3. Bürgerfest: Malente feierte sich

Reporter Eutin 22

Bad Malente-Gremsmühlen (cb). „Zusammen mit Zuversicht in die Zukunft“. Unter diesem Motto stand das 3. Bürgerfest für die Menschen in der Gemeinde Malente. Während sich im Kurpark und rund um die Liegehalle 25 Vereine und Verbände präsentierten, wurden im Kursaal in einem Festakt zwei Menschen geehrt, die sich mit ihrem Engagement zum einen für den Sport und zum anderen für die Politik in Malente besonders ausgezeichnet haben.

Obwohl der Wettergott nicht so richtig mitspielte, kamen Groß und Klein auf ihre Kosten. Für die Kinder gab es nicht nur eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich selbst zu betätigen. Sie konnten zum Beispiel mit einem Pony über eine Wiese reiten oder am Stand des TSV Malente auf ein Tor schießen. Sie konnten sich aber auch vom Ballonkünstler Mario Pusch verzaubern lassen, der mit gekonnten Handgriffen aus Luftballons Kinderwünsche wahr werden ließ. Alle Vereine und Verbände stellten sich unter das Motto des Bürgerfestes und vertraten in ihrer Darstellung das Gemeinschaftsgefühl. Auch die Frauen vom Landfrauenverein Malente e.V., die die Gäste der Veranstaltung mit Kaffee und köstlichem selbstgebackenen Kuchen verwöhnt haben, verkörpern mit ihrem Vereinsmotto „Einheit in Vielfalt“ Gemeinschaftssinn und Integrationswillen. 

Beides waren auch Attribute, die Malentes Bürgervorsteher Rainer Geerdts, Bürgermeister Heiko Godow und Pastorin Andrea Pistor in ihren Ansprachen zum Festakt, der von Schülerinnen und Schülern der Grundschule Malente und der Schule an den Auewiesen mit Rolf Zuckowskis Lied „Ich schaff’ das schon“ eindrucksvoll eröffnet wurde, in den Vordergrund stellten. 

Godow warb dafür, dass die Menschen sich mehr in die Gemeinschaft einbringen sollten. „Ich will nicht sagen, alles ist oder wird gut. Es wird für uns in diesen nicht einfachen Zeiten Veränderungen geben, darauf müssen wir uns einstellen. Daher ist es wichtig, den Zusammenhalt in der Gemeinschaft zu stärken“, ist er sich sicher und stellte fest, dass ehrenamtliches Engagement daher nicht nur wichtig ist, sondern auch eine Wertschätzung erfahren muss.

Für Malentes Pastorin Andrea Pistor ist es für ein gutes Miteinander wichtig, im Gespräch zu sein, auch wenn die Meinungen nicht immer überein sind. „Zuversicht und Gemeinsinn wachsen, wenn wir Freundschaften und Beziehungen pflegen und stärken“, sagte die Pastorin und erzählte die Parabel vom guten und vom bösen Wolf. Der Stamm der Cherokee wusste, dass man den guten Wolf in sich füttern muss, damit die Zuversicht über das Böse gewinnt.

Zwei Menschen, die sich auf verschiedenen Ebenen für den Zusammenhalt in der Gesellschaft eingesetzt und auf ihre Weise den Menschen in der Gemeinde Zuversicht vermittelt haben, wurden im Laufe des Festaktes geehrt.

Mit dem Bürgerpreis der Gemeinde Malente wurde Julia Gelhardt ausgezeichnet, die diesen urlaubsbedingt nicht selbst in Empfang nehmen konnte. Sie ist ausgebildete Physiotherapeutin und hat sich seit ihrer Kindheit ganz dem Handballsport verschrieben. Seit vielen Jahren kümmert sie sich bei der HSG Holsteinische Schweiz um die handballerische Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. Julia Gelhardt ist selbst noch als Schiedsrichterin aktiv und bekleidet seit 2022 das Ehrenamt der Jugendschöffin am Amtsgericht Eutin. Ihr Anliegen ist, den Jugendlichen zu vermitteln, dass es beim Sport um mehr geht als um Ergebnisse, sondern dass Teamgeist und mannschaftlicher Zusammenhalt an erster Stelle stehen.

Ein Mann wurde im weiteren Verlauf geehrt, der über Jahrzehnte das kommunalpolitische Leben in der Gemeinde Malente entschieden geprägt hat.

Wilfred Knop wurde vom Bürgervorsteher Rainer Geerdts zum Ehrengemeindevertreter ernannt. Knop, der sein Amt als Gemeindevertreter zum 31. Dezember 2025 niedergelegt hat, war seit 1974 Mitglied der Gemeindevertretung. Darüber hinaus war er von 1992 bis 2019 Dorfvorsteher in Kreuzfeld und langjähriger Abgeordneter für die FDP im Kreistag.

„Es war eine lange Zeit, aber die Ehrenämter haben mir zum großen Teil Spaß gemacht, da ich etwas bewegen konnte für die Menschen in der Gemeinde. Allerdings muss ich dafür auch meiner Frau danken, die mir mehr als einmal den Rücken freigehalten hat“, blickte der Geehrte auf seine langjährige Tätigkeit zurück.