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NABU Ostholstein Süd zeichnet Jugendherberge Scharbeutz aus

NABU Ostholstein Süd zeichnet Jugendherberge Scharbeutz aus

Herbergseltern (v.li.) Antje Bard und Walter Weber und Hausmeister Michael Beuck freuen sich über die Auszeichnung.

Bild: Oliver Juhnke/NABU

Scharbeutz. Seit vielen Jahren finden zahlreiche Schwalben, die im Frühjahr zurück aus dem Süden kommen, in der Jugendherberge Scharbeutz eine kostenlose Bleibe. Dieses ist der Herbergsleitung Antje Bard und Walter Weber sowie dem Hausmeister Michael Beuck und dem Mitarbeiter Jonathan Scharfenberg zu verdanken.
Im vergangenen Jahr war zum Beispiel ein Schwalbennest heruntergefallen, welches prompt von Michael Beuck wieder an alter Stelle in einem Schraubenkasten aufgehängt wurde, so dass die Brut am Ende erfolgreich sein konnte.

Um den Schwalben nun mehr und auch stabilere Unterkünfte bieten zu können, wendete sich die Jugendherberge an den NABU Ostholstein Süd.
Oliver Juhnke, Leiter der AG Vögel im NABU Ostholstein Süd, war bei seinem ersten Besuch sehr erstaunt: „Ich konnte mindestens 40 selbstgebaute Mehlschwalbennester und bestimmt 20 Rauchschwalbennester zählen. Selbst am Haupteingang fliegen die Schwalben in ihre jährlich wieder genutzten Nester.“
Dass sie die Schwalben so nah beobachten können, begeistert auch viele Schulklassen, die ihren Aufenthalt in der Jugendherberge Scharbeutz verbringen. „Alle sorgen sich sehr, dass es den Schwalben gut geht. Es ist besonders ein Vergnügen den jungen Schwalben beim Ausfliegen zuzusehen“, so Hausmeister Beuck.

In Schleswig-Holstein sind die ersten Rauchschwalben bereits angekommen und Michael Beuck wird als nächstes noch 20 neue künstliche Nisthilfen anbringen. Denn auf Grund der zunehmenden trockenen Frühjahre wird es für die Schwalben immer schwieriger, feuchten Lehm als Baumaterial zu finden und stabile Nester zu bauen.
Für so viel Einsatz wurde die Jugendherberge Scharbeutz nun vom NABU Ostholstein Süd mit der Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet.
Mit der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ zeichnet der NABU Hausbesitzer aus, die an ihren Häusern die gefiederten Glücksbringer willkommen heißen. Bewerben können sich alle, die das Brutgeschehen der wendigen Flugkünstler dulden und fördern, ganz gleich, ob es sich bei dem Gebäude um ein Wohnhaus, eine Pension, ein Geschäft, Pferde- oder Bauernhof oder Fabrikgebäude handelt.
„Wir hoffen sehr, dass auch andere Hausbesitzer dem Beispiel folgen“, so Bärbel Janke, die seit Kurzem die Betreuung Schwalbenfreundliches Haus im südlichen Ostholstein übernommen hat.
Der NABU gibt auf seiner Webseite www.nabu.de/schwalben zahlreiche Tipps, um diesen Sommerboten zu helfen. Auf Nachfrage bietet der NABU Ostholstein-Süd gerne eine ­Vorort-Beratung an. Kontakt unter info@nabu-ohs.de. (PM/SE)

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