Heimniederlage besiegelt Abstieg der HSG Ostsee

Marco Gruemmer 67
Für den Moment am Boden und doch voller Kampfgeist: Die HSG Ostsee hat den sofortigen Wiederaufstieg als Ziel ausgegeben.

Für den Moment am Boden und doch voller Kampfgeist: Die HSG Ostsee hat den sofortigen Wiederaufstieg als Ziel ausgegeben.

Bild: „Daniel Haase - rabbit Photography“

Neustadt/Grömitz. Die HSG Ostsee N/G hat im letzten Heimspiel der Saison gegen die Mannschaft des HC Eintracht Hildesheim mit 26:39 (11:20) verloren. Da parallel auch der Oranienburger HC, der zudem den direkten Vergleich gegen die HSG gewonnen hat, gegen den HC Empor Rostock punktete, steht fest: Die HSG Ostsee steigt nach acht Jahren in der 3. Handball-Bundesliga in die Regionalliga Hamburg/Schleswig-Holstein ab. Damit muss der Verein knapp zwölf Jahre nach Gründung der Spielbetriebsgesellschaft erstmals einen Abstieg hinnehmen.

HSG Ostsee will schnellstmöglich zurück

Trotz des sportlichen Rückschlags richtet sich der Blick an der Ostseeküste nach vorne. Intern hatte man sich bereits frühzeitig auf das Szenario eines möglichen Abstiegs vorbereitet und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Mit einem Kader um Bruhn, Möller und Kretschmer geht die HSG Ostsee mit einem klaren Ziel in die kommende Spielzeit: der direkte Wiederaufstieg in die 3. Liga.

Zahlreiche Leistungsträger des aktuellen Drittliga-Kaders haben sich diesem Ziel verschrieben. Für viele steht fest: Die HSG Ostsee gehört in die 3. Liga. Im letzten Spiel der laufenden Saison beim Lokalrivalen HSG Eider Harde will sich das Team erhobenen Hauptes aus der Liga verabschieden, bevor unmittelbar danach der Fokus vollständig auf die neue Aufgabe gerichtet wird. Die Rollenverteilung ändert sich dabei grundlegend: Vom Underdog, der Jahr für Jahr um den Klassenerhalt kämpft, wird die HSG Ostsee zum Topfavoriten auf die Meisterschaft in der Regionalliga. Diesem Anspruch will der Verein nicht nur sportlich, sondern auch strukturell gerecht werden, unter anderem durch weitere Verbesserungen der Infrastruktur.

„Die Teilnahme am Spielbetrieb der 3. Liga war für uns Jahr für Jahr ein enormer Kraftakt. Wir sind jede Saison mit dem Ziel Klassenerhalt angetreten. In dieser Saison hat es uns nun getroffen. Auf dieses Szenario waren wir jedoch vorbereitet und haben frühzeitig die Weichen gestellt. Wir verfügen über viele Spieler mit hoher Qualität, die sich zu 100 Prozent mit dem Verein identifizieren und nun gemeinsam den Wiederaufstieg anstreben“, so Geschäftsführer Johann Plate. (red/mg)