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Bürgermeisterwahl in Stockelsdorf: Tim Troike will ins Rathaus einziehen

Tim Troike will in seiner Heimatgemeinde Stockelsdorf neuer Rathauschef werden.

Tim Troike will in seiner Heimatgemeinde Stockelsdorf neuer Rathauschef werden.

Bild: privat

Stockelsdorf. Als parteiloser Kandidat stellt sich Tim Troike am 3. März zur Wahl um das Bürgermeisteramt in Stockelsdorf. Troike wurde im April 1969 in Lübeck geboren. Als Sohn eines Lehrerehepaares wuchs er in Stockelsdorf auf und machte 1988 sein Abitur am Gymnasium am Mühlenberg in Bad Schwartau. Nach der Bundeswehrzeit schloss er erfolgreich eine Banklehre bei der ehemaligen Deutschen Bank vormals Handelsbank in Lübeck ab und nahm im Anschluss ein Jurastudium in Kiel auf.
In den Semesterferien jobbte er in der Marketingabteilung der damaligen Sparkasse Ostholstein. „Das hat mich fasziniert und meinen Lebensplan geändert. Ich habe in ein Multimediastudium gewechselt und mich anschließend mit einer Studienkollegin vor über 20 Jahren selbstständig gemacht“, so Troike, der zwei erwachsene Söhne hat, fest in einer neuen Beziehung in Lübeck lebt und noch oft beim Sport, bei Freunden und seiner Familie in Stockelsdorf ist. Bei einer erfolgreichen Wahl würde er sich natürlich aus dem Betrieb in Hamburg zurückziehen und sich voll der Aufgabe in Stockelsdorf widmen.

Beruflich zählen Unternehmen wie Stadtwerke, Brauereien, Senioreneinrichtungen oder Online-Anbieter zu seinen Auftraggebern. „Daher ist es für mich nichts Ungewöhnliches, mich laufend in neue Sachverhalte einzudenken, gerade auch im Bereich digitaler Lösungen. Mit diesem Gesamtpaket bringe ich viele wertvolle Voraussetzungen für das Bürgermeisteramt mit.“
Natürlich ist die Verwaltungsführung Kernaufgabe des Bürgermeisters, jedoch verdiene Stockelsdorf mehr als „nur Verwaltung“. Aus Gesprächen mit Bürgern und Vereinen weiß er, dass etliche Bedarfssituationen bestehen, sei es bei Wohn- und Gewerbesituationen, Verweil- und Freizeitaktivitäten für alle Altersstufen oder Hallenzeiten für Schulen und Vereine oder barrierefreien Lösungen. So habe zum Beispiel der ATSV lange Wartelisten gerade im Kinder-, Senioren- und Rehasportbereich. Es seien aktuell leider schwierige Zeiten, eine neue zentral gelegene 3-Feld-Halle zu bauen, auch wenn diese im Sportentwicklungsplan aufgelistet ist. Dass der SV Dissau heutzutage noch auf seinem alten Grandplatz trainieren muss, sei für ihn nicht zeitgemäß.
Der Freizeitbereich liege ihm am Herzen. So sei beispielsweise der Herrengartenpark, auch dank vieler Fördergelder, sehr schön aufgewertet worden. „Allerdings stehe die Gas­tronomie im Herrenhaus gerade tagsüber häufig nicht zur Verfügung. Er könne sich daher zum Beispiel ein kleines Lesecafé vorstellen, das die Aufenthaltsqualität erhöhen könnte.

Der Finanzplan für die nächsten 5 Jahre sieht etliche notwendige Anstrengungen vor, die eine enorme Neuverschuldung mit sich bringen würden. Es fragt sich, wie viele tatsächlich umgesetzt werden können. Hier spielt vor allem auch die Zuteilung von Fördergeldern mit hinein. Entscheidungen trifft dabei stets die Gemeindevertretung. Die Umsetzung erfolgt durch die Verwaltung.
Zur Erörterung möglicher neuer Gewerbegebietsflächen sagt er: „Es besteht großer Bedarf. Stockelsdorf braucht ein neues Gewerbegebiet, um erfolgreiche Unternehmen am Standort zu halten und Arbeitsplätze zu sichern, beziehungsweise zu schaffen.“ Er ist aufgrund der Lage und vergleichsweise einfacher Erschließbarkeit deutlich für die Fläche jenseits der L184, gegenüber von Schinken Nissen.“ In Sachen „Erneuerbare Energien“ befürwortet Troike, dass die Gemeinde derartige Anlagen auf eigenen Gebäuden und Flächen vorantreibt.

Er wünscht er sich ein gutes kommunales Miteinander mit den Nachbargemeinden, was er ausgiebig pflegen möchte. Viele Projekte könne man miteinander abstimmen, zum Beispiel im Bereich Straßenverkehrs­planung.
Ob privat, bei seinem langjährigen Sport im ATSV Stockelsdorf oder im Beruf, Troike selbst schätzt sich als Teamplayer und sehr kommunikativ ein. „Es geht immer darum, Bedarf zu ermitteln, Menschen zusammenzubringen und Lösungen zu finden“, sagt er, für den die Aufgabe eine Herzensangelegenheit ist. Die Idee sei aus einem Zuruf seines Freundeskreises gewachsen: Aus „Du musst das machen!“ wurde eine ernste Überlegung und so folgte die Bewerbung.


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