Ministerin besuchte internationale Jugendbegegnung

reporter Neustadt 38

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Ahrensbök. Schleswig-Holsteins Bildungs- und Kulturministerin Dr. Dorit Stenke hat am Freitag die internationale Jugendbegegnung in der Gedenkstätte Ahrensbök besucht. Im Mittelpunkt des rund 90-minütigen Treffens standen der Austausch mit den Jugendlichen, unterschiedliche Perspektiven auf Erinnerungskultur sowie die Frage, welche Bedeutung Gedenkstätten und historisch-politische Bildung für die Zukunft haben.

An der diesjährigen Jugendbegegnung nehmen 14 junge Menschen im Alter von 17 bis 23 Jahre aus Italien, Polen, Rumänien, Moldawien, der Türkei und Deutschland teil. Das zehntägige Programm wird von der Gedenkstätte Ahrensbök gemeinsam mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge durchgeführt. Die Gedenkstätte veranstaltet bereits seit 1999 internationale Jugendbegegnungen.

 

Vor dem Besuch der Ministerin arbeiteten die Jugendlichen gemeinsam mit ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitenden im Garten der Gedenkstätte. Dabei stellten sie Gestecke für die Stelen entlang der Route des Todesmarsches durch Ostholstein her und halfen bei der Pflege der Außenanlagen. Der praktische Arbeitseinsatz ist Teil des Programms und verbindet die Beschäftigung mit historischen Orten (unter anderem die Lübecker Synagoge und den Cap Arcona Ehrenfriedhof) mit konkretem Engagement für die Erinnerungsarbeit.

 

Nach einem Rundgang durch den Garten kam die Ministerin im Seminarraum mit den Teilnehmenden ins Gespräch. Dabei ging es unter anderem um Erinnerungskultur in Deutschland, die Rolle von Lehrkräften oder den Umgang mit aktuellen rechtsextremen Gefahren. Aber auch die Aufgabenbereiche einer Ministerin und was für ein eventuelles Studium in Deutschland spricht, waren Teil der Interessen. Die Gesprächsrunde war bewusst als offener und informeller Austausch angelegt. Auf die Frage, was Bildung in der Zukunft brauchen werde, sagte Bildungs- und Kulturministerin Dr. Dorit Stenke: „Ein Lernen aus der Vergangenheit. Uns heute zu reflektieren und unsere Werte zu bewahren“.

 

Im Verlauf der Jugendbegegnung setzen sich die Teilnehmenden in Workshops, Exkursionen, Gesprächen und kreativen Projekten mit der Geschichte des Nationalsozialismus und unterschiedlichen Formen des Erinnerns auseinander. Ziel ist es, nationale Perspektiven miteinander ins Gespräch zu bringen und gemeinsames Lernen, Verständigung und Verantwortungsbewusstsein in Europa zu stärken. Besonders eindrücklich war der intensive Austausch am Nachmittag sowie das große Engagement der jungen Menschen. (red)

 

Über die internationale Jugendbegegnung

Die internationale Jugendbegegnung findet vom 29. Juli bis zum 8. August 2026 statt. Sie ist ein Kooperationsprojekt der Gedenkstätte Ahrensbök und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. Das Programm verbindet historisches Lernen, internationale Begegnung, Exkursionen und praktische Arbeitseinsätze.