Reporter Timmendorf

Exkursion mit Umweltstaatssekretärin an der renaturierten Schwartau

Ratekau/Bad Schwartau. Zu einer Exkursion mit Umweltstaatssekretärin Katja Günther an der renaturierten Schwartau im Waldgebiet Riesebusch bei Ratekau hatte das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume kürzlich eingeladen. Die rund 30 Teilnehmer lernten ein Projekt kennen, das zeigt, wie lebendige und naturnahe Fließgewässer gestaltet werden können.
Gemeinsam mit Fachleuten und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Praxis wurde direkt vor Ort veranschaulicht, wie ein Gewässer in einen naturnahen Zustand zurückgeführt wurde und welchen Einfluss es auf die Artenvielfalt, den Hochwasserschutz und die Umwelt hat.
Georg Muss hieß die Teilnehmer im Namen des Wasser- und Bodenverbandes Ostholstein, des Wasser- und Bodenverbandes Schwartau und die Arbeitsgruppe Gewässerschutz willkommen.
„Ich freue mich, dass ich hier dabei sein darf. Das ist für uns ein neues Format. Und ich freue ich mich auch, dass die Einladung auf so reges Interesse stößt. Das zeigt aber auch, wieviele Akteure es braucht, um so ein Projekt zum Gelingen zu bringen“, sagte die Staatssekretärin. Um so wichtiger sei aber, dass die Menschen, für die eine solche Maßnahme gemacht werde, daran teilhaben können.
Anschließend nannte sie Eckdaten zur Renaturierung der Schwartau. „Das Projekt hat zehn Jahre gedauert und viereinhalb Millionen Euro gekostet. Was wir hier sehen, dahinter stecken viel Arbeit, Konzeption und ganz viel Fachwissen. Wir würden das in der Fläche überhaupt gar nich hinkriegen, wenn wir das aus Kiel im Ministerium steuern würden, sondern wir brauchen dafür aktive Wasser- und Bodenverbände. Das, was sie hier bewegt haben, kommt bei uns in Kiel gut an. Ganz, ganz herzlichen Dank für dieses Engagement.“
Die Teilnehmer erfuhren im weiteren Verlauf der Exkursion, wie es gelungen ist, einem Fluss wieder mehr Raum zu geben, und wie sich Renaturierung ganz konkret auf Mensch und Natur vor Ort auswirkt.
Die Schwartau wurde in diesem Bereich auf einer Länge von vier Kilometer in einen naturnahen Flusslaufs zurückversetzt. Unter anderem  sollen damit positive Effekte auf Pflanzen- und vor allem Fischbestände erzielt werden. (SE)

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