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Reporter Timmendorf

70. Gründungsfest: Eine Haarlocke von Bürgermeister Wagner als Geschenk für die Damen vom Niendorfer Hausfrauenverein

„70 Jahre Hausfrauenbund“ und eine Locke vom Bürgermeister: Vorsitzende Bärbel Schütt durfte auf der Bühne bei Robert Wagner eine Haarlocke abschneiden, die jetzt im Bildband des Vereins ihren Platz finden wird. (Foto: René Kleinschmidt)

„70 Jahre Hausfrauenbund“ und eine Locke vom Bürgermeister: Vorsitzende Bärbel Schütt durfte auf der Bühne bei Robert Wagner eine Haarlocke abschneiden, die jetzt im Bildband des Vereins ihren Platz finden wird. (Foto: René Kleinschmidt)

Niendorf/Ostsee. Am vergangenen Mittwoch, dem 23. Oktober, feierte der Niendorfer Hausfrauenverein, der als Hausfrauenbund am 23. September 1949 von Anna Voß gegründet wurde, sein 70. Gründungsfest.
Vorsitzende Bärbel Schütt, die dem Verein seit 2010 vorsitzt, begrüßte bei den Feierlichkeiten im Niendorfer Haus des Kurgastes neben Bürgervorsteherin Anja Evers auch Bürgermeister Robert Wagner, die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Sommerfeld, Elisabeth Lund vom Seniorenbeirat und Niendorfs Pastor Johannes Höpfner.
In ihrer Rede ließ Bärbel Schütt noch einmal Revue passieren: Im Gründungsjahr 1949 war der zweite Weltkrieg zu Ende und das Rollenspiel zwischen Mann und Frau klar verteilt.
„Der Mann zog furchtlos in die Welt hinaus, die Frau sorgte sich um das Heim, um Behaglichkeit, Sauberkeit und kalorienreiches Essen. Das Dasein als Hausfrau war ihre Bestimmung.“ In dieser Zeit gründete Anna Voß einen Hausfrauenbund, angegliedert an den Deutschen Hausfrauenbund.
Ziel des Vereins: Die Rolle der Hausfrau in dieser Zeit. Das Stammlokal war damals das Johannsens Kurhotel. Hier trafen sich die Hausfrauen, feierten Feste, hörten Vorträge mit dem Thema „Haushaltsführung“, „Handarbeit“ und „Kauft Deutsche Qualitätsware“. Auch Besichtigungen standen auf dem Programm: Maggi Werke, Dr. Oetker Werke oder die Pfanni Werke.
1991 erfolgte der Austritt aus dem Deutschen Hausfrauenbund und die Gründung des „Niendorfer Hausfrauenbund“, ein Jahr später übergab die damalige Vorsitzende Rosi Heß den Vorsitz an Elke Knoop. „Elke wurde für alle Mitglieder die Mutter des Vereins,“ so Bärbel Schütt. Auf dem Programm standen kulturelle Aspekte: Besichtigung von Schlössern, Kirchen, Museen und Vorträge über Gesundheit wurden gehalten.
Nach 18 Jahren übergab Elke Knoop den Vorsitz 2010 an Bärbel Schütt und das Hotel Atlantic wurde zum neuen Stammlokal. Auch heute beschäftigt sich der Hausfrauenverein mit kulturellen und gesundheitlichen Themen, feiert gerne Feste und organisiert Busreisen in die nähere Umgebung und vieles mehr.
Der Niendorfer Hausfrauenbund hat zur Zeit 96 Mitglieder. Viele sind bereits in reiferem Alter und schon lange Mitglied im Verein. „Zunehmend kommen aber auch jüngere Frauen in unseren Verein, denn mit Haushaltsführung haben die heutigen Themen nichts mehr zu tun,“ so Schütt. „Für die Zukunft wünschen wir uns, dass der Niendorfer Hausfrauenbund noch lange besteht und auch jüngere Generationen ihn nutzen, um gemeinsam viele schöne Veranstaltungen zu erleben.“
Es folgten Grußworte der Gemeinde Timmendorfer Strand, von Pastor Johannes Höpfner und von der Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinde, Susanne Sommerfeld.
Zum Ende seines Grußwortes hat Bürgermeister Robert Wagner sein Versprechen gehalten, das er bei seinem Dienstantrittsbesuch dem Verein gegeben hat, und dem Hausfrauenverein zum 70-jährigen Bestehen ein Stück seiner Haarpracht geschenkt. Vorsitzende Bärbel Schütt durfte persönlich mit einer Schere eine Haarlocke vom Hinterkopf des Bürgermeisters abschneiden. Diese wird nun in einer Klarsichthülle im Bildband des Vereins aufbewahrt. Für die Anwesenden war es das Highlight des Tages.
Bevor das kalt-warme Buffet eröffnet wurde und die Damen zum Ausklang am frühen Abend zur DJ-Musik das Tanzbein schwingen konnten, sorgten noch einige, kurzweilige Programmpunkte für Unterhaltung: Die Line-Dancers der VHS Scharbeutz zeigten eine Vorführung und Vereinsmitglied Uschi Horn organisierte mit weiteren Damen eine lustige Handtaschen-Modenschau. Außerdem erhielten alle Anwesenden eine extra angefertigte Chronik zum 70-jährigen Bestehen des Vereins.


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