Anzeige: Let’s Dok im Kommunalen Kino Neustadt
Neustadt in Holstein. Das Kommunale Kino Neustadt beteiligt sich zum zweiten Mal an den Dokumentarfilmwochen, die in diesem Herbst bundesweit unter dem Motto „Schau hin!“ stehen. In Schleswig-Holstein gehört das KoKi zu den 11 Kinobetreibern und Kinovereinen, die bei Let‘s Dok 2026 dabei sind.
Aus dem umfangreichen Programmangebot hat das KoKi Neustadt zwei Produktionen ausgewählt. Am Mittwoch, 4. November, läuft im Kino-Center Neustadt um 20 Uhr der Dokumentarfilm „Eine Krankheit wie ein Gedicht“. In ihrem Debütfilm erzählt Jelena Ilic´ sehr persönlich von ihrer Vater-Tochter-Beziehung. Der Vater der Filmemacherin befindet sich seit fünf Jahren in der forensischen Psychiatrie und soll entlassen werden. Die Tochter möchte ihn auf seinem Weg zurück in die Gesellschaft begleiten. Trotz widerstrebender Gefühle. Da sind Ängste vor seinen Ausbrüchen, wenn er unberechenbar und gewalttätig wird. Da ist aber auch die Liebe zum Vater und die Bewunderung für den Künstler, der mit Fotografie, Malerei, Zeichnung und Skulpturen versucht, sich auszudrücken. Wie wird die erste Begegnung mit ihm sein, wie werden sie zurechtkommen? Auf berührende Weise lässt Jelena Ilic`die Zuschauer an diesem gemeinsamen Weg teilhaben.
Da es in Neustadt im Ameos Klinikum eine Forensik gibt, in der ausschließlich Männer im Maßregelvollzug leben, hat das KoKi Burkhard Blanck zu diesem Filmabend eingeladen. Der Sprecher der kleinen Selbsthilfegruppe von Angehörigen psychisch kranker Menschen in Neustadt, der zudem dem Vorstand der Initiative Forensik angehört, wird nach dem Film über seine Arbeit berichten und Fragen beantworten.
Eine Filmemacherin als Gesprächspartnerin erwartet die KoKi-Besucher am Dienstag, 10. November, um 20 Uhr im Kino-Center Neustadt. Ines Reinisch kommt zur Let‘s Dok-Vorführung von „Salz und Wasser“. Die Filmemacherin ist an Bord des legendären Forschungseisbrechers Polarstern gegangen, um die Arbeit der Wissenschaftler zu begleiten. In der fast unwirklichen Welt der Antarktis erforschen sie die Zukunft des mächtigen Zirkumpolarstroms. Sollte er sich aufgrund der globalen Erderwärmung südwärts verlagern, bringt er warmes Wasser an die Küste der Ostantarktis. Sollte die Ostantarktis komplett schmelzen, wäre ein globaler Anstieg des Meeresspiegels um bis zu 52 Metern die Folge. Im Anschluss an den Film ist Ines Reinisch diskussionsbereit.
Karten für beide Dokumentarfilme gibt es für 5 Euro im Buchladen Buchstabe und an der Abendkasse. (red)


