Der Immobilienmarkt hat sich verändert - Neustädter Immobilien Markt Analyse 2025/2026

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Ostholstein. Die Firma FRICK IMMOBILIEN (Gebietsleitung Ostholstein der LBS Immobilien GmbH Schleswig-Holstein) hat zum 26. Mal die Entwicklung des Immobilienmarktes im Großraum Neustadt in Holstein analysiert. Erfasst wurden die Verkaufsangebote von Wohnhäusern, Eigentumswohnungen, Grundstücken, Ferienhäusern sowie Wohn- und Geschäftshäusern, ebenso die Anbieter (Makler und Privatverkäufer) und die Dauer der Vermarktung.

Im Wirtschaftsraum Neustadt in Holstein (12-Kilometer-Radius) wurden von April 2025 bis April 2026 insgesamt 173 Immobilien zum Verkauf angeboten.

160 Maklerangeboten standen lediglich 13 Privatangebote gegenüber – anteilig weniger als in den Vorjahren. Von den 60 verschiedenen Maklern hatte jedoch der Großteil nur eine einzige Immobilie im Angebot.

Das Vermittlungsvolumen der LBS Immobilien Ostholstein/FRICK IMMOBILIEN bewegte sich weiterhin auf dem hohen Niveau der Vorjahre.

Die Verweildauer der Immobilien am Markt hat allerdings gegenüber den Vorjahren deutlich zugenommen und beträgt nunmehr mehrere Monate.

Im Wirtschaftsraum Neustadt wurden 65 Einfamilienhäuser und 16 Mehrfamilienhäuser angeboten. Die Anzahl der Reihenhäuser und Doppelhaushälften blieb hingegen nahezu unverändert. Berücksichtigt wurden ausschließlich Objekte, die seit April 2025 neu ins Angebot gekommen sind.

Auffällig ist, dass die größten Preiskorrekturen während der Vermarktung in Pelzerhaken und Sierksdorf vorgenommen wurden. Hochpreisige Häuser lassen sich derzeit schwerer verkaufen. Ältere Käufer interessieren sich eher für Objekte mit geringem Investitionsbedarf. Sie sind kapitalstark und bevorzugen möglichst ebenerdige Häuser (Bungalows) ohne größeren Modernisierungsaufwand.

Jüngere Käufer – meist aus der Region – interessieren sich dagegen für „bezahlbare“ Häuser und zeigen sich bei Ausstattung und Modernisierungsbedarf kompromissbereiter. Maßnahmen werden teilweise erst für später eingeplant.

Die Nachfrage nach günstigeren Immobilien ist bei jüngeren Familien insgesamt wieder gestiegen, da sie Alternativen zu den inzwischen teuren Mietobjekten suchen und beispielsweise durch Familienzuwachs akuten Handlungsbedarf haben.

Hohe Zinsen und Unterhaltungskosten dämpfen weiterhin die Nachfrage nach Mehrfamilienhäusern. Gleichzeitig haben die Mietpreise inzwischen auch im ländlichen Raum angezogen.

Saisonvermietete Wohnungen werden zunehmend auch als Monteurswohnungen angeboten, da die Aufenthaltsdauer der Feriengäste weiter abnimmt. Viele Ferienwohnungen gehen daher in die Dauervermietung über. Die stark gestiegenen Betriebskosten bestätigen den alten Grundsatz: „Die zweite Miete frisst die erste“, da viele Mieter die Kombination aus höherer Kaltmiete und steigenden Nebenkosten nicht mehr tragen können. Dies reduziert wiederum das Interesse von Kapitalanlegern an Mehrfamilienhäusern, da die erzielbaren Nettomieten betroffen sind.

Weitere Informationen:

Christine und Jan-Pieter Frick erteilen unter 04561/9065 gern detailliertere Auskünfte zur NIMA (Neustädter Immobilien Markt Analyse). Die vollständige Analyse (inklusive Grafiken) ist auch unter www.frick-immobilien.de abrufbar. (red)