HSG Ostsee erleidet Schiffbruch im Abstiegskampf

reporter Neustadt 12

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HSG Ostsee N/G 31:43 EHV Aue

Die HSG Ostsee N/G hat im ersten Heimspiel des Kalenderjahres eine herbe Niederlage hinnehmen müssen. Gegen den haushohen Favoriten vom EHV Aue setzte es die erwartete Pleite, die zur Folge hat, dass die Ostseestädter nun zwei Punkte vom rettenden Ufer entfernt sind. Vor den richtungsweisenden Partien gegen den DHK Flensborg am kommenden Wochenende sowie gegen die HG Hamburg-Barmbek gerät die HSG damit weiter unter Druck.

Ein Lichtblick bleibt dennoch: Die Mannschaft präsentiert sich weiterhin als geschlossene Einheit. Neuzugang Noah Moussa findet immer besser in das Spielsystem, zudem ist Jasper Bruhn nach überstandener Grippe wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

 

Start-Ziel-Sieg für den EHV Aue

Die ambitionierte Profimannschaft des EHV Aue, die kurzfristig die Rückkehr in die 2. Handball-Bundesliga anstrebt, ließ über die gesamten 60 Minuten keinerlei Zweifel am Ausgang der Partie aufkommen. Bereits nach sechs Minuten lagen die Gäste mit 4:0 in Führung. Bis zur Halbzeit bauten die Sachsen ihren Vorsprung konsequent auf zehn Tore aus (13:23).

Auch im zweiten Durchgang diktierte Aue eindrucksvoll das Tempo und stellte in der 50. Minute auf 22:39. Mit einer komfortablen 17-Tore-Führung im Rücken schalteten die Gäste in der Schlussphase zwei Gänge zurück, sodass die HSG Ostsee mit einem 5:1-Lauf noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnte.

Der EHV Aue unterstrich damit einmal mehr seinen Status in der 3. Liga Nord-Ost: Neun Siege aus den letzten zehn Spielen bei einer Tordifferenz von +81 sprechen eine deutliche Sprache - Aue zählt zurecht zu den absoluten Top-Teams der Liga.

 

Fazit: Ausfall von Jasper Bruhn wiegt schwerer als erwartet

Gerade der personelle Aspekt könnte sich in den kommenden Wochen als entscheidender Faktor erweisen. Wie wichtig Jasper Bruhn für die HSG Ostsee ist, zeigt nicht nur seine Rolle als mit Abstand bester Torschütze der Mannschaft, sondern auch ein Blick auf die Defensivstatistik: Seit Bruhns Ausfall - beginnend mit der Roten Karte in der 44. Minute gegen die Sportfreunde Söhre sowie seinem krankheitsbedingten Fehlen gegen Aue - kassierte die HSG in 76 Spielminuten ohne ihn insgesamt 58 Gegentore.

Bemerkenswert ist dabei, dass Torhüter Maximilian Minning trotz der deutlichen Niederlage gegen Aue auf 14 Paraden kam. Umso deutlicher wird, welchen Stellenwert Bruhn im Gefüge der HSG Ostsee besitzt - offensiv und defensiv. (red)