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Ministerpräsident verleiht Landesorden an Thomas Keller

Setzte sich „unermüdlich“ für die Interessen der Gemeinden ein – dafür wurde Thomas Keller aus der Gemeinde Ratekau jetzt von Ministerpräsident Daniel Günther mit dem Verdienstorden des Landes ausgezeichnet.

Setzte sich „unermüdlich“ für die Interessen der Gemeinden ein – dafür wurde Thomas Keller aus der Gemeinde Ratekau jetzt von Ministerpräsident Daniel Günther mit dem Verdienstorden des Landes ausgezeichnet.

Bild: Frank Peter

Kiel/Ratekau. Fünf Persönlichkeiten aus Deutschland und Dänemark sind für ihre konstruktive und auch kritische Begleitung des deutsch-dänischen Großprojektes zum Bau der Festen Fehmarnbeltquerung von Ministerpräsident Daniel Günther mit dem Verdienstorden des Landes ausgezeichnet worden. Geehrt wurden Susanne Brelowski (Sierksdorf), Svend Erik Hovmand (Ringsted/Dänemark), Dr. Christoph Jessen (Berlin), Thomas Keller (Techau) und Stig Rømer Winther (Nakskov/Dänemark).

„Die Feste Fehmarnbeltquerung bringt Europa dichter zusammen. Der Tunnel rückt Deutschland näher an Skandinavien heran und steht für nicht weniger als den Beginn eines neuen Kapitels in der deutsch-dänischen Freundschaft. Sie haben dazu beigetragen, dass dieses Kapitel konstruktiv und kritisch begleitet und dadurch maßgeblich verbessert wurde“, sagte der Ministerpräsident in der vergangenen Woche in Kiel.

Günther betonte, dass die beiden Ordensträger aus Dänemark von Anfang an in Dänemark und in Schleswig-Holstein für die Feste Fehmarnbeltquerung geworben und die Region Ostholstein zum Engagement im Planungsprozess aufgerufen hätten. Das Projekt habe aufgrund seiner Komplexität natürlicherweise nicht nur Befürworter. Die zahlreichen Bürgerinitiativen im Kreis Ostholstein hätten ein bundesweit bemerkenswertes Engagement gezeigt, um für ihre Sorgen und Betroffenheit Gehör zu finden. „Das fanden sie besonders in dem 2011 auf Initiative des Landes gegründeten Dialogforums, in dem sowohl Befürworter als auch Gegner zusammenfanden und ihre Interessen vertraten“, so der Ministerpräsident: „Die Planungen wurden offengelegt und Transparenz geschaffen, so dass wichtige Einwände und Hinweise in den Planungen berücksichtigt werden konnten. Damit ist das Projekt ein herausragendes Beispiel für die kritische und konstruktive Begleitung, die Bürgerinitiativen bei solchen Vorhaben leisten können.“

Der Regierungschef würdigte mit Susanne Brelowski, der Sprecherin der Allianz, Bürgermeister Thomas Keller, dem Sprecher des Projektbeirates, und Dr. Christoph Jessen, dem Sprecher des Dialogforums, stellvertretend für alle Beteiligten das Dialogforum Feste Fehmarnbeltquerung, das die Pläne für den Bau der festen Querung seit über zehn Jahren begleitet und sich von Anfang an für mehr Transparenz und öffentliche Begleitung stark gemacht hatte. Ein großer Erfolg des Forums sei der Beschluss des Bundestages für einen zusätzlichen, übergesetzlichen Lärmschutz entlang der Bahntrasse mit rund 232 Millionen Euro.

„Die Beltquerung macht es möglich, dass die Regionen südlich und nördlich des Fehmarnbelts zusammenwachsen und sich gemeinsam entwickeln können“, sagte der Ministerpräsident. Es werde zukünftig einen Austausch zwischen den Ländern geben, den es bislang so nicht gebe: „Wir dürfen die ersten Kapitel in der Geschichte dieser neuen Grenzregion schreiben. Diese Kapitel haben Sie mitgestaltet – sei es durch Ihr Engagement für die Feste Fehmarnbeltquerung oder durch die kritische Begleitung des Dialogs mit allen Beteiligten. Ihr Einsatz hat das Projekt in jedem Fall besser gemacht und ist im besten Sinne gelebte Demokratie“, so Günther.

In der Laudatio für Thomas Keller heißt es: „Thomas Keller ist seit 2016 Sprecher des Projektbeirates des Dialogforums für die Feste Fehmarnbeltquerung und vertritt dort die Interessen der Gemeinden. Er übernahm die Leitung des Projektbeirates, der zum Ziel hatte, Forderungen der vier Runden Tische in Lösungsvorschläge für Lärmschutzmaßnahmen zu erarbeiten und dem Dialogforum vorzulegen. Der geplante neue Trassenverlauf entlang der Lübecker Bucht sowie der Ausbau der übrigen Schienenstrecke bis Puttgarden stieß nicht zuletzt wegen der erhöhten Lärmemissionen auf große Vorbehalte bei der Bevölkerung. Daher mussten die unterschiedlichen Positionen und Interessen, die es in der Region gab, miteinander in Einklang gebracht werden. Das ist nicht zuletzt durch das Engagement und den unermüdlichen Einsatz für die Interessen der Gemeinden entlang der Schienenausbaustrecke von Thomas Keller gelungen.“ (SE)

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