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Der ESC lässt grüßen: Kiwanis rockt vor fast 500 Gästen die CKS-Bühne

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Ratekau. „Das ist ja hier fast wie beim Eurovision Song Contest (ESC)“, sagt die Mutter eines Schülers der Bläserklasse an der Cesar-Kein-Schule (CKS) in Ratekau und läuft mit einem Notenblatt in der Hand ihrem Sohn auf die Bühne hinterher. Die haben Schüler zusammen mit Hausmeister Matthias Benz in mehreren Nachtschichten in der Møn-Halle aufgebaut. Alles, um das diesjährige Kiwanis Schulmusik Festival zu etwas ganz Besonderem zu machen. Um es vorweg zu sagen: Dieser Musikabend war etwas ganz Besonderes. Und das hat nicht nur an der großen, zweigeteilten Bühne gelegen. Sieben Schulen sind in diesem Jahr an den Start gegangen, in den vergangenen Jahren waren es vier.

„Neun Musikgruppen, weit mehr als hundert Musiker. Das hat wirklich alles bis dato Dagewesene in den Schatten gestellt. Ein richtig schöner Abend ist das gewesen“, resümiert Moderator Christian Schewe vom NDR. Ein Abend, an dem es viel später geworden ist, als ursprünglich geplant. Erst nach rund vier Stunden schloss sich der Vorhang zu den Klängen von John Lennons Anti-Kriegs-Song „Imagine“.

„Wir haben uns keine einzige Minute gelangweilt“, freut sich eine 78-jährige Großmutter, die gerade noch ihrer Enkeltochter zugejubelt hat. Langweilig war es in der Tat nie. Dafür hatte das Organisationsteam sich viel zu viel vorgenommen. „Wir wollten zum 10-jährigen Jubiläum richtig groß auffahren“, sagt Christian Schewe, der von zwei „Nachwuchskräften“ aus dem Abi­tur-Jahrgang auf der Bühne unterstützt wurde. „Jette und Ben haben das wirklich toll hinbekommen“, so Schewe. Und Leon Manger, bei dem an diesem Abend und im Vorfeld die meisten Fäden zusammenliefen, schaut auf die diversen Vorbereitungstreffen zurück: „Wir hatten uns vorgenommen, den Abend ein bisschen abwechslungsreicher zu gestalten. Wir sind deshalb mit unserem schuleigenen Kamera- und Reporterteam zu den teilnehmenden Schulen gefahren und haben dort gedreht“. Herausgekommen sind mehrere, sogenannte Einspielfilme, die die Bands vorgestellt haben.

Apropos Filme. Die Cesar-Klein-Schule hat das Schulmusik Festival auch dafür genutzt, sich vorzustellen. „Und dafür haben wir uns entschlossen, einen Imagefilm über unsere Schule in Auftrag zu geben“, so Christoffer Rentsch und Steffen Mascher, beide Musiklehrer in Ratekau. Für das Projekt gewinnen konnte man schnell Phillip Kamke vom NDR in Lübeck. Das Ergebnis: Ein toller Film, der die Vielfalt der Cesar-Klein-Schule zeigt. Sozusagen die Weltpremiere des Zwei-Minuten-Streifens gab es während des Musikabends. „Aber der Film wird künftig auch auf der Homepage der Schule zu sehen sein“, so Schulleiterin Liane Laube, die sich zur Begrüßung auf der Bühne begeistert zeigte: „Das, was hier in den vergangenen Tagen und Nächten passiert ist, das kann man gar nicht in Worte fassen“. Gemeint hat sie damit beispielsweise auch die Technik-Crew, die innerhalb kürzester Zeit einen kompletten Live-Stream aufgebaut hatte. Jeder, der nicht live in Ratekau mit dabei sein konnte, hatte die Möglichkeit, das Konzert zu Hause am Computer zu verfolgen.

Zur Musik. Den Auftakt machten die Nachwuchsbläser der CKS, eines von insgesamt drei Ensembles der Gastgeber-Schule. Alte Bekannte sind auch die Formationen des Leibniz-Gymnasiums und des Gymnasiums am Mühlenberg - immer ein Highlight „Hammond and friends“, eine Band bestehend aus Lehrern und Schülern. Und auch die Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule ist inzwischen nicht mehr wegzudenken.

Für gleich drei Musikgruppen war es eine Premiere. Das Pädagogium aus Bad Schwartau war genauso zum ersten Mal mit dabei wie auch die Grundschule Ratekau, die mit Auszügen aus dem Peter-Maffay-Musical „Tabaluga“ für großen Beifall sorgten.

Abgerundet wurde der Abend durch ein echtes Highlight der Immanuel-Kant-Gemeinschaftsschule mit Oberstufe aus Reinfeld. Sie schickte die Band „Just music“ ins Rennen, aber dieser Auftritt war mehr als nur „Just music“. Die Schüler überzeugten die über 400 Gäste in der Halle restlos. „Das war richtig klasse“, so der Tenor auch der anderen Musikgruppen.

Als Belohnung für die gezeigten musikalischen Leistungen und als Ansporn, dort weiterzumachen, zeigte sich Kiwanis Bad Schwartau wieder einmal sehr spendabel. Oliver Strack zückte für jede Musikgruppe einen Scheck: „Wir von Kiwanis hoffen, dass wir Euch damit ein bisschen unterstützen können, zum Beispiel bei der Beschaffung neuer Musikinstrumente. Mein Kompliment, Ihr habt das alle großartig heute Abend gemacht“.

Das Catering für das Vier-Stunden-Event hatte der Abiturjahrgang der CKS übernommen, der mit den Einnahmen im kommenden Jahr seinen Abitur-Ball finanzieren möchte. Unterstützung gab es dazu von den Firmen Famila in Timmendorfer Strand, Rewe in Ratekau und der Bäckerei Brede.

Das Schlusswort gehörte an diesem Abend Bürgermeister Thomas Keller: „Das war eine absolute Bereicherung. Ich bin begeistert. Einfach toll, was hier in den vergangenen Wochen entstanden ist“.

(Text: Christian Schewe)

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