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Musik- und Comedytheater Schürsdorf zeigt „Twee Spöörnesen“

Musik- und Comedytheater Schürsdorf „Twee Spöörnesen“: Wenn plötzlich jeder jeden verdächtigt

Das Musik- und Comedytheater zeigt in diesem Jahr „Twee Spöörnasen“.

Bild: hfr

Schürsdorf. Vertrauen ist eine feine Sache – solange man keinen Grund hat, daran zu zweifeln. Was aber passiert, wenn plötzlich jeder jeden verdächtigt und selbst ein harmloser Familienumzug zum Schauplatz höchst verdächtiger Machenschaften wird? Das zeigt das Musik- und Comedytheater Schürsdorf in seiner neuen plattdeutschen Posse „Twee Spöörnesen“.

Im Mittelpunkt steht Familienvater Werner (Manfred Zippler), der wenig begeistert ist, als die Detektivin Herta (Conny De Vane) auftaucht. Ihr Auftrag: Werners angeblich untreue Ehefrau Karin (Anne Steiding) beschatten. Dummerweise fällt ihr Einsatz genau mit dem Umzug der Schwiegermutter (Barbara Thiele) zusammen – und damit nimmt das turbulente Geschehen seinen Lauf.
Denn auch Oma hat längst Verdacht geschöpft und engagiert ihrerseits eine Detektivin namens Columbo (Birgit Beeth-Seydack). Tochter Babsi (Kirsten Bernhardt) nutzt derweil die Gelegenheit, um zwischen Erinnerungsfotos und Familienchaos endlich einen Freund zu finden. Als dann noch der Möchtegern-Dealer Albo (Hans-Jörg Conzelmann) mit vermeintlichen XTC-Pillen für Sohn Robin (Birgit Erler-Lauerwald) auftaucht, ist die Verwirrung komplett.
Robin kann nach einem Fahrradsturz ohnehin keine Möbel schleppen und irrt stattdessen durch die Familie. Schnell entstehen die wildesten Vermutungen über seine sexuelle Orientierung – während Albo selbst ebenfalls gründlich missverstanden wird. Und als sich die Detektivinnen gegenseitig auf die Schliche kommen, steht plötzlich auch deren fachliche Kompetenz auf dem Prüfstand.
Spätestens als die verlorenen Pillen in der Hausapotheke landen und dort kurzerhand zu Kopfschmerztabletten mutieren, nimmt das Geschehen endgültig Fahrt auf. Karin entwickelt nach deren Einnahme ungeahnte Tanzlaune, während Verdächtigungen, Verwechslungen und Missverständnisse immer neue Blüten treiben. Ein verbal-rustikaler Showdown mit Ohrfeigen, Schubsern und Kopfnüssen soll schließlich für klare Verhältnisse sorgen. Ob das gelingt? Das darf das Publikum selbst herausfinden.

Die neue Posse stammt aus der Feder des erfolgreichen Drehbuch- und Komödienautors Frank Ziegler und wurde von Heino Buerhopp ins Plattdeutsche übertragen. Damit knüpft das Musik- und Comedytheater Schürsdorf an eine mehr als fünf Jahrzehnte währende Tradition des niederdeutschen Laienspiels in der herbstlichen Nachsaison an. Für die bewährte Technik im Hintergrund sorgen Stefan Dünnwald und Dirk Tostmann, als Souffleuse steht Ute Golz bereit.

Elf Vorstellungen im Oktober und November
Gespielt wird an insgesamt elf Freitag- und Samstagabenden im Oktober und November, die letzte Vorstellung findet am 21. November 2026 statt. Schauplatz ist das Dorfgemeinschaftshaus Schürsdorf, Bövelsredder 2a. Beginn der Vorstellungen ist jeweils um 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr. Die Premiere steigt am Samstag, dem 17. Oktober 2026.
Der Eintritt beträgt 15 Euro. Die sogenannten „Anschaubezugsscheine“ beziehungsweise Eintrittskarten sind beim Blumen- und Pflanzenmarkt E. Rahlf und Söhne in Schürsdorf sowie im Getränkeshop Thomas Schlimmermann in Pönitz erhältlich.
Frühes Kommen lohnt sich dabei nicht nur wegen der besten Plätze: Bereits vor Beginn können sich die Besucher auf kulinarische Schmankerln wie Schmalzbrote und Würstchen sowie eine Auswahl an Getränken freuen.
Das Musik- und Comedytheater Schürsdorf verspricht auch diesmal niederdeutsches Laienspiel mit viel Direktheit, Situationskomik und jeder Menge überraschender Wendungen. Wer die Schürsdorfer Bühne kennt, weiß: Vornehme Zurückhaltung ist hier nicht unbedingt Programm. Und wer sie noch nicht kennt, sollte sich „Twee Spöörnesen“ keinesfalls entgehen lassen – denn bei so viel Verdacht, Verwechslung und verrückten Zufällen bleibt garantiert kein Auge trocken. (PM/rk)


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