Kellenhusen als Discgolf-Mekka

reporter Neustadt 33
Kellenhusen macht Discgolf noch spannender: Neue Angebote und Discgolf auf Profi-Niveau mit Timo Hartmann.

Kellenhusen macht Discgolf noch spannender: Neue Angebote und Discgolf auf Profi-Niveau mit Timo Hartmann.

Bild: hfr

Kellenhusen. Discgolf - also das Werfen von Frisbee-ähnlichen Scheiben über große Distanzen in Metallkörbe - ist sicherlich eine Nischensportart; aber eine ganz besondere. Zu diesem Eindruck sind die Tourismusverantwortlichen in Kellenhusen gelangt und sprechen die Scheibenwerfer und diejenigen, die es noch werden wollen, nun gezielter an. Dabei soll der mehrfache Deutsche Meister, Timo Hartmann, entscheidend mithelfen.

 

Discgolf ist ganzjährig, ohne Vorkenntnisse und Altersbegrenzung zu betreiben. Weder eine Ausrüstung noch Vereinszugehörigkeit sind erforderlich. Die Anlagen sind frei zugänglich, befinden sich auf öffentlichem Grund und Boden. „Discgolf ist damit ideal geeignet, um es auch touristisch anzubieten“, ist sich Kellenhusens Touristikleiter Raymond Kiesbye sicher. „Und die guten Voraussetzungen für Discgolf hier in Kellenhusen wollen wir nun stärker nutzen.“

Zu den großen Vorteilen im Ostseebad gehört sicherlich die Discgolf-Anlage auf der Südstrandwiese in direkter Ostseenähe. Diese Anlage, die vom Ostsee Discgolf Kellenhusen seit 20 Jahren bespielt wird, ist bundesweit beliebt. Nun gibt es Pläne, sie auch reif zu machen für den anspruchsvollen Parcours einer Deutschen Meisterschaft. Doch zunächst wird an ein ansprechendes Programm für die Urlaubsgäste in der Sommersaison 2026 gedacht. Dazu konnte der Tourismus-Service den mehrfachen Deutschen Meister und amtierenden Vize-Europameister Timo Hartmann gewinnen. „Dabei war es natürlich hilfreich, dass der Tourismus-Service Timo bereits in der Strandkorbvermietung beschäftigte“, freut sich Kiesbye. Hartmann hat sich über den Winter Gedanken gemacht, seinen Sport auch den großen und kleinen Urlaubsgästen nahezubringen. Herausgekommen sind dabei Schnupper- und Fortgeschrittenenkurse, die auf einander aufbauen. „Wenn jemand bei der Schnupperstunde Discgolf für sich entdeckt hat, kann er oder sie am nächsten Tag den Folgekurs besuchen“, so Hartmann. „Die Kurse sind so gestaltet, dass Urlaubsgäste auch ohne Vorplanung spontan daran teilnehmen können.“ Auch mehrtätige Workshops werden angeboten, die dann aber kostenpflichtig sind.

 

Neben der Ergänzung des Veranstaltungsprogramms sollen bei mehr und höherklassigen Turnieren des Vereins auch weitere Teilnehmer generiert werden. „Viele Discgolfer reisen mit der ganzen Familie an und bleiben auch schon mal 14 Tage“, weiß Kiesbye um die Attraktivität von Sport und Anlage. „So manche Karriere hat hier mit dem Ausleihen von Discgolf-Scheiben in unserer Tourist-Information begonnen.“ Die Planungen für die Sommersaison 2026 stehen. Der Start ist am 2. April. Gefeilt wird jetzt noch an einem Glow-Turnier, bei dem im Dunklen mit Leuchtscheiben auf die bunt beleuchteten Körbe geworfen wird. (red)