Weniger Mitglieder und hohe Kosten: Kirche startet Zukunftsprozess

Kristina Kolbe 18

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Eutin. Sinkende Mitgliederzahlen, steigende Personalkosten und ein großer Gebäudebestand stellen den Kirchenkreis vor finanzielle Herausforderungen. Die Synode des Kirchenkreises hat deshalb am Samstag, 29. August, in Eutin die Weichen für einen umfassenden Transformationsprozess gestellt. Die 42 anwesenden Synodalen beschlossen die wesentlichen Anträge mit großer Mehrheit. Eine zehnköpfige Arbeitsgruppe soll nun die Aufgaben, Leistungen und Kosten der kirchlichen Arbeit überprüfen und Handlungsempfehlungen erarbeiten. Dabei sollen auch Kirchengemeinden sowie interne und externe Fachleute einbezogen werden. Ziel ist es unter anderem, Kosten zu senken und vorhandene Ressourcen effizienter zu nutzen. Endgültige Entscheidungen bleiben der Synode beziehungsweise im vorgesehenen kirchenrechtlichen Rahmen den Kirchengemeinden vorbehalten. Hintergrund ist auch der deutliche Mitgliederrückgang. Nach Angaben von Pröpstin Christine Halisch gehörten dem Kirchenkreis 2010 noch mehr als 110.000 Menschen an. Im April dieses Jahres waren es knapp 84.000. Gleichzeitig steigen die Personalkosten. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Immobilien. Verwaltungsleiter Georgy Palathunkal bezifferte den Bestand auf 311 Gebäude, darunter 63 Kirchen und Kapellen, 46 Pastorate und 43 Gemeindehäuser. 232 Gebäude werden demnach mit Öl oder Gas beheizt. Dafür fallen jährlich rund 960.000 Euro an, davon fast 125.000 Euro für die CO2-Besteuerung. „Ohne eine deutliche Reduzierung der Gebäude wird es nicht gehen“, sagte Propst Dirk Süssenbach. Eine erste Konzeption soll im ersten Halbjahr 2027 vorliegen und auf der Sommersynode beraten werden. Darauf sollen der nächste Doppelhaushalt und die mittelfristige Finanzplanung bis 2035 aufbauen. Für Sommer 2028 sind Entscheidungen über die konkrete Umsetzung vorgesehen. Zur Leitung des Prozesses wird außerdem eine auf vier Jahre befristete Stelle geschaffen. Diese Aufgabe soll der langjährige Verwaltungsleiter Dr. Matthias Hoffmann übernehmen. Die Synode wählte zudem neue Stellvertretungen für die Pröpste. Tourismuspastorin Gesa Paschen übernimmt diese Aufgabe für Pröpstin Christine Halisch in der Propstei Eutin, Vertretungspastor Wolfram Glindmeier für Propst Dirk Süssenbach in der Propstei Oldenburg. (red)