Reporter Timmendorf

Neugestalteter Bereich auf dem Friedhof Gleschendorf wurde vorgestellt

Gleschendorf. Mit einer kleinen Feierstunde wurde vor Kurzem auf dem Friedhof in Gleschendorf die neugestaltete Anlage am ehemaligen Schollmann-Engel offiziell vorgestellt. Zahlreiche Gäste aus Gemeinde, Kirche, Vereinen und der Kriegsgräberfürsorge nahmen an der Veranstaltung teil.
In seiner Ansprache begrüßte Friedhofsverwalter a.D. Hans-Werner Greger unter anderem Vertreter der Kirchengemeinde, der Gemeinde Scharbeutz, Mitglieder der regionalen Arbeitsgruppe der Kriegsgräberfürsorge, Spenderinnen und Spender sowie den „reporter“ als Pressevertreter.
Er erinnerte daran, dass das Ehrenmal für die russischen Kriegsgefangenen und der angrenzende historische Bereich überplant und mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung neu gestaltet wurden.
Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeiten war die Restaurierung des sogenannten Schollmann-Engels. Die Anlage wurde durch den Steinmetzbetrieb Ley fachgerecht instand gesetzt und anschließend an zentraler Stelle auf dem Friedhof aufgestellt. Darüber hinaus wurde die Stele der in Kriegsgefangenschaft verstorbenen Soldaten aufgearbeitet. Durch die Restaurierung konnten die Namen der Verstorbenen wieder lesbar gemacht und das Denkmal dauerhaft erhalten werden.
Möglich wurde das Projekt durch eine im vergangenen Jahr gestartete Spendenaktion. Dabei kam die beachtliche Summe von 4.848,33 Euro zusammen. Greger dankte allen Unterstützern, deren Engagement die Umsetzung der Maßnahme erst ermöglicht habe. Sein besonderer Wunsch sei es, dass das Andenken an die gefallenen Soldaten und die russischen Kriegsgefangenen auch für kommende Generationen bewahrt werde.
Für die Deutsche Kriegsgräberfürsorge beziehungsweise die Reservisten-Arbeitsgemeinschaft Kriegsgräber Schleswig-Holstein nahmen Hans-Joachim Ziele, Norbert Breitfeld und Jens Friedrich an der Veranstaltung teil. Manuel Mühlhan konnte leider nicht anwesend sein.
Hans-Werner Greger hob hervor, dass die Neugestaltung als Gemeinschaftsprojekt vieler Beteiligter gelungen sei. Sein Dank galt der Gemeinde, den Spenderinnen und Spendern, den ausführenden Firmen sowie den Mitarbeitenden des Friedhofs. Die künftige Pflege der Anlage sei durch das Friedhofspersonal sichergestellt.
Mit der Enthüllung des restaurierten Schollmann-Engels fand die Veranstaltung ihren feierlichen Abschluss. Die neugestaltete Anlage verbindet nun die Erinnerung an die Geschichte des Ortes mit einer würdigen Gestaltung des Friedhofs und schafft einen Ort des Gedenkens für Besucherinnen und Besucher.
Holger Höhn, Vorsitzender des Kirchengemeinderats, bedankte sich bei Hans-Werner Greger für sein Engagement und allen, die dazu beigetragen haben.
Auch Bürgermeisterin Bettina Schäfer dankte allen Beteiligten für ihr Engagement bei der Umsetzung des Projekts. Sie betonte die Bedeutung der Erinnerungsarbeit gerade in der heutigen Zeit: „Heutzutage ist es wichtiger denn je, sich mit der Geschichte und der Vergangenheit dieser Themenbereiche zu beschäftigen und auseinanderzusetzen. Dankeschön.“ Mit diesen Worten unterstrich sie die Verantwortung, historische Ereignisse und deren Folgen im Bewusstsein der Gesellschaft zu bewahren und an kommende Generationen weiterzugeben. (rk)

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