Halloween-Vorfall auf Fehmarn: Elfjährige entdeckt Nähnadel in Schokoriegel

Kristina Kolbe 176
Copyright: Polizeidirektion Lübeck

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UPDATE (2. November, 14 Uhr)

Neue Erkenntnisse nach Halloween-Vorfall auf Fehmarn: Polizei bittet um Abgabe gesammelter Süßigkeiten

Burg auf Fehmarn. Nach dem Fund einer Nähnadel in einem Schokoriegel am Halloweenabend in Burg auf Fehmarn hat die Polizei ihre Ermittlungen ausgeweitet. Die Bezirkskriminalinspektion Lübeck ermittelt inzwischen wegen des Verdachts der versuchten gemeingefährlichen Vergiftung. Um mögliche Spuren zu sichern, bittet die Polizei darum, sämtliche Süßigkeiten, die am Samstag, dem 31. Oktober, im Bereich der Bürgermeister-Lafrenz-Straße und Bürgermeister-Feilke-Straße gesammelt wurden, bei der Polizeistation Fehmarn abzugeben.

Wie bereits berichtet, hatte ein elfjähriges Mädchen während seiner Halloween-Tour eine etwa drei Zentimeter lange Nähnadel in einem Schokoriegel entdeckt. Zudem hatten das Mädchen und eine gleichaltrige Freundin Weingummi-Augen probiert, die ungewöhnlich seifig schmeckten und deshalb sofort wieder ausgespuckt wurden.

Nach den neuesten Erkenntnissen der Polizei waren die beiden Mädchen zwischen 17.15 und 18 Uhr in den genannten Straßen unterwegs. Die Süßigkeiten waren verpackt und äußerlich unauffällig. Die Erziehungsberechtigten meldeten den Vorfall am Sonntag bei der Polizei.

Weitere Strafanzeigen im Zusammenhang mit möglicherweise manipulierten Süßigkeiten liegen der Polizei bislang weder im Stadtgebiet Lübeck noch im Kreis Ostholstein vor. (red)

 

1. Meldung von Sonntag, 1. November

Burg auf Fehmarn. Beim Sammeln von Süßigkeiten fand ein elfjähriges Mädchen am Halloweenabend in Burg auf Fehmarn eine etwa drei Zentimeter lange Nähnadel in einem Schokoriegel. Zudem berichteten das Mädchen und eine gleichaltrige Freundin von gesundheitlichen Beschwerden, nachdem sie Weingummis probiert hatten. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung in zwei Fällen.

Nach Angaben der Polizei waren die beiden Mädchen am Samstag, dem 31. Oktober, gegen 21.30 Uhr in der Bürgermeister-Lafrenz-Straße unterwegs und klingelten an verschiedenen Haustüren. Während des Rundgangs brach eines der Mädchen einen Schokoriegel in zwei Teile und entdeckte darin die dünne Metallnadel.

Außerdem hatten die beiden Elfjährigen Weingummis probiert, die ihren Angaben zufolge ungewöhnlich nach Waschmittel schmeckten. Daraufhin spuckten sie die Süßigkeiten wieder aus. Eines der Mädchen klagte später über Kopfschmerzen, das andere zusätzlich über Übelkeit und Bauchschmerzen.

Am Sonntag informierten die Erziehungsberechtigten die Polizei über den Vorfall. Die aufgefundene Nadel wird sichergestellt. Wie sie in den Schokoriegel gelangte und wer dafür verantwortlich ist, soll nun ermittelt werden. An der Verpackung waren laut Polizei keine Auffälligkeiten zu erkennen.

Polizei rät zur Aufmerksamkeit

Weitere Hinweise auf manipulierte Schokoriegel oder auffällig schmeckende Weingummis liegen der Polizei in Lübeck und Ostholstein bislang nicht vor. Dennoch werden Eltern gebeten, die gesammelten Süßigkeiten gemeinsam mit ihren Kindern zu überprüfen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt beschädigten Verpackungen, ungewöhnlichem Geruch, verändertem Aussehen oder auffälligen Verformungen. Wer verdächtige Süßigkeiten entdeckt, sollte sich an die nächstgelegene Polizeidienststelle wenden.

Gleichzeitig mahnt die Polizei zur Ruhe. Nicht jede Übelkeit oder jeder Kopfschmerz müsse auf den Verzehr möglicherweise manipulierter Süßigkeiten zurückzuführen sein. (red)