Volles Programm und starker Zusammenhalt

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Sie sorgen als „fleißige Bienchen“ dafür, dass bei den vielen Veranstaltungen alles glatt läuft und der Kaffee nicht ausgeht. Dafür erhielten Renate Thode, Ursula Drews, Erika Schwien, Traute Giese und Isa Militzer (v.li.) den hochverdienten Dank.

Sie sorgen als „fleißige Bienchen“ dafür, dass bei den vielen Veranstaltungen alles glatt läuft und der Kaffee nicht ausgeht. Dafür erhielten Renate Thode, Ursula Drews, Erika Schwien, Traute Giese und Isa Militzer (v.li.) den hochverdienten Dank.

Bild: A. Jabs

Eutin (aj). Auf diese Mitglieder ist Verlass: Alljährlich zur Hauptversammlung des Eutiner Sozialverbandes Deutschland (SoVD) Ortsverein Eutin sind Gaststube und Wintergarten des Eutiner Brauhauses voll besetzt, wenn es darum geht, gemeinsam Rückschau zu halten und zum Beispiel über Wahlen die Weichen für die Zukunft des Vereines neu zu stellen. Der wiedergewählten Vorsitzenden Heidemarie Kunze wurde das Vertrauen einstimmig ausgesprochen. Sie wird der mehr als 1.600 Mitglieder starken Gemeinschaft in herausfordernden Zeiten weiterhin sicher und selbstbewusst vorstehen. Dabei kann sie sich auf einen motivierten Vorstand verlassen. Dass sie auch hohe Hürden zu nehmen vermag, zeigt ein Blick ins vergangene Jahr: „Da gab es einen Brennpunkt“, so Kunze und führte aus: „Nach der Kündigung für die Räume im Bürgertreff durch die Stadt Eutin, arbeiteten wir viele Monate am Kulturbahnhof Eutin mit. Dann hat sich das zerschlagen“, so Kunze. Für sie habe angesichts der ungewissen Laufzeit des Projektes Kulturbahnhof die Verantwortung für die Mitgliedsbeiträge im Vordergrund gestanden. Ein Telefonat mit dem Ortsvereinsvorsitzenden des Deutschen Roten Kreuzes, Nico Menath, legte schließlich den Grundstein für eine enge Zusammenarbeit: „Das brachte neue Perspektiven: Verbindlich, klar, auf Augenhöhe!“, lobte Heidemarie Kunze. Menath nahm in seinem Grußwort den Ball auf und sicherte zu, dass die Gruppen und Zusammenkünfte weiterhin im Bürgertreff in der Stolbergstraße 8 stattfinden könnten: „Wir als DRK werden Sie nicht auf die Straße setzen und streben keinen Verkauf des Hauses an“, unterstrich er. Allerdings sind umfassende Sanierungsarbeiten vorzunehmen, die ohne Fördermittel und weitere Unterstützung vom DRK-Ortsverein allein nicht zu finanzieren sind: „Wir prüfen, wie wir das Haus halten können“, so Menath. Aktuell läuft eine Spendenaktion an: Auf der Plattform betterplace.org wird bereits für den Erhalt des Bürgertreffs gesammelt. 

Welche Bedeutung der Ort für die Arbeit allein des SoVD OV Eutin hat, zeigte sich im Bericht über die vielfältigen Aktivitäten. So turnen regelmäßig etwa 30 Menschen in der Gruppe „Locker vom Hocker“. Die Gruppe besteht seit 14 Jahren und die Ergebnisse sind so überzeugend, dass selbst das Ärztenetz die Menschen für Bewegung auf Rezept an den SoVD verweise, wie Kunze stolz anmerkte. Bei Gesellschaftsspielen mit Kaffee und Kuchen kamen übers Jahr 755 Personen, acht über 90-Jährige erhielten einen Geburtstagsbesuch und der Krankenbesuchsdienst dachte an diejenigen, die zu Hause oder im Krankenhaus verweilen müssen: „Unser Motto ‚Gemeinsam statt einsam‘ ist aktueller denn je“, brachte es Heidemarie Kunze auf den Punkt. Für 2026 stehen entsprechend sieben Tagesfahrten, eine Mehrtagesfahrt, zwei Theaterfahrten, das Sommerfest und die Adventsfeier im Kalender. Auf letzterer wird auch das 80-jährige Bestehen des Ortsvereins festlich begangen. 

Die vollendeten acht Jahrzehnte kann auch Waldemar Hering bald feiern. Er gehörte zu den Ehrenamtlichen, die sich aus der Vorstandsarbeit zurückziehen. 40 Jahre Mitgliedschaft und 35 Jahre Ehrenamt stehen für ihn zu Buche: „Er hat immer mehr gemacht, als er musste“, bescheinigte Heidemarie Kunze dem Kassenwart. Ebenfalls Tschüß sagten Anke Hering, deren Kuchen unvergessen bleiben werden, Heiner Friedrichsen, mit dessen plattdeutschen Vorlesen weiter zu rechnen sein wird, und Udo Matthiensen, der über seine Frau Barbara sicher die Verbindung halten wird.

Barbara Matthiensen gehört als stellvertretende Vorsitzende zum großen Vorstand: „Ohne die vielen Schultern wäre die Arbeit gar nicht zu bewältigen“, hebt sie hervor. Regina Flemke erhielt als neue Schatzmeisterin genauso den einstimmigen Rückenwind der Versammlung wie Willy Schulz als ihr Stellvertreter, Schriftführerin Gerlinde Heydorn und die Beisitzerinnen Marianne Köhler, Gesche Bruhn, Geralda Schulz, Gudrun Orlick und Beisitzer Nils Schulz.

Konkreten Zuspruch für die ehrenamtliche Arbeit würde sich Heidemarie Kunze auch von der Stadt Eutin wünschen: „Das Parken bleibt ein Thema“, stellte sie heraus. Viele Termine werden mit dem Auto erledigt, die Parkgebühren schlagen sich entsprechend nieder: „Die Stadt will keine Park-Karte für Ehrenamtliche ausstellen. Da müssen wir am Ball bleiben!“, gab sich Kunze kämpferisch.