HSG Ostsee kämpft vergeblich - Heimspiel am Donnerstag

reporter Neustadt 13

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Magdeburg. Die HSG Ostsee N/G hat bei der Reserve des SC Magdeburg eine 35:40 (12:19)-Niederlage hinnehmen müssen und dabei vor allem die erste Halbzeit aus der Hand gegeben. Bereits zu Beginn startete die Mannschaft fehlerbehaftet ins Spiel, leistete sich früh technische Fehler und Fehlwürfe, die die top ausgebildeten Magdeburger umgehend durch schnelle Tore bestraften. Das Spiel der HSG Ostsee wechselte dabei stets zwischen Licht und Schatten: Immer wieder gab es Phasen, in denen man sich an den eigenen Matchplan hielt und Tor um Tor verkürzte, doch ebenso schnell verfiel die Mannschaft wieder in alte Muster. Das Spiel wurde zu eng gemacht, Abschlüsse wurden überhastet gesucht und zu viele technische Fehler produzierten einfache Gegentore. Das spielte dem Tempospiel der Gastgeber, das Trainer Christoph Theuerkauf nahezu perfektioniert hat, in die Karten. So gingen die Magdeburger mit einer deutlichen 19:12-Führung in die Halbzeitpause.

 

HSG Ostsee zeigt Moral - und gewinnt die zweite Halbzeit

23:21 - das wäre das Ergebnis aus Sicht der HSG Ostsee gewesen, wenn nur die zweite Halbzeit gezählt hätte. Bringen tut das wenig, zeigt aber: Die Mannschaft von der Ostseeküste hat sich nicht aufgegeben und gegen junge, hochtalentierte Magdeburger, die bislang eine sehr solide Saison spielen, immer wieder gekämpft. Ohne die abwesenden Mats Schramm, Rune Hanisch, Noah Moussa sowie Robin Zupp fehlten der HSG die wichtigsten Stützen in der Abwehr, zudem ging Jasper Bruhn als weiterer Defensivspezialist stark angeschlagen in die Partie. Immer wieder musste man daher hinter sich greifen, sodass auch 35 erzielte Tore am Ende nicht ausreichten, um etwas Zählbares mitzunehmen.

 

„Wir spielen über weite Strecken guten Handball - leider fehlt uns aktuell die Konstanz.“

„Wenn wir es schaffen, unser Spiel durchzuziehen und die schnellen Magdeburger durch Stop-Fouls ins gebundene Spiel zu zwingen, machen wir das wirklich gut. Insbesondere Mathis Bruhn, der die fehlenden Stammkräfte Mats Schramm, Rune Hanisch und Noah Moussa vertreten hat, wusste defensiv absolut zu überzeugen. Insgesamt brechen uns aber technische Fehler und eine erneut zu schwache Chancenverwertung in Kombination mit den pfeilschnellen Magdeburger Angriffen das Genick. Trotz 35 erzielter Tore kassieren wir einmal mehr zu viele Gegentore - so kann man natürlich keine Spiele gewinnen. Dennoch werden wir in den kommenden Wochen weiter an uns glauben. Wir finden in den meisten Spielen Lösungen und spielen über weite Strecken guten Handball. Leider fehlt uns aktuell die Konstanz, aber wir werden ungebrochen daran arbeiten, um am Ende unser gemeinsames Ziel, den Klassenerhalt, zu erreichen“, so Co-Trainer Finn Meiners, der die HSG Ostsee N/G in Abwesenheit von Cheftrainer Mirko Spieckermann diesmal alleine coachte.

 

HSG Ostsee empfängt den TSV Altenholz am Donnerstag

Nach dem witterungsbedingten Ausfall wird das für den 9. Januar geplante Derby an diesem Donnerstag, dem 12. Februar um 20 in der Grömitzer Ostholsteinhalle nachgeholt. Die Altenholzer kommen mit ordentlich Rückenwind, gewannen die letzten fünf Spiele allesamt und stehen daher nach knapp zwei Dritteln der Saison mit 26:10 Punkten auf einem 5. Platz noch vor dem HC Empor Rostock und in unmittelbarer Schlagdistanz zu der Tabellenspitze.

Anders als der TSV Altenholz sieht die Stimmung bei der HSG Ostsee N/G aus. Die akut abstiegsgefährdete Mannschaft von der Ostseeküste ist noch gar nicht im Jahr 2026 angekommen - vier Niederlagen aus vier Spielen stehen bei einem Torverhältnis von 129:157 zur Buche. Im Schnitt geht ein Spiel der HSG Ostsee 32:39 aus. Das zeigt, dass weniger das Angriffsspiel das Problem der HSG Ostsee ist, sondern vielmehr die Defensive. Trotz zuletzt deutlicher Steigerungen der Torhüterleistung - allen voran von Maximilian Minning, gelingt es den Gegnern immer häufiger durch den Abwehrverbund durchzubrechen. Ein Umstand, der durch den sicheren Ausfall von Rune Hanisch und Robin Zupp, sowie den großen Fragezeichen hinter Mats Schramm, Jasper Bruhn und Noah Moussa ungemein verstärkt wird. Es bleibt also spannend, wie man sich an der Ostseeküste gegen die Angriffe des Wolfsrudels vom TSV Altenholz verteidigen wird. Klar ist: die Luft im Abstiegskampf wird von Spiel zu Spiel dünner. (red)