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Neujahrsempfang in Stockelsdorf: Die Großgemeinde steht vor umfangreichen Investitionen

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Auf ein gutes 2019: Übersetzer Wojciech Mehl (v.l.), Stockelsdorfs Bürgervorsteher Manfred Beckmann, Andrzej Jasilek, Bürgermeister der Gemeinde Okonek, Stockelsdorfs Bürgermeisterin Julia Samtleben, Sebastian Korzeniowski, Bürgervorsteher der Gemeinde Okonek , Susanne Scheel und Patrick Lakins (beide IGSU), Kreispräsident Harald Werner sowie Bürgermeisterin a.D. Brigitte Rahlf-Behrmann. (Foto: M. Wittler)

Auf ein gutes 2019: Übersetzer Wojciech Mehl (v.l.), Stockelsdorfs Bürgervorsteher Manfred Beckmann, Andrzej Jasilek, Bürgermeister der Gemeinde Okonek, Stockelsdorfs Bürgermeisterin Julia Samtleben, Sebastian Korzeniowski, Bürgervorsteher der Gemeinde Okonek , Susanne Scheel und Patrick Lakins (beide IGSU), Kreispräsident Harald Werner sowie Bürgermeisterin a.D. Brigitte Rahlf-Behrmann. (Foto: M. Wittler)

