Geldsegen für Altenkrempes Basilika: Förderbescheid über 497.658 Euro für die Sanierung überreicht
Altenkrempe. Wer auf der Autobahn zwischen Lübeck und Fehmarn unterwegs ist, kennt ihn: den weithin sichtbaren Turm der Altenkremper Basilika. Nun gibt es für den Erhalt des markanten Bauwerks einen kräftigen finanziellen Schub. Die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Altenkrempe erhält 497.658 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes. Der Förderbescheid wurde am Montagmorgen in der Basilika übergeben.
„Heute ist für uns als Kirchengemeinde ein großartiger Tag“, sagte Pastor Friedemann Holmer. Der Startschuss für die notwendige Sanierung sei nun endgültig gefallen und die Finanzierung des ersten Bauabschnitts zu einem großen Teil geklärt. Mit der Fördersumme werde ein Zeichen gesetzt, das „weit über Altenkrempe hinaus strahlt“ und deutlich mache: „Hier steht ein Kulturdenkmal, das man erhalten sollte.“
Auch Kulturministerin Dr. Dorit Stenke (CDU) zeigte sich bei der Übergabe beeindruckt von der Basilika. „Solche Gebäude erfordern unsere Aufmerksamkeit“, sagte Stenke. Man müsse an manchen Stellen „auch tatkräftig zu Werke gehen“, um die Substanz zu sichern und zugleich dafür zu sorgen, dass die Kirche weiterhin ein Ort bleibe, an dem Menschen Gottesdienste feiern, zusammenkommen und innehalten können. Gerade solche Orte gehörten zum kulturellen Erbe, das es zu bewahren und zu pflegen gelte.
Die Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn (SPD) und Sebastian Schmidt (CDU), die sich für die Förderung stark gemacht hatten, betonten die Bedeutung der Basilika. Sie habe eine prägende und identitätsstiftende Wirkung für die Menschen und die ganze Region, sagte Hagedorn. Es sei keine Selbstverständlichkeit, wie der Kirchenkreis mit der Kompetenz seiner Bauabteilung „ein gutes Auge darauf hat, wo wir wirklich ganz dringend ranmüssen.“ Zugleich dankte sie den Ehrenamtlichen im Kirchengemeinderat für ihr Engagement. „Sie leisten für die Menschen in der Region einen großen Dienst“, sagte Hagedorn.
Auch Sebastian Schmidt unterstrich das besondere gesellschaftliche Engagement für die Kirche. Er selbst sei häufig auf das Projekt angesprochen worden, was die Verbundenheit der Region mit der Basilika als Wahrzeichen dokumentiere. „Als Gemeinde haben Sie hier lange dafür gebetet, und dieses Gebet wurde heute in der ersten Tranche erhört“, sagte Schmidt und weiter: „Den heutigen Segen hat die Ministerin des Landes überreicht – eine wunderbare Sache.“
Für Pastor Holmer ist die Förderung auch deshalb ein „Geschenk des Himmels“. Er erinnerte an das biblische Wort aus Psalm 127: „Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen.“ Ohne Unterstützung von außen und von anderen hätte die Sanierung keine Chance, sagte der Pastor. Sein Dank galt deshalb auch dem Kirchenkreis, dem Landeskirchenamt, dem Landesamt für Denkmalpflege, den Fachleuten und den zahlreichen Ehrenamtlichen, die das Projekt vorangebracht haben.
Doch die knapp 500.000 Euro sind erst der Anfang. Holmer machte deutlich, dass noch ein langer Weg vor der Kirchengemeinde liegt. Die Sanierung des Daches von Turm und Kirchenschiff wird nach einer ersten Schätzung rund 2,5 Millionen Euro kosten. „Es ist also kein Sprint, sondern eher ein Marathon, der vor uns liegt“, sagte er.
Bei der Sanierung geht es vor allem um die marode historische Holzkonstruktion von Turm und Chor. Zahlreiche Balken sind durch Witterung, Braunfäule und mikrobiellen Befall stark geschädigt. Im ersten Bauabschnitt sollen die Tragwerksteile instandgesetzt oder erneuert werden. Dafür wird das Dach abgedeckt und die historische Konstruktion unter den Vorgaben des Denkmalschutzes saniert. (he)



