Brenkenhagen Open Air 2026: Veranstalter sind zufrieden, soll auch in 2027 stattfinden
Grömitz/Brenkenhagen. Eine Handvoll Leute entscheidet sich in einer Bierlaune dafür, ein Fest auf die Beine zu stellen, damit ein ganzes Dorf und alle, die möchten, zusammenkommen und gemeinsam feiern können. Was auf den ersten Blick vielleicht eher nach Schnapsidee klingen könnte, entpuppte sich nun schon zum zweiten Mal als höchst professionell organisiertes Festival, bei dem Lineup und Infrastruktur anderen kommerziellen Open-Airs in nichts nachstehen.
Um das BOA auf diese Weise umzusetzen, braucht es eine starke Dorfgemeinschaft, viele freiwillige Helferinnen und Helfer, erfahrene Unterstützer, wie zum Beispiel den Tourismus-Service Grömitz, der unter anderem Bauzäune und Bühne sowie einen Shuttleservice zwischen Grömitz und Brenkenhagen zur Verfügung stellte, und knapp 40 Sponsoren aus dem nahen Umkreis. Doch vor allem braucht es eins, nämlich ein engagiertes Organisationsteam, das mit Herz und Leidenschaft dabei ist. Im Fall des BOA sind das die Brenkenhagener Hannes Buman, Miriam Gertz, Nadja Krupp, Alexander Krupp, Lasse Hennings und John Nestler. Bei ihnen laufen alle Fäden zusammen, denn sie waren im Vorfeld ein ganzes Jahr lang mit den Vorbereitungen beschäftigt und organisierten neben den zahlreichen Sponsoren und Acts auch die Infrastruktur. Eine Stunde vor Festivalstart zeigten sich die Verantwortlichen voller Vorfreude auf das Event. Sie verrieten im Gespräch mit dem reporter allerdings auch, dass sie vor allem in der Aufbauwoche gemeinsam mit den 25 freiwilligen Helfern alles gegeben hätten und inzwischen ganz schön erschöpft seien. Auf die Frage nach ihrer Motivation antwortete John Nestler: „Einfach, weil wir Bock drauf haben, das Leben und die Gemeinschaft zu feiern.“ Im letzten Jahr habe die Crew sehr viel positives Feedback erhalten, auch dass habe sie in diesem Jahr durch die teilweise kräftezehrenden Aufgaben getragen, so Nestler. Alexander Krupp ergänzte, dass auf dem BOA auch immer ein bisschen Klassentreffen-Stimmung herrsche, da viele ehemalige Brenkenhagener extra für das Festival anreisen und es eine tolle Gelegenheit biete, die alten Bekannten aus der Heimat wiederzutreffen.
Dass sich der Aufwand auch in diesem Jahr wieder gelohnt hat, bestätigten nicht nur die circa 1.500 feierfreudigen Besucherinnen und Besucher, die am vergangenem Samstag nach Brenkenhagen gekommen waren. Auch die Organisatoren verbuchten das Event als vollen Erfolg. „Es war wirklich toll“, resümierte Nadja Krupp und verriet, dass es auch im nächsten Jahr wieder ein BOA geben wird. Wann genau, wird demnächst auf den Social-Media-Kanälen des Festivals bekannt gegeben. Die Einnahmen aus den Kartenverkäufen kommen übrigens (nach Abzug der Kosten) ebenfalls der Dorfgemeinschaft zugute und fließen in bedarfsgerechte Unterstützung, wie beispielsweise die Anschaffung eines Sonnensegels für den Grillplatz im letzten Jahr. Wo und ob in diesem Jahr ebenfalls investiert werden kann, zeigt sich nach dem Kassensturz. Dann wolle man gemeinschaftlich entscheiden. (ko)
