2,2 Millionen Euro für Grömitz: Minister Claus Ruhe Madsen übergab Förderbescheid für neuen Seebrückenvorplatz
Grömitz. Der Seebrückenvorplatz ist laut Betriebsleiter des Tourismus-Service Manfred Wohnrade einer der meist frequentierten Orte in Grömitz, daher verdiene er eine Gestaltung, die seiner Bedeutung gerecht werde. Diesem Anliegen kommt die Gemeinde nun einen entscheidenden Schritt näher, denn für eine umfangreiche Neugestaltung wird das Ostseebad eine Förderung in Höhe von 2,2 Millionen Euro erhalten.
Den entsprechenden Förderbescheid überreichte Wirtschafts- und Tourismusminister Claus Ruhe Madsen am heutigen Donnerstag im Rahmen des Tourismustages Schleswig-Holstein an Manfred Wohnrade. „Die Förderung durch das Land Schleswig-Holstein ist ein großer Erfolg und ein wichtiges Signal für die Weiterentwicklung unseres Ostseebades. Wir schaffen hier einen neuen Treffpunkt für unsere Gäste und Einheimischen, einen Ort zum Verweilen, Begegnen, Spielen und Erleben“, freute sich der Tourismuschef. Mit der Förderung übernimmt das Land 60 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten und ermöglicht die umfassende Aufwertung des Ostseebades an der Schnittstelle zwischen Promenade, Strand und Seebrücke.
Wirtschafts- und Tourismusminister Claus Ruhe Madsen unterstrich bei der Übergabe die Bedeutung solcher Investitionen. Sie seien wichtig, damit die Urlaubsregionen im Wettbewerb um Übernachtungs- und Tagesgäste attraktiv bleiben. „Sonst droht, dass die Regionen den Anschluss im nationalen und internationalen Wettbewerb um Übernachtungs- und Tagesgäste verlieren“, mahnte er. Nach den Dünenwelten und dem Dünenpark werde mit dem Seebrückenvorplatz nun ein weiteres Projekt zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur in Grömitz in Angriff genommen. „Hier wird sicher ein weiterer Gästemagnet entstehen. Das fördern wir gerne!“, erklärte der Minister.
Ein neuer Mittelpunkt direkt an der Ostsee
Geplant sind großzügige Aufenthaltsbereiche mit geschwungenen Sitzmöglichkeiten, neuer Bepflanzung und einer Veranstaltungsfläche. Ein besonderer Blickfang soll die sogenannte „Grömitz Sonne“ werden. Ein Wasserspiel wird den Platz künftig prägen und auch in den Abendstunden für besondere Effekte sorgen. „Ein Highlight wird die ‚Grömitz Sonne‘ auch in den Abendstunden sein: Phosphoreszierende Steine sollen dann Licht in die Dunkelheit bringen und dem Platz eine ganz eigene Atmosphäre verleihen“, erklärte Jacqueline Schumacher, stellvertretende Betriebsleiterin des Tourismus-Service Grömitz.
Mehr Platz für Fußgänger und Veranstaltungen
Neben der optischen Aufwertung spielt auch die Funktionalität eine wichtige Rolle. Die Planung sieht vor, die Promenade auf beiden Seiten des Seebrückenvorplatzes zu verbreitern. Besonders in den Sommermonaten stoßen die vorhandenen Flächen durch die vielen Besucher regelmäßig an ihre Grenzen. Zusätzliche Aufenthalts- und Bewegungsflächen sollen die Wege entzerren und mehr Platz für Fußgänger schaffen.
„Wir möchten den Bereich rund um die Seebrücke nicht nur schöner gestalten, sondern auch funktionaler machen. Mehr Platz bedeutet mehr Aufenthaltsqualität, mehr Bewegungsfreiheit und ein angenehmeres Erlebnis für unsere Gäste und Einwohner“, so Wohnrade. Der neue Platz soll dabei ganzjährig genutzt werden können, im Sommer als Treffpunkt für Gäste und Einheimische und außerhalb der Hauptsaison als ruhiger Aufenthaltsort mit Blick auf die Ostsee.
Gestalterisch wird sich der Seebrückenvorplatz am bereits fertiggestellten Dünenpark orientieren. Langfristig verfolgt der Tourismus-Service das Ziel, die Promenade schrittweise in einem einheitlichen Erscheinungsbild zu erneuern. „Grömitz entwickelt sich stetig weiter. Mit dem neuen Seebrückenvorplatz investieren wir in einen Ort, der für unsere Gäste, unsere Bürgerinnen und Bürger und unsere touristischen Partner gleichermaßen einen Mehrwert schafft. Die Förderung des Landes hilft uns dabei, dieses wichtige Projekt umzusetzen“, freuen sich Wohnrade und Schumacher.
Die Fördermittel stammen aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). (ko/red)

