Grömitzer Pastorin: Feierlicher Gottesdienst zur Verabschiedung
Ostseebad Grömitz. Propst Dirk Süssenbach hat Pastorin Angela Zuschneid-Dorn am vergangenen Sonntag aus ihrem Dienst in der Kirchengemeinde Grömitz und im Pfarrsprengel Ostsee Klosterland entlassen, wo sie 24 Jahre tätig war. Sie wird künftig im Pfarrsprengel Auenregion und dort vor allem in der Kirchengemeinde Gnissau tätig sein.
Die Einführung von Pastorin Angela Zuschneid-Dorn auf der dritten Pfarrstelle der Auenregion – einer „halben Stelle“ – findet am Sonntag, dem 11. Januar um 14 Uhr in St. Katharinen statt. Doch vor dem Neubeginn stand ein Abschied: In der gut besuchten Kirche St. Nicolai in Grömitz entpflichtete Propst Dirk Süssenbach die Pastorin in einem feierlichen Gottesdienst, der vom Nicolaichor, der Nicolai Brass Band und Friederike Lorenzen an der Orgel stimmungsvoll begleitet wurde.
Natürlich falle so ein Abschied nach 24 Jahren in einer Kirchengemeinde schwer, sagte Süssenbach, zumal die Pastorin damit „auch ein Stück Zuhause“ zurücklassen werde. Doch so ein Wechsel sei nicht nur normal, sondern empfehlenswert, „damit man in der Entwicklung seiner beruflichen Rolle und Fertigkeiten nicht stehen bleibt“.
Der Abschied der Pastorin ist für den Pfarrsprengel Ostsee Klosterland der Beginn eines Jahrs des Umbruchs. Denn auch die Pastoren Holger Lorenzen (Grömitz) und Burkhard Kiersch (Cismar) werden 2026 in den Ruhestand verabschiedet. Auf die Kirchengemeinde kämen nun zunächst Fragen der Priorisierung, Aufgabenkritik und notwendigen Reduktion von Aufgaben sowie der Ausgestaltung eines Konzepts „für eine echte Zusammenarbeit im Pfarrsprengel“ zu, so der Propst. Er verwies auf den Mangel an pastoralem Nachwuchs, den Mitgliederschwund in der Kirche und die damit verbundenen sinkenden Kirchensteuereinnahmen. Der Propst würdigte Zuschneid-Dorns Tätigkeit in Grömitz, deren Schwerpunkte vor allem in der religionspädagogischen Begleitung der Arbeit im evangelischen Kindergarten, der Konfirmandenarbeit mit dem Kreis der Jugendteamer und den Pfadfindern lag. Aber auch das sonntägliche „Herzkaffee“ mit Gesprächsangeboten für Erwachsene und Bastelangeboten für Kinder fand ebenso wie das „Frauenfrühstück“ und vieles andere Erwähnung.
Unter den Gästen waren Bürgermeister Sebastian Rieke, Bürgervorsteher Matthias Dammer, Pastorinnen und Pastoren aus Nachbargemeinden, langjährige Kollegen, der Kirchenvorstand sowie zahlreiche Gemeindemitglieder. (red/mg)

