden und habe sich von Beginn auf die Fahnen geschrieben, gemeinsam mit dem heimischen Handwerk Wohnraum zu bezahlbaren Preisen zu schaffen.“

Julia Samtleben betonte, dass Stockelsdorf die am stärksten wachsende Gemeinde im Kreis Ostholstein sei und dazu passe, dass die 24 Wohnungen um ein Vielfaches überzeichnet gewesen seien. „Wir sind stolz, dass wir die Wohnungsbaugesellschaft hier haben und so tolle Projekte mit ihr verwirklichen können“, sagte sie.

Die Wohnungen wurden barrierearm mit ebenerdigen Duschen, breiten Türen und schwellenfreien Zugängen zu den Wohnungen gebaut. Zudem gibt es einen Fahrstuhl.

Es wurden überwiegend 2- und 3-Zimmerwohnungen gebaut. Die Wohnungsgrößen liegen zwischen 50 und 100 Quadratmeter. Alle Wohnungen sind mit hochwertigen Einbauküchen und barrierearmen Bädern ausgestattet. Zu jeder Wohung kann ein Stellplatz mit angemietet werden.

Die freifinanzierte Miete beläuft sich auf durchschnittlich 11 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, die öffentlich geförderte Miete auf 5,90 Euro pro Quadratmeter.

Ein großzügiger Außenbereich rundet das Bauvorhaben ab. Die Müll­entsorgung erfolgt in einem sogenannten Abfall-Unterflursystem. Dieses System bringt gleich mehrere Vorteile mit sich, wie Fabian Weist bei einem anschließenden Rundgang nach der Schlüsselübergabe deutlich machte. „Es ist bei einem gepflegten Erscheinungsbild und deutlicher Platzersparnis barrierearm zugänglich und nutzbar. Zudem wird die Geruchsbelästigung verringert.“

Auch das Thema E-Mobilität wurde bei der Planung der neuen Wohneinheiten miteinbezogen. Die Wobau-OH errichtet eine Fahrradstation für E-Bikes und stellt den Mietern zwei Wobau-Pedelec-Bikes zur freien Nutzung zur Verfügung.

Die gesamte Wohnanlage erreicht nach Fertigstellung Niedrigenergiehausstandard. Die Beheizung erfolgt über ein Nahwärmenetz beziehungsweise eine sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung also über ein Blockkraftheizwerk (BHKW), das von den Gemeindewerken Stockelsdorf betrieben wird.

„Hiermit leisten wir einen effektiven Beitrag zur Schonung unserer Energiereserven sowie eine Verringerung von CO 2 Emissionen“, so der Wobau-Geschäftsführer.

Alle Wohnungen sind bereits zum 1. Mai beziehungsweise 1. Juni vermietet. „Die Zunahme älterer Haushalte, das wachsende Interesse am barrierearmen, zentralen Wohnen sowie die weiter wachsende Zahl der Singlehaushalte werden sich in Ostholstein auf die Richtung der Wohnungsnachfrage weiterhin auswirken“, prognostizierte Fabian Weist.

Geschäftsführung und Aufsichtsrat seien sich einig: Ziel sei die Bereitstellung von bezahlbaren Wohnungen sowie ganzheitlicher Wohnkonzepte, für breite Einkommensschichten zum Wohle der Mieter und Gesellschafter der Wobau-OH.

Info Wobau-OH:
An dem kommunalen Wohnungsunternehmen mit Sitz in Eutin sind der Kreis Ostholstein und die Sparkasse Holstein wesentlich beteiligt. Zu den weiteren Gesellschaftern gehören 26 Städte/Gemeinden aus dem Kreis Ostholstein. Die Gesellschaft bewirtschaftet rund 1.900 eigene Wohnungen im gesamten Kreisgebiet.


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