Erste polizeiliche Silvesterbilanz

Kristina Kolbe 90

Bild: Hfr

Ostholstein. Die überregionalen Nachrichten sind gesäumt von Meldungen über Vorfälle in der Silvesternacht. Auch die Polizei in Ostholstein zieht eine erste Bilanz. Im Kreisgebiet rückten die Beamtinnen und Beamten zu insgesamt 64 Einsätzen aus, zum Vergleich: 2024/2025 waren es 47.

Die Silvesternacht sei für die Polizei „durchgehend ausgelastet“ gewesen. Die Einsatzkräfte hätten sich auf Feierlichkeiten, größere Personengruppen sowie Zuschaueransammlungen bei Feuerwerken zum Jahreswechsel eingestellt und wie in den Jahren zuvor den Streifen- und Präsenzdienst im Kreisgebiet erhöht. Dabei sei es im Verlauf des Tages bis zu Mitternacht bereits zu diversen silvestertypischen Einsätzen gekommen. Wie in den Vorjahren auch ging es bei der Mehrzahl der Einsätze um den unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern.

So meldeten Anrufer der Einsatzleitstelle vermehrt Würfe mit Böllern oder das Abbrennen von Raketen in Richtung von Häusern und Fahrzeugen sowie brennende Mülleimer und Hecken. In Grömitz blockierten gegen 22 Uhr in Höhe einer Gaststätte in der Wicheldorfstraße mehrere Personen die Fahrbahn und warfen mit Böllern. Teilweise wurden auch Feuerwerksverbotszonen ignoriert und Feuerwerkskörper in unmittelbarer Nähe von Reetdachhäusern oder landwirtschaftlichen Betrieben mit Tierhaltung gezündet. So etwa ebenfalls in Grömitz, wo kurz nach Mitternacht eine größere Menschenmenge direkt vor einem Reetdachhaus Feuerwerkskörper abbrannte.

Die verschiedenen Veranstaltungen in den Ostseebädern seien hingegen ruhig und ohne herausragende polizeiliche Einsätze verlaufen. (red)