Großes Interesse beim Netzwerkforum „Erben und Testament“
Neustadt in Holstein. Auf großes Interesse stieß das jüngste Netzwerkforum des Gewerbevereins Neustadt zum Thema „Erben und Testament - Nachlass richtig regeln“. Über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung in „Gordans Schützenhof“ gefolgt und nutzten die Gelegenheit, sich umfassend über die Bedeutung einer frühzeitigen Nachlassregelung zu informieren. Referentin des Abends war die Rechtsanwältin und Erbrechtsspezialistin Isabella Vieregge, die in ihrem Vortrag verständlich und praxisnah die Grundlagen des Erbrechts erläuterte. Im Mittelpunkt standen unter anderem die gesetzliche Erbfolge, Gestaltungsmöglichkeiten eines Testaments, Pflichtteilsansprüche sowie typische Fehler bei der Nachlassregelung. Besonders deutlich wurde während der Veranstaltung, wie wichtig eine klare und rechtzeitige Regelung des Nachlasses ist - insbesondere dann, wenn Unternehmen oder Betriebe betroffen sind. Ungeklärte Erbfolgen können nicht nur familiäre Konflikte auslösen, sondern im schlimmsten Fall auch die Existenz eines Unternehmens gefährden. „Liegt keine testamentarische Regelung vor, greift automatisch die gesetzliche Erbfolge. Gerade bei Unternehmen kann das zu erheblichen Problemen führen und Betriebe im Ernstfall sogar in ihrer Existenz gefährden“, betonte Vorstandsmitglied Roman Seidler.
Auch das Thema Pflichtteilsansprüche dürfe nicht unterschätzt werden, da hier häufig erhebliche finanzielle Belastungen entstehen könnten. Im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich eine rege Diskussion mit vielen Fragen aus dem Publikum. Die hohe Teilnehmerzahl und das große Interesse zeigten deutlich, dass das Thema Vorsorge und Nachlassregelung viele Menschen bewegt. Der Gewerbeverein Neustadt zog daher ein durchweg positives Fazit der Veranstaltung. Die große Resonanz habe gezeigt, wie wichtig praxisnahe Informationsangebote zu aktuellen Themen seien. Der Verein werde sich weiterhin engagieren, Veranstaltungen zu wichtigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen anzubieten und damit den Austausch sowie die Information in der Region weiter zu fördern. (red)