Stockelsdorf. Im Rahmen des Neujahrsempfangs der Gemeinde Stockelsdorf und der Interessengemeinschaft Stockelsdorfer Unternehmer (IGSU) im Hotel „Lübecker Hof“ hielt Stockelsdorfs neuer Bürgervorsteher Manfred Beckmann unter tosendem Beifall neben vielen weiteren Gästen das „Dream-Team für 20 Jahre gemeinsame Arbeit“, den Kreispräsident und Ehrenbürgervorsteher Harald Werner und die ehemalige Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann, besonders herzlich willkommen.
„Liebe Brigitte, lieber Harald, wir haben euch sehr viel zu verdanken, denn ihr habt – natürlich zusammen mit der Politik und der gesamten Verwaltung – die Grundlagen dafür gelegt, dass Stockelsdorf so ist, wie es ist.“
An den Anfang seiner Rückschau stellte er den Menschen beziehungsweise die Menschen in Stockelsdorf, die „unsere Gesellschaft mit ihrem Engagement bereichern und die Gemeinde lebens- und liebenswert machen: Den Ehrenamtlern.“ Der Dank der Gemeinde gehe an alle, die in Stockelsdorf über den Tellerrand hinausschauen und sich für Jung und Alt in der Gesellschaft engagieren.
In diesem Zusammenhang erinnerte er auch an die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Andreas Gurth im letzten Jahr. „Seine Leistungen aufzuzählen, wäre ein abendfüllendes Programm. Lieber Andreas, wir beglückwünschen dich dazu ganz herzlich.“
Denkwürdig sei auch die Wahl von Julia Samtleben zur Bürgermeisterin im März gewesen sowie einen Monat später die Verabschiedung ihrer Vorgängerin Brigitte Rahlf-Behrmann „mit großem Bahnhof und einer fulminanten Rede von Bürgervorsteher Harald Werner.“
Und weiter: „Am 18. Juni fand die konstituierende Sitzung nach den Kommunalwahlen am 6. Mai statt, auf der ich einstimmig als Bürgervorsteher gewählt wurde. Darüber habe ich mich sehr gefreut und noch mehr gefreut hat mich, dass unser Harald Werner nun das Amt des Kreispräsidenten bekleidet“, so Beckmann.
Eine weitere erfreuliche Mitteilung sei, dass Stockelsdorf mit Gudrun Dietrich nun eine neue Gleichstellungsbeauftragte habe. Ebenso beschäftige die Gemeinde seit rund einem Jahr einen eigenen Klimaschutzmanager. Als Projekte und Aktionen, die von Manuel van der Poel erfolgreich angeschoben worden seien, nannte er die Beratungsinitiative für private Haushalte „Modernisierung von Heizung und Warmwasserverteilung“, „Wir Stockelsdorfer für eine plastiktütenfreie Gemeinde“ und die Teilnahme am Stadttadeln.
Auch auf den Ausbau des Busliniennetzes in Stockelsdorf ging Beckmann ein. Die neue Streckenführung habe nicht nur Begeisterung sondern auch viel Kritik ausgelöst.
Alle Taktungen müssten jetzt erst mal überprüft werden, bevor Änderungen zum Fahrplanwechsel vorgenommen werden könnten. Zusätzlich habe die Politik der Verwaltung den Auftrag gegeben, den Einsatz eines Kommunalbusses zu prüfen.
Zur finanziellen Situation sagte Stockelsdorfs Bürgervorsteher: „Bis einschließlich 2018 sind Schulden abgebaut worden und faktisch war die Gemeinde Ende 2018 schuldenfrei.
Das wird sich in 2019 und den folgenden Jahren wieder ändern, weil Investitionen, die lange beschlossen sind, nun umgesetzt werden müssen.“ Als wichtige Maßnahmen nannte er unter anderem das neue Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf, den Anbau der Kindertagesstätte Himmelblau, die Renovierung der Großsporthalle oder den
2. Bauabschnitt des Herrengartenparks.
Nach Bad Schwartaus eindeutiger Aussage zum Neubau des Gymnasiums am Mühlenberg hätten sich die Diskussionen um ein eigenes Gymnasium dagegen wieder beruhigt. „Unsere Investitionen sollten jetzt verstärkt in unsere drei Grundschulen gehen. Und wenn ich mir die Investitionen in unsere Gerhard-Hilgendorf-Gemeinschaftsschule mit dem kompletten Umbau des Schulhofes ansehe, kann ich nur sagen: Es waren insgesamt 1 Million Euro, aber die sind für unsere Kinder richtig und gut ausgegeben worden.“
Ganz wichtig sei die Ausweisung neuer Gewerbegebiete für Stockelsdorf, „da wir ein gefragter Gewerbestandort sind und das Angebot ist nahezu erschöpft.“
Auch in 2019 plant die Gemeinde die Ausweisung von Wohnbaugebieten. „Die Grundstücke sollen voraussicht-lich ab 2020 wie bisher zu Preisen veräußert werden, die auch jungen Familien den Bau eines Eigenheims ermöglichen“, so Beckmann.
Zum Thema „Windkraft“ teilte der Bürgervorsteher mit, dass die von der Gemeinde hierzu abgegebene Stellungnahme zumindest teilweise berücksichtigt worden sei, im aktuellen Entwurf nur noch zwei statt vier Eignungsgebiete vorgesehen seien.
Zur Planung der 380-V-Ostküstenleitung erklärte Beckmann, dass auf dem Gebiet der Gemeinde Stockelsdorf drei Leitungsabschnitte geplant seien. „Das zusätzliche Umspannwerk auf der westlichen Seite der L 184 soll gemäß Auskunft von TenneT eine Größe von sechs Hektar haben. Die Masten sollen einen Abstand von 400 Meter haben und eine Höhe von 50 bis 55 Meter aufweisen.“
Bezüglich der Partnerschaften mit Le Portel in Frankreich und Okonek in Polen versicherte Stockelsdorf Bürgervorsteher, dass man diese weiterhin gut pflegen werde.
Im Bereich der Integration von Flüchtlingen zeige sich wieder, was das Ehrenamt zu leisten vermag, wo es aber auch an seine Grenzen stoße. „Deshalb ist die Vernetzung in Stockelsdorf mit Ehrenamt, Lebenshilfe, Kinderschutzbund, Kirche und Gemeinde schon eine vorbildliche Erfolgsgeschichte.“
Am Ende seiner Neujahrsansprache rief er dazu auf, zur Europawahl zu gehen und erinnerte daran, dass in diesem Jahr 70 Jahre Grundgesetz gefeiert werde.


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